Archiv Oktober 2009

Mit Videobeitrag

100% für Stockhoff - Volmering wird Stellvertreter

Tobias Stockhoff wurde mit 73 von 73 Stimmen als CDU-Stadtverbandsvorsitzender im Amt bestätigtTobias Stockhoff wurde mit 73 von 73 Stimmen als CDU-Stadtverbandsvorsitzender im Amt bestätigt

Bericht von Ludger Böhne aus der WAZ Dorsten am 28.10.2009 zum CDU-Stadtparteitag

 

Dorsten - Der Parteitag der CDU wählte am Montag abend Tobias Stockhoff (28) erneut zum Parteichef. Den Einsatz in drei Wahlkämpfen (Europa, Kommunal, Bund) honorierte die Union mit hundert Prozent Zustimmung.

 

Vielleicht eine Schnurre, vielleicht das Geheimnis des Erfolgs: Im Wahlkampf habe er eine E-Mail von Tobias Stockhoff bekommen, erzählte Bürgermeister Lambert Lütkenhorst (61) beim CDU-Parteitag am Montag abend eine Anekdorte über den umtriebigen Vorsitzenden. Nachts um 2.45 Uhr. Mit dem Vermerk „bitte sofort beantworten".


Stockhoff (28), in den letzten beiden Jahren wesentlicher Antreiber der Partei, wurde mit 100 Prozent Zustimmung im Amt als Parteichef bestätigt. Und verordnete der Dorstener Union nach Analyse der Wahlergebnisse Dauerengagement als „Projekt 2014 - die Bürgerpartei."

 

Klar, die CDU hat gewonnen: Kommunal. Bürgermeister. Bundestag. Aber wie? In Dorsten absolute Mehrheit verloren, Lütkenhorst mit zehn Prozent weniger im Ziel, im Bund das zweitschlechteste Ergebnis seit Gründung der Republik. Stockhoff: „Wir sollten uns mit den Ergebnissen nicht besoffen reden." Konkret habe die CDU in Dorsten innerhalb von zehn Jahren 2000 Wähler verloren (16- statt früher meist um 18 000 Stimmen). Drei Gründe führt der alte und neue Parteichef an: Die Klientel stirbt aus. Neubürger sind nur schwer zu gewinnen. Mit dem Politikverständnis von Parteien sind die Menschen nicht mehr zu erreichen: Viele engagierten sich heute nur, wenn ihr Umfeld betroffen sei.

 

Parteiarbeit müsse darum „grundlegend reformiert" werden, so Stockhoff, um der Funktion als Volkspartei gerecht zu werden. „Natürlich findet man schneller einen Konsens, wenn man nur im eigenen Saft schmort. Aber statt zu jammern, sollten wir Menschen auch die Möglichkeit geben, sich begrenzt zu engagieren." Außerdem müsse die Union in Dorsten ihre Politik besser erklären, „als die SPD ihre wohlfeilen Versprechen. Das geht nur im Gespräch." Gehe die CDU diesen Weg nicht, „ist es eine Frage der Zeit, bis wir auch hier auf die 30 %-Marke zusteuern."

 

Dass Tobias Stockhoff diesen Weg in den letzten beiden Jahren vorgezeichnet hat, bestätigten Josef Hovenjürgen (Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter) und Sven Volmering (Bundestagskandidat und Landeschef der Jungen Union). Hovenjürgen: „CDU-Kandidaten in Dorsten wissen, dass sie in Anspruch genommen werden." Volmering: „Ich kenne keinen Stadtverband, der so professionell geführt wird. Wenn wir hier bei der Bundestagswahl gegen den Trend zulegen, dann ist die Bundespartei in der Pflicht zu gucken, was machen solche Verbände besser?"

 

Fraktionschef Bernd Schwane erinnert daran, dass die CDU vor zwei Jahren vor einer Zerreißprobe stand: „Da war die Situation nicht ganz so rosig. Aber wir haben uns zusammen gerauft und sind ein gutes Team. Und mit unseren Ergebnissen sind wir innerhalb der Ruhrgebiets-CDU so eine Art Leuchtturm."

