Archiv März 2009
„Schuldlos schuldig zu werden“
Im Anschluss an den Film von Hellmut Sitó Schlingensiepen kam es zu einer angeregten Diskussion.Angeregte Diskussion über die Ethik Dietrich Bonhoeffers nach Gottesdienst und Film „Wer glaubt, der flieht nicht…“
Dorsten – Nach Kardinal von Galen am Montagabend stand am Donnerstagabend bei der zweiten Veranstaltung unter dem Titel „Der Christ in der Gesellschaft“ der evangelische Theologe und Pfarrer Dietrich Bonhoeffer im Focus einer gemeinsamen Veranstaltung von evangelischer Kirchengemeinde Dorsten und CDU-Stadtverband Dorsten. „Wer war dieser Mann, den viele kennen, von dem aber nur wenige wirklich etwas wissen“, leitete Pfarrer Karl-Erich Lutterbeck den Gottesdienst ein, zu dem er und CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff einluden.
In seiner Predigt stellte Lutterbeck zunächst die Lebensdaten des Märtyrers vor, der wenige Wochen vor Kriegsende im KZ Flossenbürg auf persönlichen Befehl Hitlers ermordet wurde. Bonhoeffer wurde am 04. Februar 1906 als sechstes von acht Kindern in Breslau geboren. Nach seinem Abitur, mit 17 Jahren, studierte er Theologie und promovierte bereits mit 21 Jahren. Mit 24 Jahren war er schon Dozent. Er war Mitglied der „Bekennenden Kirche“, einem Teil der evangelischen Kirche, welche auf Distanz oder sogar Widerstand zum Naziregime ging. Während des Krieges schloss er sich dem Widerstandskreis um Admiral Canaris über seinen Schwager Hans von Dohnanyi an. Ein Aufenthalt in den USA im Jahre 1930 und ein intensiver Kontakt mit der Spiritualität der Farbigen machte „wohl seine Wendung vom Theologen zum Christen“ aus, so Lutterbeck. Im zweiten Teil seiner Predigt ging Lutterbeck auf die Verantwortungsethik von Dietrich Bonhoeffer ein: „Bonhoeffer lehnt eine reine Normethik ab, nach der unabhängig von der Situation klar ist, was gut und was böse ist.“ Vielmehr lege er Wert auf die Verantwortung vor Gott und seinem Gewissen. Mit den Worten „Schuldlos schuldig zu werden“ beschrieb Lutterbeck diesen Umstand: „Ein Christ, ‚der dem Rad in die Speichen’ fällt, bevor ein anderer überfahren wird, folgt konsequent Christus nach.“ Er nahm mit seinem Entschluss, Hitler ermorden zu wollen, als Pazifist in Kauf, dass Gebot „Du sollst nicht töten“ zu brechen. „Dennoch ändert das das für Bonhoeffer nichts an der Schuldhaftigkeit seines Handelns.“
Im zweiten Teil der Veranstaltung zeigte Hellmut Sitó Schlingensiepen seinen Bonhoeffer-Film „Wer glaubt, der flieht nicht…“, im Jahre 2006 für die International Bonhoeffer Gesellschaft erstellt hatte. Zunächst erläuterte Schlingensiepen seine Motivation für den Film, der kein Abspulen von biographischen Lebensstationen war, sondern vielmehr über Bilder, Musik und Zitate den Charakter und die Herausbildung der Ethik von Bonhoeffer skizzierte. So habe Bonhoeffer sich immer seiner Verantwortung gestellt. Er schrieb an seinen Freund, den amerikanischen Theologe Reinhold Niebuhr: „Ich habe kein Recht, an der Wiederherstellung des christlichen Lebens in Deutschland nach dem Kriege mitzuwirken, wenn ich nicht die Prüfungen dieser Zeit mit meinem Volk teile.“ „Bonhoeffer wird ein wichtiger moralischer Rückhalt für die Christen im Widerstand“, so Schlingensiepen. Im Anschluss an den Film kam es zu einer anregten fast einstündigen Diskussion. Dabei stellte Bürgermeister Lambert Lütkenhorst die Frage, wie man Bonhoeffers Verantwortungsethik in die heutige Zeit wohl übertragen könne. „Es gibt wohl nicht die Antwort“, wie Schlingensiepen feststellte. Dennoch könne Bonhoeffer eine Hilfestellung sein, um diese Frage für sich zu beantworten.
Für Pfarrer Karl-Erich Lutterbeck und CDU-Chef Tobias Stockhoff, standen wie auch schon am Montagabend für Pfarrer Siegbert Hellkuhl von der katholischen Kirchengemeinde St. Matthäus Wulfen fest, dass man sich in Zukunft eine Fortsetzung der Reihe sehr gut vorstellen kann. „Die Veranstaltungen und Gottesdienste haben zu wichtigen Diskussionen geführt und zeigen Wege von Christen in der Gesellschaft auf, ohne dabei absolute Antworten vorzugeben“, stimmen die Veranstalter überein.
Bilingual von Anfang an
Die Mitglieder des CDU-Arbeitskreises "Schule" im Gespräch mit Schulleiterin Ulrike Altemark.CDU-Arbeitskreis „Schule“ in der Wilhelm-Lehmbruck-Schule
Östrich – Der Arbeitskreis „Schule“ der CDU-Fraktion setzte seine Besuchsreihe der Dorstener Grundschulen fort und stattete gemeinsam mit Vertretern des CDU-Ortsverbandes Hardt/Östrich der Wilhelm-Lehmbruck-Schule einen Besuch ab.
Schulleiterin Ulrike Altemark berichtete, dass die Schülerzahl an ihrer Schule zwischen 70 und 90 Schülern schwanke. Stolz konnte sie den Christdemokraten auch einen neuen Schwerpunkt ihrer Schule vorstellen. „Ab diesem Schuljahr erteilen wir fünf Stunden in englischer Sprache“, erläutert Altemark das bilinguale Angebot ihrer Schule. Dabei greift die Schule nicht nur auf speziell fortgebildete Lehrkräfte zurück, sondern bezieht auch externen Sachverstand mit ein. „Die Qualität ist uns dabei ganz wichtig“, betont die Schulleiterin. Auch das Ganztagsangebot der Grundschule erfreue sich großer Beliebtheit. „Rund 40 Prozent der Schüler nehmen dieses Angebot in Anspruch“, berichtet die Schulleiterin. Am Nachmittag gebe es neben der Hausaufgabenbetreuung auch viele weitere Angebote, wie Lesen, Sport und Reiten.
Ab Januar stehen der Schule in einem Anbau auch ein Bewegungsraum und neue Toilettenanlagen zur Verfügung. Schulleiterin Ulrike Altemark berichtete, dass der Förderverein der Schule einen wesentlichen Beitrag zur Realisierung des Vorhabens geleistet hat. Diesem Lob konnten sich die Christdemokraten nur anschließen. „Es ist schon beeindruckend, wie sich die Östricher für ihre Wilhelm-Lehmbruck-Schule einsetzen“, ist CDU-Fraktionsvorsitzender Bernd Schwane fasziniert. Einen Wunsch gab Schulleiterin Altemark den Christdemokraten mit auf den Weg. Die Außenanlagen des Neubaus müssen noch gestaltet werden. Schwane versprach, sich mit der Verwaltung in Verbindung zu setzen, damit der Außenbereich möglichst bald fertiggestellt werden kann.
"Wer glaubt, der flieht nicht..."
Helltmut Sitó SchlingensiepenGottesdienst und Vortrag der ev. Kirchengemeinde Dorsten und des CDU-Stadtverbandes Dorsten zum Märtyrer Dietrich Bonhoeffer
Dorsten – Am Donnerstag (26.03.3009) laden die evangelische Kirchengemeinde Dorsten und der CDU-Stadtverband Dorsten zur zweiten Veranstaltung unter dem Motto „Der Christ in der Gesellschaft ein“. Dabei steht eine Person der neusten Geschichte im Mittelpunkt, die durch ihr Leben und ihr Wirken eine Antwort auf die Frage gegeben hat: „Wie kann oder auch muss sich ein Christ in Staat und Gesellschaft einbringen?“. „Uns war wichtig, dass wir die Antwortsuche auf diese Frage mit christlichen Lebensbildern verbinden“, begründet Pfarrer Karl-Erich Lutterbeck von der evangelischen Kirchengemeinde die Motivation der Veranstalter.
Um 19.00 Uhr feiert Lutterbeck gemeinsam mit den Gottesdienstteilnehmern einen Gottesdienst in der evangelischen Johanneskirche in Gedenken an den Märtyrer Bonhoeffer, der wenige Tage vor Kriegsende durch die Nationalsozialisten ermordet wurde. Gegen 20.00 Uhr gibt es dann im evangelischen Gemeindezentrum einen Filmvortrag zum Leben von Dietrich Bonhoeffer. Der Kommunikationsdesigner Hellmut Sitó Schlingensiepen führt seinen mit dem Comenius EduMedia Siegel für exemplarische Bildungsmedien ausgezeichneten Film „Wer glaubt, der flieht nicht…“ vor und steht im Anschluss für Fragen der Zuschauer zur Verfügung.
