Schule und Bildung

Bildung ist nicht nur der Schlüssel zu individuellen Lebenschancen, sondern sichert auch den Wohlstand und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Die CDU sieht in der Bildung das zentrale Zukunftsthema. Daher haben wir in den vergangenen fünf Jahren trotz angespannter Haushaltslage über 23 Millionen Euro in unsere Schulen investiert. So wurden beispielsweise die Antoniusschule saniert und die Korczak-Schule neu errichtet. Die Von-Ketteler-Schule wird grundlegend umgebaut, um Ganztagsangebote möglich zu machen. Gleichwohl war vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung eine Reduzierung der Zahl der Hauptschulstandorte unumgänglich. Die CDU in Dorsten hat sich dieser Herausforderung gestellt und diesen Prozess aktiv und an sachlichen Kriterien orientiert begleitet. Auch in Zukunft hat das Thema „Bildung“ für die CDU höchste Priorität, damit die Dorstener Schülerinnen und Schüler beste Bildungschancen haben.

 

Die CDU Dorsten setzt sich daher ein:

 

n       Für den Erhalt und die Fortentwicklung des gegliederten, begabungsgerechten Schulsystems in Dorsten. Nur dieses bietet allen Kindern und Jugendlichen die besten Chancen. Die Einrichtung einer weiteren Gesamtschule lehnt die CDU ab.

 

n       Für die Bewahrung der Vielfalt in der Dorstener Schullandschaft. Die staatlich anerkannten Ersatzschulen in der Trägerschaft der Ursulinen und des Montessori-Vereins Dorsten/Lembeck sowie die Bekenntnisschulen füllen das grundgesetzlich verankerte Recht auf freie Schulwahl mit Leben. Dem Erhalt der Vielfalt des Dorstener Schulangebots mit seinen freien und öffentlichen Trägern kommt daher eine besondere Bedeutung zu.

 

n       Für den Erhalt aller Grundschulen. Gemäß dem Motto „Kurze Beine – Kurze Wege“ sind insbesondere auch die Grundschulen in den kleineren Ortsteilen, wie Altendorf-Ulfkotte, Deuten und Östrich zu erhalten. 

 

n       Für eine weitere Verbesserung des baulichen Zustandes der Dorstener Schulen. Durch erhebliche Anstrengungen ist es trotz der schwierigen Haushaltslage gelungen, an vielen Stellen deutliche Verbesserungen zu erzielen. Dennoch ist der bauliche Zustand noch nicht überall zufriedenstellend. Daher werden wir die Sanierung der Dorstener Schulen auch in Zukunft mit unverminderter Kraft vorantreiben und die Mittel aus dem „Konjunkturpaket II“ schwerpunktmäßig in unsere Schulen investieren. Beispielhaft seien hier die Sanierung der Gesamtschule Wulfen oder der Bonifatiusschule in Holsterhausen genannt.

 

n       Für einen weiteren Ausbau von Ganztagsangeboten. Nachdem wir an allen Haupt- und Förderschulen sowie allen Grundschulen mit entsprechendem Bedarf Nachmittagsangebote eingerichtet haben, werden nun auch die Realschulen entsprechende Angebote zur Verfügung stellen. Vor dem Hintergrund der Einführung des Abiturs nach 12 Jahren (G8) besteht auch am Gymnasium Petrinum die Notwendigkeit für Veränderungen. Wir wollen das Petrinum, auch durch bauliche Veränderungen, in die Lage versetzen, dass die Schülerinnen und Schüler bei Bedarf dort ein Mittagessen einnehmen können.

 

n        Für eine Begleitung der Umsetzung des Schulentwicklungsplanes. Infolge der demographischen Entwicklung mussten zwei Hauptschulstandorte aufgegeben werden. Um das Zusammenwachsen der zusammengeführten Schulen zu fördern, werden wir die Begleitung des Prozesses mit flankierenden Maßnahmen, wie die Beschäftigung von Sozialpädagogen und der Verzahnung mit Jugendeinrichtungen, weiter fördern. 

 

n       Für eine Stärkung der schulpsychologischen Versorgung. Als einzige kreisangehörige Kommune im Regierungsbezirk Münster mit einem eigenen Schulpsychologen hat Dorsten eine Vorreiterrolle eingenommen. Gemeinsam mit dem Land und dem Kreis wollen wir, auch in Kooperation mit qualifizierten Instituten und niedergelassenen Therapeuten, die Qualität schulpsychologischer Versorgung weiter verbessern.

 

n       Für eine optimale Förderung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Dabei dürfen Förderschulen und integrative Klassen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Die CDU unterstützt daher ausdrücklich die Anstrengungen der Förderschulen, im Rahmen des Kompetenzzentrums ihre Aktivitäten mit den allgemeinbildenden Schulen und externen Partnern zu vernetzen.

 

n       Für das Projekt „Kein Kind ohne Mahlzeit“. Es ist nicht hinnehmbar, dass Kinder ohne Frühstück in die Schule gehen oder kein vernünftiges Mittagessen erhalten.  Daher unterstützten wir das Engagement von „Sag ja zu Dorsten“ und der vielen anderen Organisationen und Privatinitiativen, die die Finanzierung dieses Projektes durch ihr Engagement ermöglichen. Gleichzeitig dürfen wir aber nicht die Eltern aus ihrer Verantwortung entlassen.

 

n        Für die Unterstützung des Engagements von Schülern, Eltern und Lehrern für „ihre Schule“. Die CDU wird auch in Zukunft die Arbeit von Schüler- und Elterninitiativen sowie der Fördervereine positiv begleiten, da diese nicht nur Dinge möglich machen, die von der Stadt aufgrund  der Haushaltssituation nicht geleistet werden können, sondern auch die Identifikation mit der Schule stärken.

 

n       Für eine Profil- und Schwerpunktbildung an den Schulen. Viele Schulen setzen mit besonderen Schwerpunkten, wie bilingualem Unterricht oder musikalischen Angeboten (bspw. „Jedem Kind ein Instrument“), besondere Akzente. Die CDU unterstützt derartige Bestrebungen, die das Profil einer Schule schärfen.

 

n       Für die Förderung internationaler Begegnungen. Im Zeitalter einer zusammenwachsenden Welt sind Sprachkenntnisse und Erfahrungen im Umgang mit Menschen aus anderen Ländern und Kulturkreisen von unschätzbarem Wert. Zu diesem Zweck sollten die Städtepartnerschaften auch für diejenigen Jugendlichen, die sich in einer Berufsausbildung befinden, erlebbar werden.“