 

Der neue CDU-Vorstand: Vorsitzender Tobias Stockhoff. Stellvertreter Ludger Föcker, Heinrich Pettenpohl, Gaby Kleffmann, Sven Volmering. Schatzmeister Dr. Thomas Grund und Stephan Dierkes. Geschäftsführer Heinz-Georg Schulz. Sprecher Christian Heddier und Rene Franken. Schriftführer Günter Lück und Ursula Jacoby. Referenten Walter Kübber (Senioren), Heidi Vogler (Mitglieder), Dirk Schlenke (Medien), Johannes Götte (Internet). Ferner wurden 15 Beisitzer gewählt.

 

 

Videos zur Veranstaltung:

1) Grußwort von Bürgermeister Lambert Lütkenhorst (Video)

2) Rede von CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff (Video)

3) Grußwort von CDU-Landtagskandidat Michael Dahmen (WK 71) (Video)

Bilder zum CDU-Stadtparteitag 2009

(c) René Franken

Einstimmiges Votum für Josef Hovenjürgen

Für Josef Hovenjürgen stimmten 100% in geheimer AbstimmungFür Josef Hovenjürgen stimmten 100% in geheimer Abstimmung

CDU-Vertreter wählen einstimmig Josef Hovenjürgen zum Landtagskandidaten im Dorstener Norden


Dorsten – 100% Zustimmung, besser hätte es für Josef Hovenjürgen MdL bei seiner Aufstellung zum CDU-Landtagskandidaten für den Dorstener Norden mit Deuten, Lembeck , Rhade und Wulfen sowie Haltern, Oer-Erkenschwick, Teile von Marl und dem Norden von Datteln (Wahlkreis 72) am Freitagabend in der Stadthalle Oer-Erkenschwick nicht laufen können. „Wir freuen uns über diesen überragenden Vertrauensbeweis für Josef Hovenjürgen“, so CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff. Man werde als Dorstener Union alles dafür tun, dass Hovenjürgen den Wahlkreis wie 2005 direkt für die CDU gewinnen würde.

 

In seiner Vorstellungsrede machte der Halteraner Landtagsabgeordnete deutlich, dass seine drei Schwerpunkte auch in Zukunft Bildung, Familien und Arbeitsplätze seien. Und hier habe die schwarz-gelbe Landesregierung vieles auf den Weg gebracht. Fast 8000 zusätzliche Lehrerstellen, Unterrichtsausfall halbiert, Betreuung für unter 3-Jährige vervielfacht und die Arbeitslosenzahlen deutlich in NRW gesenkt. Diesen Weg gälte es nun weiterzugehen. Dabei werde er auch in Zukunft in seiner eigenen Fraktion deutlich sein Wort für die Region machen. Hovenjürgen setzt sich bereits seit vielen Jahren gemeinsam mit Bürgermeister Lambert Lütkenhorst (CDU) für eine bessere Finanzausstattung der Städte des Kreises Recklinghausen ein.

Mit klarem Votum in den Wahlkampf

Der frisch gekürte Landtagskandidat Michael Dahmen (Mitte) nimmt die Glückwünsche der CDU-Chefs Tobias Stockhoff (l.) und Jürgen Watenphul entgegen. Der frisch gekürte Landtagskandidat Michael Dahmen (Mitte) nimmt die Glückwünsche der CDU-Chefs Tobias Stockhoff (l.) und Jürgen Watenphul entgegen.