Zum Gottesdienst und zum Filmvortrag sind alle Bürger herzlich eingeladen. „Die Veranstaltung ist nicht parteipolitisch“, betonen die beiden Veranstalter Pfarrer Karl-Erich Lutterbeck und CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff noch einmal abschließend. Eine Einladung kann im Internet unter www.cdu-dorsten.de heruntergeladen werden.
Informationen zu Dietrich Bonhoeffer:
Dietrich Bonhoeffer wurde am 4. Februar 1906 als sechstes von acht Kindern in Breslau geboren. Nach dem Abitur mit bereits 16 Jahren, begann er in Tübingen und Berlin mit dem Theologiestudium. 1930 wurde er Privatdozent für Theologie an der Universität in Berlin. Nach einer zweijährigen Tätigkeit als Pfarrer in London, kehrte er im Frühjahr 1935 zurück und schloss sich der „Bekennenden Kirche“ an. 1936 verboten ihm die Nazis, Vorlesungen zu halten, 1938 erhielt er sogar Aufenthaltsverbot für Berlin und 1941 untersagte man ihm jede schriftstellerische Veröffentlichung. Er schloss sich der Widerstandgruppe um Admiral Canaris an, der Chef der militärischen Abwehr war. Am 5. April 1943 wurde Dietrich Bonhoeffer verhaftet und in das Militärgefängnis Berlin-Tegel gebracht. Im Februar 1945 wurde er gemeinsam mit anderen Häftlingen in das KZ Buchenwald, im April in das KZ Flossenbürg verlegt. Für seinen festen Widerstand aus christlicher Überzeugung und sein Eintreten für die Werte der Demokratie bezahlte er am 9. April mit seinem Leben.
„Nicht Hammer, sondern Amboss sein“
Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg MdL referierte zum Thema "Der Christ in der Gesellschaft"150 Besucher bei Heiliger Messe und Vortrag zu Kardinal von Galen – Sternberg: „Der Christ muss als Sauerteig in der Gesellschaft wirken“
Alt-Wulfen – Die beiden Veranstalter des Abends, Pfarrer Siegbert Hellkuhl von der St. Matthäus-Gemeinde und CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff konnten sehr zufrieden sein. 150 Besucher, darunter auch Bürgermeister Lambert Lütkenhorst und CDU-Landtagsabgeordneter Josef Hovenjürgen, folgten ihrer Einladung am Montagabend in die Matthäuskirche, um zunächst eine Messe zu Ehren des Seligen Clemens-August Kardinal von Galen zu feiern und im Anschluss einen Vortrag zum Thema „Der Christ in der Gesellschaft – Salz der Erde?! Licht der Welt!?“ von Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg MdL zu hören.
In der Predigt ging der aus Dinklage, dem Geburtsort von Kardinal von Galen, stammende Pfarrer Michael Kenkel auf den Seligen ein. Dabei wurde deutlich, dass Clemens-August Graf von Galen in sein Amt und die große Verantwortung hineinwuchs. Als elftes von dreizehn Kindern im Südoldenburgischen geboren genoss er eine katholische Erziehung. In der Kaiserzeit zum Priester geweiht, in Berlin und Münster während der Weimarer Republik als Pfarrer gewirkt. „Dass er 1933 Bischof von Münster geworden ist, kann man schon als Fügung bezeichnen. Erst durch den Verzicht von zwei Kandidaten ist er überhaupt auf die Kandidatenliste gekommen“, so Kenkel. Am berühmtesten seien seine Predigten 1941 gewesen. Dort verurteilte er mutig u. a. die Ermordung von behinderten Menschen. Die Verfolgung durch die Nazis blieb ihm nur erspart, da die Bevölkerung des Münsterlandes immer treu zum Bischof stand. „Dabei zog sich immer wieder das Ausspruch Galens: ‚Wir können in diesen Zeiten nicht Hammer, aber wir müssen Amboss sein.’ als Grundgedanke durch Galens Aussagen.“ Auch heutige müssten nach Meinung Kenkels die Christen mutig Widerspruch üben. Durch den Verlust der christlichen Sozialisation sei das aber immer schwieriger. „Man kann nur aus dem Glauben leben, wie Clemens-August, wenn man auch das ‚Handwerkzeug’ für den Glauben besitzt“, ermunterte Pfarrer Kenkel die Besucher, sich wieder mehr mit dem eigenen Glauben zu beschäftigen.
Der Münsteraner Theologe und Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg knüpfte mit seinem Vortrag an die Predigt an und betonte: „Heute scheint Religion völlig in die Privatsphäre abgeschoben zu sein.“ Aber, es gäbe auch zahlreiche Gegenbeispiele: „Bei solch schrecklichen Ereignissen wie in Winnenden stößt der Staat an seine Grenzen. Dann findet ganz selbstverständlich ein ökumenischer Trauergottesdienst statt.“ Weiter betonte er: „Immerhin besuchen jeden Sonntag über 4 Millionen Katholiken die Heilige Messe. Wer kann sonst an einem Tag regelmäßig so viele Menschen bewegen?“ Sternberg meinte, dass die beiden radikaleren Strömungen des Christseins: die linke Variante „reines Kontrastprogramm“ und die rechte Variante „Staat wird prinzipiell als atheistisch aufgefasst“ für ihn der falschen Wege seien. „Ich sehe vielmehr eine offenes Kirchenbild bzw. Bild des Christen. Keine Gleichförmigkeit mit der Gesellschaft. Stattdessen produktive Kraft in der Gesellschaft: „Der Christ muss Licht der Welt sein und als Sauerteig in der Gesellschaft wirken.“ Kirche als zivilgesellschaftlicher Akteur mit kritischen wie kooperativen Ansätzen. Dabei müsse man in vielen Punkten den Weg der Ökumene gehen und gemeinsam als Christen wahrgenommen werden. Seinen Vortrag, für den er viel Applaus erntete, schloss er ab mit einem Zitat von Carl-Friedrich von Weizsäcker: „Die Christen und die Kirchen haben nicht den Auftrag, die Welt zu verändern, aber wenn sie ihren Auftrag erfüllen, verändern sie die Welt.“
Am Donnerstag findet um 19.00 Uhr mit einem evangelischen Gottesdienst (ev. Johanneskirche) in Erinnerung an den evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer und um 20.00 Uhr eine Filmvorführung im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Dorsten der zweite Teil der Veranstaltung „Der Christ in der Gesellschaft“ statt.
„Der Christ in der Gesellschaft – Salz der Erde?! Licht der Welt?!“
Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg MdL, Photo: M. ThomasHeilige Messe und Vortrag der kath. Kirchengemeinde St. Matthäus und des CDU-Stadtverbandes Dorsten zum Seligen Clemens-August Kardinal von Galen
Alt-Wulfen – Die Veranstaltung am Montagabend (23. März 2009) beginnt um 19.00 Uhr in der St. Matthäus-Kirche in Alt-Wulfen mit einer Heiligen Messe zu Ehren des Seligen Clemens-August Kardinal von Galen. Zelebrant ist der Wulfener Pfarrer Siegbert Hellkuhl. Für die Festpredigt konnte man den aus dem Oldenburgischen stammenden Pfarrer Michael Kenkel gewinnen. Kenkel wird in seiner Predigt auf das Leben und Wirken des „Löwen von Münster“ eingehen. Gegen 20.00 Uhr referiert ebenfalls in der Kirche der Münsteraner Landtagsabgeordnete und Leiter der katholischen-sozialen Akademie des Bistums Münster (Franz-Hitze-Haus), Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg unter dem Motto „Der Christ in der Gesellschaft - Salz der Erde?! Licht der Welt?!“. Dabei wird Prof. Thomas Sternberg u. a. das Handeln des Bistumsseligen in die heutige Zeit übertragen. „Kardinal von Galen kann auch heutige noch Richtschnur sein, wenn man als Christ in Gesellschaft oder Politik Widerspruch üben muss“, sind sich die beiden Einlader Pfarrer Siegbert Hellkuhl und CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff einig.
Am Donnerstag, dem 26.03.2009 wird es dann einen Gottesdienst (19.00 Uhr) und eine gemeinsame Veranstaltung mit Filmvortrag (20.00 Uhr) der evangelischen Kirchengemeinde Dorsten und der CDU Dorsten zum evangelischen Pfarrer und Theologen Dietrich Bonhoeffer geben. Zu den Veranstaltungen und Gottesdiensten sind alle Bürger herzlich eingeladen. Eine Einladung kann im Internet unter www.cdu-dorsten.de heruntergeladen werden.
