Soziales und Integration
Auf Grundlage unseres christlichen Verständnisses vom Menschen stehen wir für eine Sozialpolitik, die sich durch Solidarität mit den Schwachen in der Gesellschaft auszeichnet. Ziel muss dabei immer die „Hilfe zur Selbsthilfe“ sein, um Menschen wieder Chancen zu eröffnen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und über ihren Lebensweg in Freiheit und eigener Verantwortung zu bestimmen. Die Absicherung existenzieller Risiken und die Befähigung zu einem selbständigen und von staatlichen Transferleistungen unabhängigen Leben sind zwei untrennbare Komponenten christdemokratischer Sozialpolitik.
Ein wichtiger Schwerpunkt liegt im Bereich der Integration. Unsere Maxime lautet auch hier „Fördern und Fordern“. Das Integrationskonzept der Stadt Dorsten muss sich neuen Herausforderungen offensiv stellen und Probleme klar benennen. Während in zahlreichen Fällen die Integration beispielhaft gelungen ist, stehen diesen positiven Beispielen auf der anderen Seite überdurchschnittlich hohe Arbeitslosen- und Kriminalitätsquoten bei jungen Migranten, Abschottungstendenzen und Zwangsheiraten gegenüber. Auch in Dorsten. Eine klare Analyse dieser Probleme ist Voraussetzung, um diesen effektiv begegnen zu können.
Die CDU Dorsten setzt sich daher ein:
n Für die Kooperation mit den freien Trägern und den Wohlfahrtsverbänden.
n Für die soziale Stärkung der Stadtteile Hervest und Barkenberg durch die Projekte „Soziale Stadt Hervest“ und „Stadtumbau Barkenberg“.
n Für die Kommunalisierung von Projekten für junge Arbeitslose. Wir wollen uns als CDU dafür einsetzen, dass endlich wieder vor Ort in den Kommunen Projekte wie „Jugend in Arbeit“ oder „Arbeit statt Sozialhilfe“ umgesetzt werden können.
n Für eine gerechte Übernahme der finanziellen „Soziallasten“ durch Land und Bund.
n Für neue Überprüfung der Mittelvergabe beim Thema „Integration“. Die begrenzten Finanzmittel müssen auch in Zukunft optimal eingesetzt werden, um die beste Wirkung zu erzielen.
n Für ein optimiertes Sprachförderungsangebot an Schulen, VHS und Bildungsstätten für Menschen mit Migrationshintergrund.
n Für eine räumliche und thematische Schwerpunktbildung der Integration. Hier gilt es insbesondere in den Stadtteilen Hervest/Holsterhausen und Barkenberg räumliche Schwerpunkte zu setzen. Daneben müssen für die beiden größten Gruppen, Menschen mit türkischem Zuwanderungshintergrund und die Gruppe der Aussiedler, die Angebote weiter optimiert werden.
n Für eine stärkere Berücksichtigung der Belange von Menschen mit Behinderungen in unserer Stadt. Das Familienbüro der Stadt Dorsten könnte in diesem Bereich eine koordinierende Funktion übernehmen.
n Für seniorengerechtere Strukturen in unserer Stadt. Der neue Seniorenförderplan ist an veränderte Bedürfnisse angepasst worden. Nun gilt es, diesen als Querschnittsaufgabe umzusetzen und mit Leben zu füllen. So ist es wichtig, dass Eltern von Kindern mit Behinderungen im Alter eine Perspektive aufgezeigt wird. Darüber hinaus müssen Antworten für ältere Menschen mit Migrationshintergrund gefunden werden. Ein jährlich stattfindendes Dorstener Pflegeforum (Stadt, Pflegeeinrichtungen, Ärzte und Krankenhaus) könnte solche und ähnliche Fragen diskutieren und Lösungsansätze gemeinsam mit den Trägern der Altenhilfeeinrichtungen erarbeiten.
n Für eine Stärkung der Hospizarbeit in unserer Stadt. Hier muss die erfolgreiche Kooperation von Caritas, Krankenhaus und Stadt sowie des Palliativ-Netzwerkes "Spes Viva" unbedingt fortgesetzt werden.