CDU wählt einstimmig Michael Dahmen zum Landtagskandidaten für den Dorstener Süden

 

Gladbeck/Dorsten – Nur eine knappe Stunde brauchten die 32 gewählten CDU-Vertreter aus Gladbeck und den südlichen Dorstener Ortsverbänden, um ihren Landtagskandidaten aufzustellen. Im Vorfeld hatten sich die Stadtverbände bereits einmütig auf den 53-jährigen Gladbecker Michael Dahmen verständigt. Dahmen machte in seiner Vorstellungrede, seine Prioritäten deutlich:

 

  1. Die Schaffung und der Erhalt von Arbeitsplätzen seien von zentraler Bedeutung. Gerade in Zeiten der Wirtschaftkrise sei es wichtig, dass NRW eine Landesregierung hat, die bewiesen hat, dass sie Grundlage für Arbeitsplätze schafft.
  2. Die CDU hat die Ausgaben für frühkindliche Bildung massiv gesteigert: 1,15 Mrd. Euro gibt das Land in diesem Jahr dafür aus. Bis heute wurden 1750 Familienzentren eingerichtet.
  3. Mit der CDU werde es keine Einheitsschule geben. Der bedarfsgerechte Ausbau von Ganztagsangeboten muss weitergehen. Durch neu geschaffene Lehrerstellen, halbiert die CDU in NRW den Unterrichtsausfall.

 

Eine klare Linie vertritt der Studiendirektor und dreifache Familienvater auch mit Blick auf die Linkspartei, die mit ihrer Politik den Industriestandort NRW in Frage stelle und aus „ideologischer Gleichmacherei“ wie die SPD eine Einheitsschule anstrebt und Ersatzschulen, wie die St. Ursula-Schulen in Dorsten abschaffen wolle. Als zentrale Zukunftsfrage für die Region sieht Dahmen den Aus- und Umbau der B224 zur A52. „Wir brauchen für beide Städte eine deutliche Verbesserung des Ist-Zustandes“, gibt sich der Kandidat kämpferisch.

 

Dass die CDU-Vertreter im Pfarrzentrum St. Lamberti in Gladbeck dies genauso sahen, zeigte das Ergebnis: Mit 31 Ja-Stimmen und einer Enthaltung schickt die Union Michael Dahmen in den Wahlkampf. Für Dorstens CDU-Stadtverbandschef Tobias Stockhoff ist das Ergebnis keine Überraschung. „Michael Dahmen wird sich mit voller Kraft für Dorsten einsetzen“, ist Stockhoff überzeugt. Und so wird Dahmen bereits am kommenden Montag seinen ersten Besuch in seiner neuen Funktion in Dorsten absolvieren und beim Stadtparteitag der Dorstener Christdemokraten im Gemeinschaftshaus Wulfen zu Gast sein.

Volmering soll stellv. CDU-Chef in Stadt & Kreis werden

Sven Volmering soll stellv. CDU-Vorsitzender im Kreis und in Dorsten werdenSven Volmering soll stellv. CDU-Vorsitzender im Kreis und in Dorsten werden

CDU-Stadtparteitag am 26. Oktober – Tobias Stockhoff kandidiert erneut als CDU-Stadtverbandsvorsitzender


Dorsten/Kreis – CDU-Bundestagskandidat Sven Volmering soll neuer stellv. CDU-Vorsitzender in Dorsten und im Kreis Recklinghausen werden. Das dürfte wohl die wichtigste Botschaft sein, die die Dorstener CDU-Ortsverbands- und Vereinigungsvorsitzenden im Vorlauf zum am Montag stattfindenden CDU-Stadtparteitag ausgesendet haben. Daneben haben die Vorsitzenden einstimmig einen gemeinsamen Personalvorschlag für den neuen Stadtverbandsvorstand erarbeitet. „Diese Kandidatenvorschläge berücksichtigen alle Ortsverbände und Vereinigungen. Selbstverständlich sind auch weitere Kandidaturen möglich“, so CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff. Beim Parteitag sind übrigens alle Dorstener CDU-Mitglieder stimmberechtigt.