Informationen zu Kardinal von Galen:
Vielen gilt Kardinal von Galen als eine der Symbolfiguren des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Mit dem Titel „Löwe von Münster“ ging Bischof Clemens August Kardinal von Galen in die Geschichte ein. In Anwesenheit von Papst Benedikt XVI. wurde er 2005 seliggesprochen. 1878 wurde er auf der Burg Dinklage als Sohn des Grafen und Reichstagsabgeordneten des Zentrums, Ferdinand von Galen, im oldenburgischen Münsterland geboren. Seine Wirkungszeit als Bischof fiel praktisch mit der Dauer des Dritten Reichs zusammen. Am 23. Oktober 1933 wurde er nach seiner Pfarrtätigkeit in Berlin und Münster im Alter von nur 50 Jahren zum Bischof von Münster geweiht. Als einer der wenigen deutschen Kirchenführer wagte er es offen gegen das nationalsozialistische Unrechtsregime Stellung zu beziehen. Seine Predigten gegen Euthanasie und Naziterror in der St. Lamberti- und der Überwasserkirche fanden großen Anklang. Die ganze Zeit stand die münsterländische Bevölkerung hinter ihrem Bischof und bewarte ihn so vor der Gefangennahme durch die Nazis. Am 21. Februar 1946 ernannte ihn Papst Pius XII. in Anerkennung seiner aufrechten Haltung während der NS-Zeit zum Kardinal. Nur einen Monat später, am 22. März 1946, starb er an einer Blinddarm-Entzündung.
2009-03-2326_Einladung_Der Christ in der[...].pdf
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"Horst Köhler muss Bundespräsident bleiben!"
Bundespräsident Horst Köhler empfing vor einigen Wochen die Junge UnionCDU-Bundestagskandidat Sven Volmering darf im Mai den Bundespräsidenten mitwählen
Berlin/Dorsten – Am heutigen Donnerstag wählte der Landtag in Düsseldorf die 131 Delegierten der Bundesversammlung, die das Bundesland Nordrhein-Westfalen entsendet. Darunter ist auch der 32-Jährige CDU-Bundestagskandidat Sven Volmering, der im Wahlkreis 126 (Bottrop, Dorsten und Gladbeck) kandidiert. Volmering wurde auf Vorschlag der CDU-Landtagsfraktion in die Bundesversammlung gewählt. Die Bundesversammlung tritt am 23. Mai 2009 zusammen, um den (neuen) Bundespräsidenten zu wählen. Der CDU-Kandidat freute sich sichtlich über seine Wahl: „Es ist schon für mich eine große Ehre, dass ich das deutsche Staatsoberhaupt mitwählen darf.“
Auf seine Wahlabsicht angesprochen sagt Volmering ganz deutlich: „Horst Köhler muss Bundespräsident bleiben!“ Daher sei klar, dass er für den Amtsinhaber stimmen werde. „Der Bundespräsident macht eine sehr, sehr gute Arbeit. Er ist ein wirklicher bürgernaher Präsident, der gerade in der Zeit der Wirtschaftskrise als langjähriger Wirtschafts- und Finanzfachmach auch wichtige und notwendige gesellschaftliche Impulse geben kann“, ist sich der CDU-Bundestagskandidat sicher. Eine Wahl der SPD-Kandidatin Gesine Schwan oder gar des Linken-Kandidaten Peter Sodann kommt für Volmering hingegen nicht in Frage: „Herr Sodann bekennt sich ganz offen zur Planwirtschaft und Frau Schwan hat mit der Anbiederung an die Delegierten der Linken ihre eigenen Ideale aufgegeben. Das macht beide für mich unwählbar.“
Information zur Bundesversammlung:
Der Bundespräsident wird durch die Bundesversammlung gewählt. Diese tritt allein zu diesem Zweck alle 5 Jahre in Berlin zusammen. Neben den 612 Mitgliedern des Deutschen Bundestages setzt sie sich aus einer gleich hohen Zahl von Mitgliedern, die von den Landesparlamenten gewählt werden, zusammen. Die 13. Bundesversammlung 2009 besteht somit aus insgesamt 1.224 Mitgliedern. Die Zahl der Vertreterinnen und Vertreter der einzelnen Bundesländer ermittelt sich nach dem Verhältnis der jeweils aktuell festgestellten amtlichen Bevölkerungszahl. Nordrhein-Westfalen entsendet als bevölkerungsreichstes Land 131 Mitglieder. Auf dem gemeinsamen Wahlvorschlag aller vier Landtagsfraktionen stehen für die nordrhein-westfälische CDU 63 Delegierte, für die SPD 53, die FDP 8 und für die Grünen 7 Delegierte.
„Mensing ist das Aushängeschild für Dorstens Innenstadt“
Mensing-Geschäftsführer Stephan Reken stellte den Christdemokraten das Modehaus Mensing vorCDU besucht Modehaus Mensing und informiert sich über den Textileinzelhandel – Hoher Stammkundenanteil
Altstadt – Die ausgesprochen hohe Teilnehmerzahl machte bereits deutlich, wie sehr sich die Mitglieder der CDU Dorsten mit dem Modehaus Mensing in Dorstens Innenstadt identifizieren. Der Dorstener Mensing-Geschäftsführer Stephan Recken konnte daher am Dienstagabend im Rahmen der Aktion „CDU vor Ort“ zahlreiche Mitglieder des CDU-Stadtverbandsvorstandes, des Vorstandes der CDU Altstadt/Feldmark sowie der CDU-Teilfraktionen „Wirtschaft“ und „Umwelt und Planung“ begrüßen.
Zunächst stellte Reken den Christdemokraten das Unternehmen Mensing vor, das seit vielen Jahren auf eine sehr hohe Kundenbindung setzen würde: „Bei uns kommt die Beratung des Kunden nicht zu kurz. Dafür nehmen wir gerne Geld in die Hand und schulen regelmäßig unsere Mitarbeiter.“ Diese hohe Kundenbindung zahle sich auch für das Unternehmen aus. Dorsten habe einen sehr hohen Stammkundenanteil, was die CDU’ler anhand ihrer Kundenkarten nur bestätigen konnten. Weiter verdeutlichte der Mensing-Geschäftsführer, dass sich in den letzten Jahren in der Bekleidungsbranche vieles verändert habe, Mensing sich aber dem Wettbewerb mit immer neuen Ideen stelle. „Hersteller wie z. B. Gerry Weber, Tommy Hilfiger oder Marc O' Polo haben inzwischen ihre eigenen Bereiche in Bekleidungshäusern. Häufig sogar mit einer eigenen Gestaltungs- und Ausstattungsform“, so Reken. In diesem Zusammenhang wolle Mensing dann durch eine gute Kundenberatung zusätzliche positive Akzente setzen.
In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass sich die CDU die Dorstener Altstadt ohne Mensing nicht vorstellen kann. „Das Modehaus Mensing ist das Aushängeschild für Dorstens Innenstadt. Ist Frequenzbringer für die anderen Geschäfte und auch immer Impulsgeber für neue Ideen bei der Geschäftsstrategie der Dorstener Innenstadt“, so CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff. Die Union werde in den nächsten Monaten auch mit den leider nur beschränkten politischen Möglichkeiten versuchen, bei der Lösungsfindung zu helfen. „Mensing ist der Garant dafür, dass die Menschen in Dorsten auch weiter preiswert qualitativ-hochwertige Bekleidung einkaufen können. Das muss in Zukunft so bleiben“, betonte das Altstädter CDU-Urgestein Alfons Schulze-Oechtering. Stephan Reken gab abschließend ein klares Statement ab: „Wir bekennen uns zum Standort Dorsten. Auch in Zukunft!“
Infos zum Unternehmen:
Mensing wurde 1922 in Bottrop als klassischer „Herren- und Knabenausstatter“ gegründet. Heute bietet das traditionelle Familienunternehmen seinen Kunden an den Standorten Bottrop, Dorsten, Kleve, Lingen, Rheine und Wesel ein vielfältiges Sortiment sorgfältig ausgesuchter internationaler Marken- und Designermode. Mit etwa 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehöre Mensing größentechnisch zu den mittleren Bekleidungshäusern in Deutschland. Seit inzwischen fast 50 Jahren (1959) ist Mensing auch in Dorstens Altstadt ansässig. Mit der Eröffnung des Damenhauses am Marktplatz im Jahre 1989 inzwischen sogar mit zwei Häusern.
„Gute Zusammenarbeit von Stadt und Polizei ausbauen“
CDU-Ziel: Erhalt der Polizeiwache in WulfenCDU sprach mit dem Vorsitzenden des Polizeibeirates – Lob für Arbeit der Polizei vor Ort und Kritik an Informationspolitik der Polizeipräsidentin
Dorsten – In der vergangenen Woche sprachen CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff und CDU-Fraktionsvorsitzender Bernd-Josef Schwane mit dem Vorsitzenden des Polizeibeirates Ludger Samson sowie mit dem Polizeibeiratsmitglied Franz-Josef Thorwesten über die aktuelle Sicherheitssituation in Dorsten. Zuvor informierte man sich beim Ersten Beigeordneten der Stadt Dorsten, Ordnungsdezernent Gerhard Baumeister, über die Eindrücke der Stadt zum Zusammenwirken mit der Polizei. Dabei lobte Baumeister ausdrücklich die Kooperation der letzten Monate.
