Stadtentwicklung
Eine Stadt lebt mit und vom Wandel in ihrem Stadtbild. Gesellschaftliche Veränderungen, und technologischer Fortschritt erfordern eine fortlaufende Überarbeitung der Stadtplanung. Gleichzeitig gilt es, den besonderen Charakter eines jeden der elf Stadtteile zu bewahren. Vor besondere Herausforderungen stellt uns dabei der demographische Wandel. Die CDU will dazu beitragen, Antworten auf die rückläufigen Bevölkerungszahlen zu finden. Unser Ziel ist es, Stärken weiter auszubauen und Mängel zu beheben. Wir wollen ganz offensiv in einen Wettbewerb um neue Einwohner gehen.
Die CDU Dorsten setzt sich daher ein:
n Für die Entwicklung der ehemaligen Zechenflächen und des Ruhrgasgeländes. Diese Flächen stellen die zentrale Entwicklungsfläche in Dorsten für die nächsten Jahre dar. Gemeinsam mit dem Investor möchten wir einen Mix aus Kultur, Gewerbeflächen und Handelsangeboten, die das Nahversorgungszentrum „Im Harsewinkel“ sinnvoll ergänzen. Dabei ist insbesondere auf die Verknüpfung mit den bestehenden Einzelhandelsangeboten zu achten.
n Für die Entwicklung neuer Gewerbe- und Industrieflächen. Wir möchten den Industriepark Dorsten/Marl erweitern und neue Gewerbeflächen, beispielsweise in Wulfen (Große Heide/ehemalige Schachtanlage Wulfen und „Im Köhl“), in Lembeck (Gewerbegebiet Lembeck-Nord), in Hervest (Wenge und ehemaliger Güterbahnhof), auf der Feldmark (Gewerbegebiete Dorsten-Ost und Barbarastraße) und in Altendorf, ausweisen.
n Für die Fortsetzung des Stadtumbaus in Barkenberg. Der erste Bauabschnitt hat bereits zu deutlich sichtbaren Verbesserungen des Wohnumfeldes geführt. Dieser Prozess ist in den weiteren Bauabschnitten zu komplettieren.
n Für eine städtebaulich attraktive Lösung der Lippetor-Problematik. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen wollen wir diesen Prozess aktiv begleiten. Die Einbindung des Kanalufers und der Innenstadt halten wir für unverzichtbare Säulen bei der Entwicklung dieses Areals.
n Für die Ansiedlung des Media-Marktes in Dorsten. Die Eignung des Standortes „Auf der Bovenhorst“, beispielsweise im Hinblick auf die verkehrliche Erschließung, ist im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens zu überprüfen.
n Für eine Fortführung der Gestaltung der Wall- und Grabenanlage. Sie hat das Stadtbild der Altstadt nachhaltig verbessert, die Aufenthaltsqualität erhöht und macht die historisch gewachsene Struktur der Stadt wieder erlebbar.
n Für ein gesamtstädtisches Einzelhandelskonzept, das auf eine starke Innenstadt mit zentrenrelevanten Sortimenten und leistungsfähige Nahversorgungszentren für Güter des täglichen Bedarfs in den einzelnen Ortsteilen setzt.
n Für die Ausweisung neuer Wohnbauflächen in allen Ortsteilen. Auch in Zeiten rückläufiger Bevölkerungszahlen ist eine begrenzte Ausweisung neuer Wohnbauflächen unverzichtbar. Dies gilt insbesondere auch für die kleineren Ortsteile, wie Altendorf-Ulfkotte, Deuten und Östrich, die auch in Zukunft ihren Eigenbedarf an Baugrund decken können sollen, um gleichzeitig die vorhandene Infrastruktur, wie Kindergärten und Schulen zu sichern. Um den Nachholbedarf an Wohnbauflächen im Dorstener Süden zu befriedigen, sind das eingeleitete Verfahren zur Änderung des Gebietsentwicklungsplanes und des Flächennutzungsplanes im Bereich der Kirchhellener Allee erfolgreich abzuschließen und entsprechende Baugrundstücke auszuweisen.
n Für ein diversifiziertes Angebot an Wohnbauflächen. Vom preiswerten Reihenhausgrundstück bis zu exklusiven Grundstücken, die breite Entfaltungsmöglichkeiten bieten, soll für jeden Bedarf ein Angebot vorgehalten werden.
n Für ein Baulückenmanagement, um Entwicklungspotentiale besser zu nutzen. Die Nutzung von Baulücken und Brachflächen hat für uns Vorrang vor der Erschließung neuer Flächen.
n Für ein Konzept zum Umgang mit dem demographischen Wandel. Vor dem Hintergrund rückläufiger Bevölkerungszahlen wird es in Zukunft verstärkt leerstehende Häuser und Flächen geben, die einer neuen Nutzung zugeführt werden müssen.
n Für eine städtebaulich attraktive Entwicklung des Bahnhofsareals. Wir halten beispielsweise eine gastronomische Nutzung durch einen Investor für möglich. Um das Gebäude besser nutzbar zu machen, erwarten wir von der Deutschen Bahn AG, dass diese ihre Zusage, den gesamten Bahnverkehr künftig auf den östlichen Gleisen abzuwickeln, zügig umsetzt, und so einen ebenerdigen Zugang zum Busbahnhof möglich macht.
n Für neue Wohnformen. Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen wollen wir generationen- und familiengerechte Wohnformen besonders fördern.