 

„Wir freuen uns riesig, dass wir Sven Volmering für diese Aufgaben gewinnen konnten. Sein politisches Talent wollen wir gerne in unsere örtliche Arbeit einbinden“, so der stellv. CDU-Stadtverbandsvorsitzende Ludger Föcker. „Der bisherige stellv. CDU-Kreisvorsitzende Walter Kübber hat von Beginn an Volmerings Kandidatur unterstützt“, spricht Stockhoff dem Chef der Dorstener Senioren Union ein besonderes Dankeschön aus. Kübber (OV Altstadt/Feldmark) soll wie Christian Heddier (OV Hervest) und Dr. Thomas Grund (OV Hardt/Östrich) am Montag als Beisitzer für den neuen Kreisvorstand (Wahl am 07.11.2009) nominiert werden. Als weitere stellv. Stadtverbandsvorsitzende schlugen die Ortsverbände die Vorsitzende der Dorstener Frauen Union, Gabriele Kleffmann, den Altendorfer CDU-Chef Ludger Föcker sowie den Lembecker Heinrich Pettenpohl vor. Schatzmeister soll weiterhin Ratsherr Thomas Grund bleiben. Neuer Geschäftsführer soll der Hervester Ortsunionsvorsitzende Heinz-Georg Schulz werden. Als Pressesprecher wurde erneut Christian Heddier als Schriftführer Günter Lück vorgeschlagen. Insgesamt soll der neue Vorstand mit Beisitzern etwa 35 Mitglieder umfassen. „In den letzten zwei Jahren hat sich diese Größe bewährt, da wir so den Informationsfluss deutlich verbessern konnten“, so der CDU-Chef. Stockhoff hatte übrigens bereits in der Vorstandssitzung im September erklärt, dass er gerne für weitere zwei Jahre als CDU-Stadtverbandsvorsitzender kandidieren würde.

 

Auch thematisch wollen die Dorstener Christdemokraten mit dem Parteitag ein Zeichen setzen. „Wir lagen seit 1994 bei keiner Bundestagswahl bundesweit mehr über 40%. Die Stellung der CDU als Volkspartei ist gefährdet“, warnt der CDU-Stadtverbandsvorsitzende. Unter dem Motto „Projekt 2014 – Die Bürgerpartei“ will daher zumindest die Dorstener Union den Startschuss geben, um in den nächsten Jahren Parteiarbeit zu reformieren. „Wir haben in den letzten zwei Jahren durch neue Veranstaltungsformen gezeigt, dass man Menschen sehr wohl in die Politik einbinden kann. Diesen Weg wollen wir weitergehen und neue Konzepte entwickeln“, skizziert Stockhoff.

 

Der Parteitag findet am Montag, dem 26.10.2009 um 19.30 Uhr im Gemeinschaftshaus Wulfen statt. Neben den CDU-Mitgliedern sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. Weitere Infos unter: www.cdu-dorsten.de

Einladung zum CDU-Stadtparteitag 2009 am 26.10.2009 im Gemeinschaftshaus Wulfen
Einladung_CDU-Stadtparteitag 2009.pdf
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Kontakt zwischen Vereinen und Politik soll noch besser werden

CDU greift Antrag vom Stadtsportverband aufCDU greift Antrag vom Stadtsportverband auf

CDU möchte Sportausschuss um sachkundigen Einwohner erweitern

 

Dorsten - Die CDU möchte den Sportausschuss um einen sachkundigen Einwohner erweitern, um auch externen Sachverstand einzubinden. Damit greifen die Dorstener Christdemokraten einen Vorschlag des Stadtsportverbandes auf. Dessen Vorsitzender Helmut Winkler hatte im Rahmen der Bürgerbeteiligung bei der Aufstellung des CDU-Kommunalwahlprogrammes einen solchen Vorschlag unterbreitet. „Wir greifen den Vorschlag gerne auf“, erklärt CDU-Fraktionschef Bernd-Josef Schwane, für den das erst der Anfang war. „Wir haben noch viele weitere Anregungen erhalten, die wir in den kommenden Monaten und Jahren umsetzen werden“, kündigt Schwane an.

 

Die CDU möchte damit auch den Stellenwert des Sportes in Dorsten dokumentieren. „Der Sport hat in Dorsten eine ganz besondere Bedeutung“, erläutert der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Stephan Ricken: „Über 20 000 Dorstener sind Mitglied in einem der rund 120 Sportvereine.“ Bereits jetzt gebe es einen sehr guten Kontakt zwischen den Vereinen und der Politik. „Dieses gute Miteinander von Vereinen und Politik wollen wir weiter ausbauen und den Informationsfluss optimieren“, erläutert Ricken. Die Christdemokraten würden es begrüßen, wenn ein Vertreter des Stadtsportverbandes als Dachverband aller organisierten Sportvereine in Dorsten künftig diese Funktion wahrnehmen würde.