„Wir sehen die intensivere Zusammenarbeit von Polizei und Stadt, die sich in den letzten Monaten stärker herausgebildet hat, sehr positiv“, betont CDU-Chef Stockhoff. Dadurch würde sich z. B. die Situation am Busbahnhof in die richtige Richtung entwickeln und entschärfen. Auch das Vorgehen gegen die „BB5“-Jugendbande sei erst durch das gemeinsame Handeln von Schulen, Stadt und Polizei möglich gewesen. „Die gute Zusammenarbeit von Stadt und Polizei der letzten Monate muss daher weiter ausgebaut werden“, ist für Bernd-Josef Schwane klar. Auf den konzentrierten Einsatz der Polizei am Freitag in Dorstens Altstadt sei die Union von zahlreichen Bürgern positiv angesprochen worden. Der neue Wachleiter Norbert Jendrilek sowie dessen Kollegen würden einen hervorragenden Job machen. „Leider ist noch nicht in allen Stadtteilen für die Bürger sichtbar, dass der Bezirksdienst – also der ‚Schutzmann um die Ecke‘ – nach der Strukturreform verstärkt wurde. Gerade dieser trägt zum subjektiven Sicherheitsempfinden der Bürger maßgeblich bei“, sagt Tobias Stockhoff. Daher müsse die Polizeipräsidentin jetzt ihre Ankündigungen für die Gesamtstadt einlösen.
Nach Meinung der Union müsse in den nächsten Monaten noch weiter verstärkte Präsenz in den Angsträumen, wie z. B. Bahnhof/Busbahnhof gezeigt werden. „Aber auch aus Barkenberg und Holsterhausen erreichen uns z. B. im Bereich ‚Berliner Platz‘ immer häufiger Beschwerden“, so Schwane. Ein wichtiges Ziel der CDU Dorsten bleibe der Erhalt der Wache in Wulfen. Polizeibeiratsvorsitzender Samson versprach, diese Punkte bei der nächsten Sitzung anzusprechen.
Weniger zufrieden sei die CDU hingegen mit der Kommunikation der Polizeipräsidentin. Es könne nicht sein, dass sie nicht zu einem Dialog mit der Politik und Bürgern bereit sei. So hatte Giere den Wunsch der Fraktionsvorsitzenden im Dorstener Rat abgelehnt, ein Gespräch über die Organisationsstruktur der Polizei sowie die Sicherheitslage in Dorsten zu führen. Gleiches sei auch in Bottrop passiert. „Von uns Kommunalpolitikern erwartet sie dann aber, dass wir ihre Reformen dem Bürger erläutern, obwohl diese manchmal auf den ersten Blick wie eine Verschlechterung aussehen. Ihre Vorgängerin hat sich noch selber in Bürgerforen den Fragen der Menschen gestellt“, bemängelt Stockhoff. Aus Sicht der Union sei es auch nicht gerade förderlich, dass eine reine Besichtigung der Polizeiwache in Dorsten aufgrund ihres Vetos nicht möglich sei. Dass es auch anders gehe, zeige der Münsteraner Polizeipräsident Hubert Wimber. Für diesen sei der Kontakt zur lokalen Politik selbstverständlich. Als weiteres positives Beispiel für den offenen Umgang mit der Bürgerschaft nannte Stockhoff die Bundeswehr mit dem Munitionsdepot Wulfen. „Dr. Giere muss klar werden, dass Politik nur dann Bürger objektiv informieren kann, wenn Politik selber informiert wird. Der nicht-öffentliche Polizeibeirat ist eine Möglichkeit. Das offene Gespräch mit der Politik eine andere“, sagt Schwane abschließend. Dabei betont die Union, dass es bei solchen Gesprächen natürlich nicht um Einzelfälle oder spezielle Einsatztaktik gehen könne, sondern lediglich um die Struktur und die Grundrichtung der Polizeiarbeit in einer Stadt.
"Mehr konservative Akzente"
CDU-Bundestagskandidat Sven VolmeringDas Land braucht weniger Liberale, mehr visionäre Christdemokraten und viel mehr innere Sicherheit - meint Sven Volmering, der Landesvorsitzende der Jungen Union
Interview von
Sven Volmering widerspricht jedem Politikerklischee. Beispielsweise hat der 32-Jährige einen Beruf außerhalb der Politik als Lehrer. Dabei führt er die Junge Union in NRW und sitzt im CDU-Landesvorstand. Außerdem liegt ihm die verklausulierte Sprache so mancher Parteifreunde fern. Greift er die Konkurrenz an, macht er das auch deutlich - wie in diesem Gespräch.
Welt am Sonntag:
Herr Volmering, Sie beschreiben die Stimmung der CDU-Basis als "sehr sehr ernst". Seit wann ist die CDU so ernst?
Sven Volmering:
Seit 2005. Die große Koalition in Berlin hat von Anfang an die Atmosphäre gedämpft. In den letzten Wochen hat sich die Situation aber verschärft - durch die vor Ort spürbaren Auswirkungen der Finanzkrise, durch schlechte Umfragewerte und den Eindruck, CDU und SPD agierten kaum mehr unterscheidbar.
Welt am Sonntag:
Stichwort Bankenverstaatlichung und Staatsintervention bei Opel.
Volmering:
Über diese Diskussionen gerät völlig in Vergessenheit, wie viel uns von der SPD unterscheidet. Das müssen wir vor allem im Bund ändern.
Welt am Sonntag:
Wie das?
Volmering:
Die Union muss über die Krise hinaus an die weitreichenden Reformpläne anknüpfen, mit denen sie 2005 in den Bundestagswahlkampf gezogen ist. Im Gegensatz zu vielen Sozialdemokraten ist der verstärkte Staatseinfluss für uns nur eine eng befristete Notlösung. Langfristig wollen wir Steuern senken, Bürokratie und Schulden abbauen und die sozialen Sicherungssysteme reformieren. Auch der Leipziger Parteitag...
Welt am Sonntag:
... der als Höhepunkt wirtschaftsliberaler CDU-Programmatik gilt ...
Volmering:
...bietet viele Anknüpfungspunkte für diese Ziele.
Damit fallen Sie Ministerpräsident Rüttgers in den Rücken. Der kritisiert die Leipziger Beschlüsse und flirtet mit Verstaatlichungen.
Volmering:
Jürgen Rüttgers ist kein Staatsfetischist, das ist ein Fehlurteil. Im Sinne der sozialen Marktwirtschaft hat er von Anfang an gefordert, der Staat dürfe nur vorübergehend und in gravierender Not intervenieren. Auch für ein Engagement bei Opel hat er klare Kriterien gefordert ...
Welt am Sonntag:
... wie führende Sozialdemokraten.
Volmering:
Aber in der SPD gibt es neben ein paar moderaten Feigenblättern scharenweise Staatsfetischisten, die das Rad langfristig zurückdrehen wollen auf das Diskussionsniveau der frühen 70er-Jahre.
Welt am Sonntag:
Was empfehlen Sie der CDU außer marktwirtschaftlichem Profil?
Volmering:
Mehr wertkonservative Akzente. Am besten geht es der Union immer dann, wenn alle ihre Flügel repräsentiert werden, auch der wertkonservative.
Welt am Sonntag:
Was heißt das konkret?
Volmering:
Zum Beispiel darf die Familienpolitik nicht zur Familienentmachtungspolitik mutieren. Der Ausbau der Betreuung für Kinder unter drei Jahren ist wünschenswert. Aber Politik muss genauso gut die Leistung von Eltern, die selbst erziehen, würdigen und finanziell fördern.
Welt am Sonntag:
Durch das Betreuungsgeld, das die große Koalition in Aussicht stellt?
Volmering:
Genau, das muss schnellstmöglich eingeführt werden. Auch damit unterscheiden wir uns von der SPD, die das Betreuungsgeld als Herdprämie verspottet. Ähnlich steht es beim Ausbau der Ganztagsschule: Anders als die SPD wollen wir nicht flächendeckend Ganztagsschulen einrichten und den Familien aufdrängen, sondern nur dort, wo Kommunen einen Bedarf bei Familien ermitteln. In der Schulpolitik müssen wir uns aber auch von der FDP abgrenzen.
Welt am Sonntag:
Weil sie Haupt- und Realschule zu einer Mittelschule fusionieren will?
Volmering:
Ja, die von der FDP vorgeschlagene Mittelschule ist ein Rückfall in Strukturdebatten der 70er-Jahre ...
... den auch CDU-Länder wie Hamburg und Sachsen betreiben.
Volmering:
Das ist mir unbegreiflich. Schon in der fünften Klasse sind die Leistungsunterschiede in einer Klasse groß. Besuchen Haupt- und Realschüler mit ihren unterschiedlichen Leistungsniveaus bis zur Zehnten den gleichen Unterricht, schadet das Leistungsstärkeren und -schwächeren gleichermaßen. Solange sich die FDP als Partei der Leistungsfreunde bezeichnet, sollte sie das dreigliedrige System in Ruhe lassen.
Welt am Sonntag:
Auch bei der inneren Sicherheit kollidieren CDU und FDP.