„Gewonnen ja! Aber wie?“

Sven Volmering auf dem JU-DeutschlandtagSven Volmering auf dem JU-Deutschlandtag

Zwei Dorstener beim JU-Deutschlandtag - JU fordert Wahlanalyse

 

Dorsten/Münster - Mit dem JU-Landesvorsitzenden Sven Volmering und dem Dorstener CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Tobias Stockhoff waren gleich zwei Dorstener am Wochenende auf dem Deutschlandtag der Jungen Union (JU) in Münster vertreten. Für großes Unverständnis sorgte das Fernbleiben von Bundeskanzlerin Merkel. „Nicht viele haben einen so engagierten Wahlkampf wie die JU geführt", so Volmering, „daher empfinden viele die Merkel-Absage nun als Schlag ins Gesicht." Merkel hatte erst drei Tage vor dem Deutschlandtag ihr Kommen trotz langfristiger Zusage abgesagt. Auch Dorstens CDU-Patenbundestagsabgeordneter, der JU-Bundesvorsitzende Philipp Mißfelder, zeigte sich enttäuscht.

 

Dabei wurde von vielen jungen Christdemokraten vermutet, dass sich die CDU-Vorsitzende nicht einer Wahlanalyse stellen wollte. Nach Meinung von Dorstens CDU-Chef Tobias Stockhoff sei diese Analyse aber wichtig: „'Gewonnen! Aber wie?' könnte eine kurze Kommentierung des CDU-Wahlergebnisses sein. Seit 1994 liegen wir nicht mehr über 40 % und gehen auf die 30%-Marke zu. Kann das Anspruch einer Volkspartei sein?". Daher stimmte der Deutschlandtag auch einstimmig dafür, dass die CDU einen Sonderparteitag zu diesem Thema durchführt.

 

In Dorsten werde man als Christdemokraten diese Wahlanalyse nicht scheuen. „Wir werden auf unserem Stadtparteitag am nächsten Montag den Startschuss für eine Diskussion setzen, wie wir zumindest kommunal als CDU dauerhaft eine Volkspartei bleiben können", so Stockhoff. Dabei bedürfe es neuer Konzepte für Parteiarbeit. „Eine Frage wird sein: Wie kann man Menschen besser in Entscheidungsprozesse durch neue Veranstaltungsformen mit einbinden", erläutert Sven Volmering.

In der Münsteraner Erklärung sprach sich die JU gegen Wahlgeschenke auf Pump aus. Als Gastredner empfingen man u. a. den ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber, NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann sowie Hamburgs Ersten Bürgermeister Ole von Beust.

„Gute Wahl für unsere Städte“

Michael DahmenMichael Dahmen

CDU Gladbeck und Dorsten nominieren Michael Dahmen als Landtagskandidat für Gladbeck und den Dorstener Süden – Erstmalig Erst- und Zweitstimme

 

Dorsten/Gladbeck – Während die im Landtagswahlkreis 71 bestimmende SPD Gladbeck mal wieder im internen Grabenkampf liegt, haben sich die CDU-Stadtverbände Dorsten und Gladbeck geräuschlos und einmütig auf den 53-Jährigen Gladbecker Michael Dahmen als gemeinsamen Landtagskandidaten geeinigt. Im Gegensatz zu den Sozialdemokraten, hier stellt die Gladbeck SPD den Großteil der Delegierten, sind bei der CDU die Gladbecker und Dorstener Delegiertenzahlen etwa gleichstark. Der Wahlkreis umfasst neben der gesamten Stadt Gladbeck auch die Dorstener Stadtteile Altendorf-Ulfkotte, Altstadt, Feldmark, Hardt, Hervest, Holsterhausen und Östrich. Dahmen kandidierte bereits 2000 und 2005 für die Christdemokraten in diesem Wahlkreis. Bei der Wahl 2005 konnte er den Abstand in diesem bisher sicheren SPD-Wahlkreis auf den SPD-Bewerber auf 9 % verkürzen. In Bereich Dorsten lag er sogar damals deutlich vor dem SPD-Kandidaten.