Volmering:
Allerdings. Bei der Union muss das Sicherheitsgefühl der Bürger immer gut aufgehoben sein. Deshalb stört viele, dass der Innenminister Wolf zu oft zum Jagen getragen werden muss.
Welt am Sonntag:
Immerhin hat er die Zahl der eingestellten Polizisten erhöht.
Volmering:
Aber nur nach massivem Druck der CDU-Fraktion. Sehr bedauerlich ist auch seine Weigerung, den Zuwanderungshintergrund von Straftätern zu registrieren, obwohl das für erfolgreiche Präventionsarbeit wichtig wäre. Schwarz-Gelb in Bayern und sogar Rot-Rot in Berlin haben sich auf dieses Ziel verständigt. Warum ausgerechnet die FDP in NRW so blockt, ist mir schleierhaft.
Welt am Sonntag:
Vielleicht weil sie Deutsche mit Zuwanderungshintergrund vor Verleumdungen schützen will.
Volmering:
Würde solch eine Registrierung Menschen mit Zuwanderungsgeschichte verleumden, wäre ich sofort dagegen. Aber es werden auch Alter, Geschlecht und Staatsbürgerschaft erfasst, was niemand für eine Verleumdung hält. Gerade Wolfs Weigerung verursacht bei vielen Menschen die Sorge, Politik verheimliche Probleme. Dieser Eindruck ist viel gefährlicher. In Fragen der inneren Sicherheit sollte die FDP in NRW mehr CSU wagen.
Welt am Sonntag:
Wünschen Sie sich einen CDU-Innenminister?
Volmering:
Erst müssen CDU und FDP die Wahl 2010 gewinnen...
Welt am Sonntag:
... aber danach ...
Volmering:
...hätte in der Jungen Union natürlich niemand etwas gegen einen CDU-Innenminister.
Quelle: Mit der freundlichen Genehmigung der Welt am Sonntag.
„Gute Chancen für Volmering“
Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers MdL gratulierte CDU-Bundestagskandidat Sven Volmering zum guten Listenplatz.Aussichtsreicher Listenplatz 28 auf der CDU-Landesliste für CDU-Bundestagskandidat Sven Volmering – Gewinn des Direktwahlkreises langfristiges Ziel der CDU
Mülheim/Dorsten – Am Samstag bestimmten 235 Vertreter auf der CDU-Landesvertreterversammlung die CDU-Landesliste NRW zur Bundestagswahl am 27. September 2009. „Wir freuen uns natürlich, dass unser Wahlkreiskandidat Sven Volmering mit Listenplatz 28 als Spitzenkandidat der Jungen Union NRW einen aussichtsreichen Listenplatz erhalten hat“, freut sich der Dorstener CDU-Stadtverbandsvorsitzende Tobias Stockhoff. Bei der Bundestagswahl 2005 zog die CDU-Landesliste bis Platz 33. „Bei einem ähnlichen Ergebnis wie 2005 bestehen damit gute Chancen für Sven Volmering“, sieht auch der Bottroper CDU-Kreisvorsitzende Hermann Hirschfelder gute Aussichten für den 32-Jährigen Studienrat bald dem Deutschen Bundestag anzugehören und damit als CDU nach Winfried Fockenberg (Bottrop/Gladbeck) und Renate Diemers (Dorsten) seit 1994 bzw. 2002 wieder einen Vertreter nach Berlin zu entsenden. Volmering bekam in der geheimen Abstimmung 99,1% der abgegebenen Stimmen.
„Den Wahlkreis 126 sehe ich als langfristige Herausforderung für die Union. Bei 40.000 Stimmen Differenz zum SPD-Bewerber im Jahr 2005 wäre der sofortige Gewinn des Direktmandates schon eine Sensation“, so Volmering, „Aber nicht unmöglich. Schließlich werden mit der Linkspartei auch für die SPD im Ruhrgebiet die Karten neu gemischt werden“, sieht der Gladbecker CDU-Chef Jürgen Watenphul zumindest gute Vorraussetzungen bei dieser Bundestagswahl den Abstand zum SPD-Bewerber sichtbar zu verkürzen. „Dabei wollen wir als Union natürlich auch bei den Erststimmen zulegen“, blickt der CDU-Kandidat optimistisch auf den Wahltermin. Zu den ersten Gratulanten gehörte am Samstag übrigens auch NRW-Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers MdL. Er wünschte Volmering viel Erfolg im Wahlkampf: „Mit Sven Volmering hat die CDU einen guten Kandidaten für die Städte Bottrop, Dorsten und Gladbeck gefunden.“
Volmering kandidiert im Bundestagswahlkreis 126 „Bottrop – Recklinghausen III“ in dessen Bereich die Städte Bottrop, Dorsten und Gladbeck liegen. Als inhaltliche Schwerpunkte nennt der CDU-Kandidat neben der Bildungs- und der Wirtschaftspolitik auch die Themen „Miteinander der Generationen“ und eine „nachhaltige Finanzpolitik“.
"Der Christ in der Gesellschaft."
"Der Löwe von Münster" - Seliger Clemens-August Kardinal von Galen [(c) Bistumsarchiv Münster] und Märtyrer Dietrich Bonhoeffer [(c) Landeskirchliches Archiv, Stuttgart]Veranstaltungen der kath. Kirchengemeinde St. Matthäus, der ev. Kirchengemeinde Dorsten und des CDU-Stadtverbandes Dorsten zu Dietrich Bonhoeffer und Clemens-August Kardinal von Galen
Alt-Wulfen/Dorsten – Unter dem Motto „Der Christ in der Gesellschaft“ laden die drei Veranstalter für den 23. und den 26. März 2009 ein. Dabei habe man sich zwei Personen aus der neusten Geschichte herausgesucht, die durch ihr Leben und ihr Wirken eine Antwort auf die Frage gegeben hätten: „Wie kann oder auch muss sich ein Christ in Staat und Gesellschaft einbringen?“. „Uns war wichtig, dass wir die Antwortsuche auf diese Frage mit christlichen Lebensbildern verbinden“, begründet Pfarrer Karl-Erich Lutterbeck von der evangelischen Kirchengemeinde die Motivation der Veranstalter. Dabei wäre man auf die beiden Personen Kardinal von Galen und Dietrich Bonhoeffer gestoßen. „Beide haben sich im dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte klar zur unveräußerlichen Menschenwürde bekannt und gezeigt, wann ein Christ mutig Widerspruch üben muss“, beschreibt der Pfarrer von St. Matthäus Siegbert Hellkuhl die beiden Theologen. „Vorbild für die beiden Veranstaltungen war für uns ‚Der Tag für das Leben’ im Jahre 2006 von Junger Union (JU) und der St. Matthäus Gemeinde zum Thema Lebensschutz. Damals kamen über 200 Besucher“, so CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff.
Am Montag, 23. März 2009 findet in der St. Matthäus-Kirche in Wulfen um 19.00 Uhr eine Heilige Messe zu Ehren des Seligen Clemens-August Kardinal von Galen statt. Er wurde im Jahre 2005 seliggesprochen und hat u. a. mutig in der Zeit des Nationalsozialismus gegen die Ermordung von behinderten Menschen gepredigt. Zelebrant ist Pfarrer Siegbert Hellkuhl. Für die Festpredigt zum Bistumsseligen konnte man den aus dem Oldenburgischen stammenden Pfarrer Michael Kenkel gewinnen. Im Anschluss gegen 20.00 Uhr referiert ebenfalls in der Kirche der Münsteraner Landtagsabgeordnete und Leiter der katholischen-sozialen Akademie des Bistums Münster (Franz-Hitze-Haus), Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg unter dem Motto „Der Christ in der Gesellschaft - Salz der Erde?! Licht der Welt?!“.
Der Donnerstag (26.03.2009) ist dann dem evangelischen Pfarrer und Theologen Dietrich Bonhoeffer gewidmet. Bonhoeffer wurde einige Wochen vor Kriegsende von den Nationalsozialisten ermordet. Um 19.00 Uhr feiert Pfarrer Karl-Erich Lutterbeck mit den Gottesdienstteilnehmern in der evangelischen Johannes-Kirche zunächst einen Gottesdienst in Gedenken an den Märtyrer Bonhoeffer. Ab ca. 20.00 Uhr laden dann die Veranstalter ins evangelische Gemeindezentrum am Südwall ein. Dort wird der Kommunikationsdesigner Hellmut Sitó Schlingensiepen seinen Bonhoeffer-Film „Wer glaubt, der flieht nicht…“ vorstellen. Im Anschluss besteht dann die Möglichkeit über den Film und die Person Dietrich Bonhoeffer zu diskutieren.
Die Veranstaltungen sind offen für jeden Interessierten und ohne jeden parteipolitischen Hintergrund. „Es geht uns um die generelle Frage nach der Stellung des Christen in der Gesellschaft“, sind sich die drei Einlader einig. Einladungen könnten unter info@cdu-dorsten.de oder (0 23 62) 2 33 38 bzw. bei den Kirchengemeinden angefordert und im Internet heruntergeladen werden.
2009-03-2326_Einladung_Der Christ in der[...].pdf
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„SPD hat Angst vor ihrer eigenen kommunalen Dorstener Bilanz“

CDU gegen einmalige Zusammenlegung der Kommunalwahl mit der Bundestagswahl – Stattdessen ab 2014 regelmäßige Kostenersparnis mit gemeinsamer Europawahl nutzen
Dorsten – „Ganz offensichtlich hat die SPD Angst vor ihrer eigenen mäßigen kommunalen Dorstener Bilanz, sodass sie sich hinter der Bundestagswahl verstecken möchte“, vermutet CDU-Pressesprecher Christian Heddier. Anders sei es nämlich nicht zu erklären, dass auch die Dorstener SPD den von der SPD-Landtagsfraktion herausgegebenen Resolutionsantrag an die Stadträte „mal wieder einfach abgeschrieben“ habe.
Die CDU spricht sich hingegen nach dem Urteil des Verfassungsgerichtes in diesem Jahr für einen eigenständigen und vorgezogenen Termin der Kommunalwahl aus. Ab 2014 kann dann die Kommunalwahl am Tag der Europawahl stattfinden. „Im Gegensatz zu einer einmaligen Zusammenlegung mit der Bundestagswahl, wo kommunale Themen neben der Kanzlerfrage völlig untergehen würden, wäre eine dauerhafte Zusammenlegung mit der Europawahl sinnvoll“, findet Heddier. Das sei übrigens auch die Meinung vieler Politikwissenschaftler und des Leiters des Forsa-Institutes Manfred Güllner, der ebenfalls die Gefahr eine Verdrängung kommunalpolitischer Themen durch die Bundestagswahl sieht. Heddier dazu: „Damit würde man auch den wichtigen Themen in unserer Stadt nicht gerecht werden.“ Europa- und Kommunalwahlen seien hingegen in den Augen der Bürger in etwa gleichwertig.
Auch das Kostenargument der SPD mit den zusätzlichen Mehraufwendungen von 32.000 € in Dorsten sei schief. „Zwar kostet uns das in diesem Jahr vorläufig 32.000 € mehr. Pro Wahlberechtigten also etwa 55 Cent. Das sollte uns Demokratie zwar auch so schon wert sein, aber bereits in fünf Jahren 2014 hat sich das ganze bei der ersten gemeinsamen Kommunal- und Europawahl kompensiert. Und danach wird es sogar dauerhaft günstiger für die Bürger“, erläutert Heddier. Kommunalwahlen und Bundestagswahlen finden im Regelfall nämlich nur alle 20 Jahre zusammen, weil die Wahlperioden mit fünf bzw. vier Jahren unterschiedlich sind. Die Wahlperiode des Europa-Parlamentes beträgt hingegen auch fünf Jahre, sodass Kommunalwahl und Europawahl dauerhaft gemeinsam stattfinden können. „Auch hier zeigt sich wieder einmal, dass die SPD eine kurzsichtige und populistische Politik betreibt und nicht nach langfristigen Lösungen sucht“, bemängelt der CDU-Pressesprecher.
„Der Lissabonvertrag stärkt die Rechte des Bürgers“
CDU-Europaabgeordnete Dr. Renate Sommer referierte vor einem interessierten PublikumCDU-Europaabgeordnete Dr. Renate Sommer referierte auf der Hardt zum Thema „Demokratiedefizit in der EU“
Hardt – Gut besucht war am Freitagabend die Europaveranstaltung des CDU-Ortsverbandes Hardt/Östrich und der Frauen Union Dorsten. Als Referentin konnte man die Herner CDU-Europaabgeordnete Dr. Renate Sommer begrüßen. Unter den Gästen war auch CDU-Fraktionsvorsitzender Bernd-Josef Schwane und CDU-Stadtverbandvorsitzender Tobias Stockhoff. „Wir haben bewusst kritische Themen, wie Demokratiedefizit in der EU, angesprochen. Schließlich stehen viele Deutsche der Europäischen Union (EU) eher kritisch gegenüber und wollen nicht an der Europawahl teilnehmen“, leitete CDU-Ortsverbandsvorsitzender Dr. Thomas Grund ein.
Gleich zu Beginn wies die Europaabgeordnete darauf hin, dass der Europäische Gedanke zumindest in Mitteleuropa seit Jahrzehnten den Frieden sichern würde: „Das vergisst man allzu schnell. Unsere Eltern und Großeltern haben die Leiden eines Krieges noch alle hautnah erlebt. Wir kennen zum Glück keinen Krieg mehr bei uns. Das ist auch ein Verdienst der Europäischen Einigung.“ Dieses Argument könne aber alleine nicht ausreichen. Für die Menschen sei eine Zuordnung sehr schwierig: „Was machen die da eigentlich in Brüssel oder Straßburg?“ Und diese Frage müsste man nach Sommer durch praktische Beispiele beantworten. So habe z. B. das Europäische Parlament die Rechte von Fluggästen und Bahnfahrern gestärkt. Darüber hinaus sei es eine europäische Initiative gewesen, dass die Mobilfunkbetreiber die Roaminggebühren (Handyanrufe aus dem Ausland) haben deutlich senken müssen. Daneben sei aber gerade auch in der aktuellen Wirtschaftskrise deutlich geworden, dass der EURO nicht zum Schaden für unser Land gewesen sei. „Auch in Irland, die den Lissabonvertrag abgelehnt haben, zeichnen sich immer mehr EU-Befürworter ab. Der Euro hat Irland, die vor der Finanzkrise als Musterland dastanden, vor dem Schlimmsten bewahrt“, führte Sommer aus. Weiter sei wichtig, dass der Lissabon-Vertrag nun endlich von allen Mitgliedsstaaten akzeptiert würde: „Die Regeln nach denen wir aktuell in der EU mit 27 Staaten arbeiten, stammen noch aus der Zeit, als es die EWG mit 6 Mitgliedsländern war.“ und ergänzte: „Der Lissabonvertrag stärkt die Rechte des Parlaments und damit der Bürger. Denn das Parlament ist im Gegensatz zum EU-Ministerrat und zur Kommission direkt von den Menschen gewählt.“
Dass auch der einzelne EU-Parlamentarier Einfluss habe, zeigte Sommer an verschiedenen Beispielen auf. So hätten viele Christdemokraten aus Deutschland an zahlreichen Stellen verhindern können, dass es in der EU zu einer Überregulierung kommen würde. „Wir setzen uns weiter dafür ein, dass die Sozialpolitik in den Händen der Mitgliedsstaaten bleibt. Viele Sozialdemokraten sind da anderer Ansicht. Wie sollte es aber funktionieren, dass in Polen die Menschen das gleiche soziale Sicherungssystem mit den gleichen Sätzen wie in Deutschland hätten, aber gerade mal soviel im Durchschnitt verdienen, wie der deutsche Durchschnittsverdiener jeden Monat in die Sozialkassen zahlt?“ Die Vorsitzende der Dorstener Frauen Union Gaby Kleffmann bedankte sich abschließend: „Wir haben gesehen, dass Europa uns viel näher ist, als wir häufig denken. Immerhin stammen 75-80% der Gesetze aus Brüssel oder werden zumindest dort in den Grundlagen gemacht.“
„Dorsten soll auch in Zukunft eigenständig bleiben“
Die SPD will Dorsten ins Ruhrgebiet umsiedeln.CDU gegen Bauchentscheidung bei der Zugehörigkeit zu möglichem neuen Regionalbezirk und für objektive Entscheidungsfindung
Dorsten – „Man wird wohl kaum daran festmachen können, dass Dorsten zum Ruhrgebiet gehört, weil hier einmal Bergbau stattgefunden hat. Oder will die SPD Dorsten die Stadt Ibbenbüren zu einer Ruhrgebietsinsel im tiefsten Münsterland machen oder Moers zu einer Insel des Ruhrgebiets umgeben vom Niederrhein? In beiden Städten gibt es nämlich auch Steinkohlebergbau“, fragt sich CDU-Pressesprecher Christian Heddier. Auch die Argumentation, dass eine Stadt, weil Berufspendler ins Ruhrgebiet führen und die Freizeittouristen aus dem Ruhrgebiet nach Dorsten oder Haltern am See kämen, Ruhrgebiet wäre, sei mehr als oberflächlich. „Schließlich gehört das Sauerland auch nicht zu den Niederlanden, obwohl es dort viele Kurztouristen aus unserem westlichen Nachbarland gibt“, schmunzelt Heddier.