 

„Michael Dahmen ist eine gute Wahl für unsere beiden Städte“, ist sich der Dorstener CDU-Vorsitzender Tobias Stockhoff sicher. Insbesondere in den Bereichen Bildungs- und Sozialpolitik sei der Gymnasiallehrer politisch beheimatet. Darüber hinaus ist er viele Jahre in der Gladbecker Kommunalpolitik aktiv. „Er kennt somit die nicht hausgemachten finanziellen Probleme unserer Städte“, so Stockhoff. Auf die Frage, ob ein Direktmandat möglich ist, sieht Tobias Stockhoff nach den vergangenen Wahlen zumindest zum ersten Mal eine Möglichkeit. „Bei dieser Landtagswahl gibt erstmalig eine Erst- und Zweitstimme. Es wird ganz stark davon abhängen, wie sich die Linkspartei verhält. Wir werden daher engagiert für Michael Dahmen kämpfen“, verspricht der Dorstener CDU-Chef. Auf einen Listeneinzug wird Dahmen kaum hoffen können, denn hier gilt nach Stockhoff: „Michael Dahmen würde wohl nur dann aufgrund des komplizierten Wahlrechts über die Liste einziehen, wenn die CDU die Landtagswahl verliert, weil dann die Landesreserveliste zieht. Bei der Wahl 2005 hat die Reserveliste hingegen überhaupt nicht gezogen.“ Am 22. Oktober soll Dahmen als Kandidat offiziell aufgestellt werden.

Viel zu wenig aus der Revier-CDU

Sven VolmeringSven Volmering

Dorsten - Bei der Bundestagswahl hat Sven Volmering (33, CDU) das sicher geglaubte Listenmandat im Bundestag verpasst. Ärgerlich, auch für die Partei, weil der Bocholter - dort als Lehrer tätig - für die politische Karriere nach Dorsten gezogen ist. Die WAZ Dorsten sprach mit ihm über den Wahlabend und seine Pläne.


Haben Sie den Schock schon verwunden?

 

Volmering: (lacht) Ich stehe weiter voll im Saft, stand am Montag um acht Uhr wieder vor einer Klasse in meinem Bocholter Gymnasium. Politik. Ich musste die Bundestagswahl erklären. Das war nicht vergnügungsteuerpflichtig.
Ich bin mit dem verpassten Mandat ja nicht gestorben. Aber es gab viele Beileidsbekundungen von Parteifreunden. Das tat gut. Außerdem bin ich mit meinem Ergebnis sehr zufrieden. Wir haben erstmals seit 1983 Dorsten wieder bei einer Bundestagswahl gewonnen und waren einer der wenigen Wahlkreise, wo die CDU bei Erst- und Zweitstimmen zugelegt hat.

 

Parteichef Tobias Stockhoff hat sie schon am Montag zum Kandidaten für die Bundestagswahl 2013 ausgerufen. Eine realistische Perspektive?

 

Volmering: Ich kann mir das vorstellen und es gab auch schon positive Reaktionen darauf aus Bottrop und Gladbeck. Aber die vier Jahre bis dahin sind eine lange Zeit und das politische Geschäft ist schnelllebig. Zunächst kandidiere ich wieder als Landeschef der Jungen Union. Und da der JU-Bundesvorsitzende Philipp Mißfelder Patenabgeordneter der Dorsten CDU bleibt, habe ich da über die Junge Union einen guten Draht nach Berlin.

 

In Bocholt haben Sie die politischen Zelte abgebrochen, in Dorsten außer der Kandidatur noch keine neuen aufgebaut. Wo werden Sie privat und politisch heimisch?

 

Volmering: Privat habe ich Dorsten und die Region schätzen gelernt. Hier ist meine Zukunft. Auch politisch. Ich bin ein sehr politischer Mensch, will weiter mit gestalten und bin bereit, Verantwortung zu übenehmen. In welcher Funktion, dass muss man jetzt sehen. Es gibt demnächst eine Reihe von Vorstandswahlen.