Vielmehr müsse diese Diskussion versachlicht werden. „Unser dauerhaftes Ziel als CDU ist: Dorsten soll auch in Zukunft eigenständig bleiben“, betont CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff. Die von SPD-Landrat Jochen Welt und der Kreis-SPD vorgeschlagene „Veststadt“ lehnen die Christdemokraten durchweg ab. „Wir haben bereits bei der kommunalen Neuordnung 1975 gesehen, dass größer nicht automatisch gleich besser bedeutet“, erläutert Stockhoff. Es dürfe nicht sein, dass Dorsten in Zukunft seine Eigenständigkeit verlieren würde, weil es in einer Zwangsehe aller zehn Städte des Kreises zur Veststadt aufgehen müsse, um damit mit den großen Städten des Ruhrgebietes wie Essen oder Dortmund mithalten zu können. „Mit 78.000 Einwohnern wären wir in Bayern eine Universitätsstadt und in Schleswig-Holstein die viertgrößte Stadt des Landes“, vergleicht der CDU-Chef. Die CDU vermutet vielmehr, dass die SPD auf Dauer das Ziel der Ruhrstadt verfolge. „Ob wir in unserer Randlage zum Ruhrgebiet dort als ein Stadt am äußersten Rad gut aufgehoben wären, mag jeder für sich beurteilen“, so Heddier. Die Union befürchtet jedenfalls, dass Dorsten in Konkurrenz zu Essen, Dortmund, Bochum oder Duisburg auch innerhalb einer Ruhrstadt den Kürzeren z. B. bei Fördergeldern oder Bahnverbindungen ziehen würde.
„Wir sollten daher überlegen, in welchen Bereich wir mit gleichstarken Mitbewerbern der Zukunft besser begegnen können“, meint Stockhoff. Dabei sei die aktuelle Stellung im Regierungsbezirk Münster für Dorsten nicht die schlechteste. „In Münster ist bekannt, dass die Emscher-Lippe-Region mitten im Strukturwandel steckt und Hilfe braucht. Da kommt Hilfe bei uns an und nicht in Dortmund oder Bochum. Man denke nur an die zahlreichen Förderprogramme, die aktuell auch über die Bezirksregierung betreut würden“, erklärt Christian Heddier. Dabei könne Dorsten durchaus als angrenzende Gemeinde von einer Ruhrstadt profitieren. „In Metropolregionen wie Berlin, München oder Hamburg geht es den anliegenden Gemeinden und Städten meistens wesentlich besser als den äußersten Randstadtteilen der Metropolen, die leider kaum Beachtung bei den Entscheidungsträgern der Metropolen fänden“, so Heddier. Nun gelte es für Dorsten und die Bürger objektiv abzuwägen.
CDU setzt Zeichen der Geschlossenheit
Das Ratskandidatenteam der CDU mit dem Spitzenkandidaten Bürgermeister Lambert Lütkenhorst sowie CDU-Landratskandidat Josef Hovenjürgen MdL und CDU-Bundestagskandidat Sven VolmeringCDU wählte Ratskandidaten – Bürgermeister Lambert Lütkenhorst führt die Reserveliste an
Dorsten – „Natürlich ist mit dem Mitgliedersystem auch ein gewisses Risiko bei Kampfkandidaturen in der Außendarstellung verbunden“, sagte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff am Donnerstag zu Beginn des CDU-Stadtparteitages. Dieses Risiko würde man als CDU aber gerne eingehen. „Wir wollen, dass sich unsere Mitglieder an allen wichtigen Entscheidungen über Inhalte und Personal direkt beteiligen können“, so Stockhoff. Daher habe man erstmalig in der Geschichte der CDU Dorsten die Ratskandidaten auf einem Mitgliederparteitag aufgestellt. Im Gegensatz zur SPD habe man nicht auf handverlesene Funktionäre gesetzt. „Bürgerbeteiligung sollte nämlich schon bei der Beteiligung der eigenen Mitglieder anfangen“, betonte der CDU-Chef. 95 stimmberechtigte CDU-Mitglieder folgten neben etwa 50 weiteren Gästen aus Verbänden, Vereinen, Wirtschaft und Institutionen der Einladung der Dorstener Union.
Stockhoff betonte zu Beginn in seiner Rede, dass sich der rot-grüne Bürgermeisterkandidat endlich erklären müsse, ob er nach der Wahl mit der SED-Nachfolgepartei „Die Linke“ in Dorsten kooperieren wolle. Dessen Vergangenheit und seine ausgezeichneten Kontakte in die Linkspartei hinein würden das aktuell nahelegen und bei vielen Menschen die Frage aufwerfen: „Er ist in diesem Punkt ganz bestimmt ‚kein Braven’, wie man hier sagen würde. Er ist ein Vertreter einer extrem linken Ideologie“, so Stockhoff.
Bei den sich daran schließenden Wahlen setzten die Mitglieder der Dorstener CDU ein Zeichen der Geschlossenheit. In geheimer Wahl enthielten die Kandidaten alle mindestens 96%. Die meisten wurden sogar einstimmig aufgestellt. Ziel der Union sei es, dass auch die kleinen Stadtteile, wie Altendorf-Ulfkotte, Deuten oder Östrich mindestens einen CDU-Ratsvertreter hätten. „Das ist durch die beschlossene Liste sichergestellt“, freut sich der CDU-Chef. Weiter seien alle Generationen sowie berufliche und ehrenamtliche Hintergründe im CDU-Kandidatenteam vertreten. In einem von der CDU hergestellten Film wurden die 25 Direktkandidaten bei Ausübung ihres Berufs oder ihres Hobbys gezeigt. „Unsere Kandidaten stehen wirklich mit beiden Beinen mitten im Leben“, betonte auch CDU-Bundestagskandidat Sven Volmering in seinem Grußwort. CDU-Landratskandidat Josef Hovenjürgen MdL verteidigte den 30. August als Wahltermin: „Wir wollen nicht, dass die Kommunalwahl durch die Bundestagswahl überlagert wird. Die Menschen sollen abstimmen, ob Lambert Lütkenhorst einen guten Job macht und nicht ob die Bundeswehr in Afghanistan abgezogen werden oder wer Kanzler werden soll.“
Angeführt wird die CDU-Liste wie schon 1999 und 2004 durch Bürgermeister Lambert Lütkenhorst. „Er ist unser Spitzenmann und führt als Kapitän unser Team an. Danach folgen auf Platz 2 die stellv. Bürgermeisterin Christel Briefs, auf Platz 3 CDU-Fraktionsvorsitzender Bernd-Josef Schwane und auf Platz 4 CDU-Stadtverbandschef Tobias Stockhoff.
„Ich gehe davon aus, das er Rot-Rot-Grün will“
Bürgermeister Lambert Lütkenhorst (CDU)Lütkenhorst motivierte die Christdemokraten in einer engagierten Rede für den Wahlkampf und zeigt SPD-Chef Hans-Willi Niemeyer die rote Karte
Dorsten – In einer engagierten Rede „Verlässlichkeit für Dorsten.“ ging Bürgermeister Lambert Lütkenhorst auf die anstehende Kommunalwahl ein. Dabei bekräftigte er, dass er einen eigenen Kommunalwahltermin für sinnvoll halte: „So viel muss uns Demokratie vor Ort wert sein. Es soll ja schließlich über lokale Themen abgestimmt werden.“
Lütkenhorst blieb in seiner Rede viel in der Fußballsprache. „Wir haben gemeinsam in den letzten Monaten als CDU eine gute 1. Halbzeit hingelegt. Wir haben Chancen verwandelt und Themen besetzt. Jetzt müssen wir unsere Kräfte richtig einsetzen, um erfolgreich zu bleiben“, warnte der Bürgermeister die Union vor Überheblichkeit. Auch wenn er optimistisch sei, die Wahlen seien noch lange nicht gewonnen: „Wenn wir weiter in Dorsten eine bürgerliche Mehrheit wollen, dann müssen wir um jede Stimme kämpfen.“ Daneben machte er sehr deutlich, dass er die gezielten Fouls der SPD-Spitzenkräfte nicht weiter kommentarlos hinnehmen werde. Beispielsweise: „Da wirft der SPD-Chef Hans-Willi Niemeyer den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung und der Kommunalpolitik ‚Filz’, der bereits in Dorsten existieren würde, vor. Das ist eine ungeheuerliche Behauptung und fast schon eine Blutgrätsche. Dafür sollte er die rote Karte bekommen.“
„Er gehe jetzt davon aus, dass Hans-Udo Schneider Rot-Rot-Grün will“, sagte der Bürgermeister und forderte den rot-grünen Bürgermeisterkandidaten auf, jetzt endlich zu sagen, ob er sich ein Bündnis mit den Linksextremisten vorstellen könne. Auch die Grünen in Dorsten wären nur noch nach außen grün: „Im Inneren sind die auch rot, da brauchen wir uns nichts vormachen.“ Deshalb müsse man gemeinsam mit der FDP die bürgerlichen Kräfte bündeln, um Verlässlichkeit für Dorsten sicherzustellen. An Beispielen machte Lütkenhorst deutlich, wie zerstritten das linke Lager sei. „Die SPD ist für den Industriepark (NewPark)! Die Grünen lehnen ihn ab. Die Linkspartei auch. Wie steht eigentlich Hans-Udo Schneider zur Ansiedlung neuer Arbeitsplätze.“ Darüber hinaus wolle er offensiv um konservativere SPD-Wähler werben, die mit dem Linkskurs nicht einverstanden sind.