 

Auch bei einer erneuten Kandidatur wären Sie auf einen Listenplatz angewiesen, weil der Wahlkreis für die CDU nicht zu gewinnen ist. Der Dorstener Kandidat - Ausnahme: ihr Platz 28 als JU-Landeschef - wird da aber traditionell schlecht platziert.

 

Volmering: Darüber wird man dann sprechen müssen. Denn im neuen Bundestag ist die Ruhrgebiets-CDU nur noch mit fünf Abgeordneten vertreten. Das ist viel zu wenig.

 

Die Fragen stellte Ludger Böhne von der WAZ Dorsten

„Meine Zukunft ist in Dorsten“

Sven VolmeringSven Volmering

Sven Volmering hat den Wahlschock noch nicht verdaut, blickt aber optimistisch in die Zukunft - Interview von Klaus-Dieter Krause mit CDU-Bundestagskandidat Sven Volmering aus der Dorstener Zeitung vom 01.10.2009

 

Dorsten – Es traf ihn wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Die Freude des Dorstener CDU-Kandidaten Sven Volmering über den schwarz-gelben Wahlsieg wurde derb getrübt, weil er entgegen aller Erwartungen nicht in den Bundestag einzieht.

 

 

Herr Volmering, für fast alle Wahlbeobachter war es eine Riesenüberraschung, dass Ihr CDU-Listenplatz nicht für das Bundestagsmandat in Berlin ausreichte. Haben Sie diesen Nackenschlag schon halbwegs verdaut?

 

Volmering: Durch die Umfragen im Vorfeld der Wahl wurde ich schon etwas skeptischer. Mit einem solchen Erdrutsch zu ungunsten der SPD hat aber niemand gerechnet. Verdaut habe ich das Ergebnis noch nicht, obwohl ich mich natürlich darüber freue, dass ich einer der wenigen CDU-Kandidaten im Land bin, der bei den Erststimmen gegen den Trend gewonnen hat. Besonders freut mich natürlich der Sieg in Dorsten. Das Verdauen wird aber noch etwas dauern.

 

Statt in Berlin fanden Sie sich bereits am Montagmorgen in Ihrem Arbeitsalltag als Lehrer an der Schule in Bocholt wieder. Wie tief greifend müssen Sie Ihre Lebensplanung jetzt umstellen?

 

Volmering: Eigentlich gar nicht. Grundsätzlich gehe ich bestimmte Dinge lieber mit der gebotenen Vorsicht an. Im Gegensatz zu manch anderem Kandidaten habe ich noch nicht vor Wochen damit begonnen, mir eine Wohnung in Berlin zu suchen oder Mitarbeiter einzustellen. Es kann gerade bei Wahlen immer etwas Unvorhergesehenes passieren.

 

Ich war in der Schule seit den Sommerferien unter Wegfall der Bezüge freigestellt. Innerhalb von sechs Wochen verlernt man das Unterrichten nicht. Wobei ich muss zugestehen, dass es mir schon schwer gefallen ist, in den ersten Tagen hauptsächlich Politikunterricht geben zu müssen. Unabhängig von meiner Person ging es naturgemäß hauptsächlich um das Thema Bundestagswahl. Nach einer Nacht mit wenig Schlaf und vielen Gedanken ist das am Montagmorgen natürlich etwas schwierig.

 

Wie sieht Ihre erste Wahlkampf-Bilanz aus?


Volmering: Verwundert war ich nur über den Vorwurf, ich hätte keinen Online-Wahlkampf gemacht. Aber Schwamm drüber. Der Umgang war insgesamt mit allen Kandidaten sehr fair. In einer Demokratie gehört der Wettbewerb dazu. Jeder Kandidat möchte persönlich gut abschneiden. Wenn diese Region jedoch auf Dauer einmal einen Abgeordneten aus Dorsten im Deutschen Bundestag haben möchte, sollte man sich gut überlegen, wenn man mit seiner Stimme unterstützt.

Bei der SPD bleibt es dabei, dass auch künftig immer die Bottroper den Ton angeben wird und die Dorstener und Gladbecker Sozialdemokraten aufgrund der innerparteilichen Mehrheitsverhältnisse nicht viel zu sagen haben.

 

Ihr politischer Senkrechtstart ist zunächst unterbrochen. Können Sie diesem Knick in der Laufbahn auch irgendetwas Positives abgewinnen? Gibt es in Ihrem Umfeld Menschen wie vielleicht Ihre Freundin, die sich auch ein bisschen freuen, dass Sie in den nächsten Jahren mehr Zeit für sie haben?

 

Volmering: Also der Knick in der Laufbahn von Herrn Steinmeier ist sicherlich größer. Ehrlich gesagt, sehe ich das auch nicht unbedingt als Knick in meiner Laufbahn an. Zu einer Demokratie und Wahlen gehören auch Niederlagen.

 

Ich habe dank eines tollen Teams in allen drei Städten und vor allem dank einer hochprofessionellen Dorstener CDU um Tobias Stockhoff zugelegt. Die Kandidatur war eine Chance für mich. Zu keinem Zeitpunkt war ich der Favorit für den Gewinn des Direktmandats. Das die Reserveliste nicht zieht, lag nicht in unserer Macht.

Mein Umfeld, meine Familie und meine Freundin haben mitgefiebert und hätten sich natürlich gefreut, wenn es geklappt hätte. Aber zukünftig mit seiner Freundin mehr Zeit zu haben, ist ja auch nicht das Allerschlimmste! (lacht)

 

Es hilft nichts, allzu lange die Wunden zu lecken - richten wir den Blick nach vorn. Sie sind erst vor kurzem aus Bocholt nach Dorsten-Rhade gezogen. Werden Sie jetzt in Ihre alte Heimat zurückkehren oder wollen Sie langfristig in Dorsten bleiben?

 

Volmering: Ich habe die Dorstener und die Region sehr schätzen gelernt. Trotz meiner Arbeitsstelle in Bocholt sehe ich meine Zukunft hier.

 

Auch für die Dorstener CDU ist es eine Riesen-Überraschung, dass jetzt ein Politiker von Ihrem Kaliber unerwartet im Kalender Termine frei hat. Am Dienstagabend gab es eine Vorstands-Sitzung: Werden Sie jetzt kommunalpolitisch aktiv?

 

Volmering: Fest steht, ich werde weiter politisch aktiv sein. In welcher Form dies sein wird, entscheiden die nächsten Wochen und Monate. Und mein Kalender ist nun so frei auch nicht. Immerhin führe ich als JU-Chef in NRW einen Verband mit knapp 35.000 Mitgliedern und 54 Kreisverbänden. Die wollen den Landesvorsitzenden natürlich auch mal sehen.

 

Streben Sie über den JU-NRW-Vorsitz hinaus jetzt weitere Funktionen auf Landesebene an?


Volmering: Nein. Ich würde gerne auf dem NRW-Tag 2010 noch einmal als JU-Chef antreten, weil mir diese Arbeit viel Spaß macht und ich dadurch auch Kontakte habe, die ich für Dorsten einsetzen möchte.

 

Am Wichtigsten ist der Blick vier Jahre voraus. Ist für Sie heute schon klar, dass Sie 2013 einen zweiten Anlauf für den Sprung nach Berlin nehmen wollen? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden, damit es dann garantiert klappt?

 

Volmering: Garantien gibt es im Leben bis auf die unerfreuliche des Todes nun mal keine. Was in vier Jahren ist, kann zum heutigen Zeitpunkt kein Mensch sagen. Das politische Geschäft ist sehr schnelllebig. Ich habe mich sehr über die positiven Reaktionen auf meine Kandidatur gefreut. Einem zweiten Anlauf stehe ich nicht abgeneigt gegenüber. Aber alles hat seine Zeit.

  

Die Fragen stellte Klaus-Dieter Krause von der Dorstener Zeitung.