Anschließend stellte Lütkenhorst heraus, dass es mit ihm keine zweite Gesamtschule gäbe, da der überwiegende Anteil der abgelehnten Schüler eine Hauptschulempfehlung habe. „Bei Aufnahme dieser Kinder in eine Gesamtschule würde die Drittelung Hauptschüler, Realschüler und Gymnasiasten massiv verschoben werden. Aus diesem Grund wollte die Wulfener Gesamtschule auch eine 6-Zügigkeit“, so der Bürgermeister. Stattdessen müsse man die Hauptschulen stärken. Hier habe die Landesregierung den richtigen Weg eingeschlagen, sei aber noch lange nicht am Ende des Weges.
Durch die Neuausschreibung der Reinigungsleistungen an den Dorstener Schulen, „Immerhin geben wir aktuell über 1 Mio. Euro dafür aus“, wollen wir die Reinigung verbessern und erhebliche Mittel einsparen. „Und zwar nicht auf dem Rücken der Reinigungskräfte. Es würde sich um tariflich Beschäftigte handeln“, so der Bürgermeister abschließend.
Die 25 CDU-Wahlkreiskandidaten
| WK | Name, Vorname | Stadtteil |
| 1 | Brand, Detlef | Rhade |
| 2 | Uphues, Sandra | Rhade |
| 3 | Deinken, Reinhard | Lembeck |
| 4 | Lensen, Theo | Lembeck |
| 5 | Ricken, Stephan | Deuten |
| 6 | Stockhoff, Tobias | Alt-Wulfen |
| 7 | Schwane, Bernd-Josef | Barkenberg |
| 8 | Jungblut, Hans-Peter | Barkenberg |
| 9 | Große-Erwig, Sigrid | Barkenberg |
| 10 | Briefs, Christel | Holsterhausen-Dorf |
| 11 | Lütkenhorst, Lambert | Holsterhausen |
| 12 | Kuhlmann, Werner | Holsterhausen |
| 13 | Franken, René | Holsterhausen |
| 14 | Heddier, Christian | Hervest |
| 15 | Duve, Hans | Hervest |
| 16 | Schulz, Heinz-Georg | Hervest |
| 17 | Fromm, Hans | Hervest-Dorf |
| 18 | Schult-Heidkamp, Egbert | Östrich |
| 19 | Grund, Dr. Thomas | Hardt |
| 20 | Jacoby, Ursula | Hardt |
| 21 | Schroer, Werner | Altstadt |
| 22 | Schlenke, Dirk | Feldmark |
| 23 | Föcker, Ludger | Altendorf-Ulfkotte |
| 24 | Hermanns, Reinhold | Feldmark |
| 25 | Götte, Johannes | Feldmark |
Die CDU-Reserveliste bis Platz 30
| Platz | Name, Vorname | Stadtteil | WK |
|
1 |
Lütkenhorst, Lambert | Holsterhausen | 11 |
| 2 | Briefs, Christel | Holsterhausen | 10 |
| 3 | Schwane, Bernd-Josef | Barkenberg | 7 |
| 4 | Stockhoff, Tobias | Alt-Wulfen | 6 |
| 5 | Föcker, Ludger | Altendorf-Ulfkotte | 23 |
| 6 | Fromm, Hans | Hervest | 17 |
| 7 | Grund, Dr. Thomas | Hardt | 19 |
| 8 | Schlenke, Dirk | Altstadt | 22 |
| 9 | Lensen, Theo | Lembeck | 4 |
| 10 | Uphues, Sandra | Rhade | 2 |
| 11 | Ricken, Stephan | Deuten | 5 |
| 12 | Schult-Heidkamp, Egbert | Östrich | 18 |
| 13 | Schroer, Werner | Altstadt | 20 |
| 14 | Heddier, Christian | Hervest | 14 |
| 15 | Kuhlmann, Werner | Holsterhausen | 12 |
| 16 | Jungblut, Hans-Peter | Barkenberg | 8 |
| 17 | Schulz, Heinz-Georg | Hervest | 16 |
| 18 | Hermanns, Reinhold | Feldmark | 24 |
| 19 | Jacoby, Ursula | Hardt | 20 |
| 20 | Deinken, Reinhard | Lembeck | 3 |
| 21 | Franken, René | Holsterhausen | 13 |
| 22 | Brand, Detlef | Rhade | 1 |
| 23 | Große-Erwig, Sigrid | Wulfen | 9 |
| 24 | Duve, Hans | Hervest | 15 |
| 25 | Götte, Johannes | Feldmark | 25 |
| 26 | Meierhoff, Michael | Barkenberg | |
| 27 | Nachbarschulte, Georg | Östrich | |
| 28 | Thieken, Reiner | Holsterhausen | |
| 29 | Vortmann, Andreas | Altendorf-Ulfkotte | |
| 30 | Mastiaux, Lars | Hervest |
Videos zum CDU-Stadtparteitag
1) "Gemeinsam ein STARKES TEAM für unsere Stadt" - Film über die 25 CDU-Wahlkreiskandidaten. (Video)
2) Rede des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Tobias Stockhoff. (Video)
Bilder zum CDU-Stadtparteitag
„Bürgerschaft wird in allen Facetten widergespiegelt“
Die bisher vom CDU-Stadtverbandsvorstand vorgeschlagenen CDU-Ratskandidaten stellen sich am Donnerstag dem Votum aller Mitglieder.CDU nominierte Ratskandidaten – Endgültige Entscheidung treffen die Mitglieder am Donnerstag
Dorsten – „Wir präsentieren am Donnerstag ein Kandidatenteam für den Stadtrat, welches die Bürgerschaft in allen Facetten widerspiegelt“, verspricht CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff. Vorletzte Woche beschloss der CDU-Stadtverbandsvorstand einmütig die Kandidatenvorschläge der acht CDU-Ortsverbände für die 25 Wahlkreiskandidaten. Darunter sind auch ein Drittel neue Gesichter, z. B. Sandra Uphues in Rhade oder Hans Duve in Hervest. „Alle Wahlkreiskandidaten wohnen im jeweiligen Stadtteil und kennen die örtlichen Herausforderungen“, betont Stockhoff, „Das ist bei anderen Parteien längst nicht immer der Fall.“ Die Kandidaten wurden in den OVs vorher basisdemokratisch durch die Mitglieder nominiert.
„Die Ratsmannschaft wird auch wie schon bei den Wahlen 1999 und 2004 von unserem Bürgermeister Lambert Lütkenhorst als Kapitän angeführt werden“, macht CDU-Fraktionschef Bernd-Josef Schwane deutlich, dass man nur als Tandem „Bürgermeister mit einer starken Fraktion“ eine gute Politik für Dorsten erreichen könne. Mit der stellv. Bürgermeisterin Christel Briefs, CDU-Fraktionschef Bernd-Josef Schwane sowie Tobias Stockhoff als CDU-Parteivorsitzender setzt die Union auf den ersten Plätzen auf ihr lokales Spitzenpersonal. Bis zum 13. Platz auf der Reserveliste sei sichergestellt, dass jeder Stadtteil mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch wieder mit einem CDU-Ratsmitglied im neuen Rat vertreten sei. „Das gilt übrigens auch für die kleinen Stadtteile Altendorf-Ulfkotte, Deuten und Östrich. Bei der CDU haben auch die kleinen Stadtteile mindestens eine Stimme“, stellt der CDU-Vorsitzende den Unterschied zu anderen Parteien heraus. Die folgenden Listenplätze seien u. a. nach Stadtteilgröße besetzt worden. „Größere Stadtteile wie Wulfen oder Hervest haben natürlich mehr Wahlkreise und somit mehr Listenplätze als kleinere“, erläutert CDU-Fraktionsvorsitzender Schwane.
Über eine Regelung mittels Persönlicher Vertreter (Huckepack-Kandidaten), scheidet z. B. das Deutener CDU-Ratsmitglied aus, rückt dafür ein Deutener in den Stadtrat nach, könne man auch auf Dauer sicherstellen, dass jeder Stadtteil im Dorstener Rat vertreten sei. Überhaupt habe die Union neben der Kompetenz der Kandidaten sehr darauf geachtet, dass alle Berufsgruppen, Qualifikationen, Altersgruppen bei den Kandidaten vertreten seien. „Mit dem jüngsten Wahlkreiskandidaten Christian Heddier (26) und dem erfahrensten Kandidaten Werner Schroer (69) haben wir einen guten Mix aus allen Altersgruppen“, freut sich auch der Vorsitzende der Senioren Union Walter Kübber.
Auf einem Stadtparteitag am 05. März um 19 Uhr in der Petrinumaula, bei dem die etwa 900 Mitglieder der CDU alle stimmberechtigt sind, werde der Vorstand diese Kandidaten vorschlagen. „Daneben darf auch jedes Mitglied weitere Vorschläge machen“, so Stockhoff. „Natürlich sind auch alle Bürger, Vereine und Institutionen herzlich zur Kandidatenaufstellung eingeladen. Jeder Bürger kann sogar über CDU-Mitglieder weitere Vorschläge einbringen. Im Gegensatz zur Linkspartei machen wir unsere Aufstellung nicht im stillen Kämmerlein hinter verschlossenen Türen.“
2009-03-05_Einladung_Aufstellung_Ratskan[...].pdf
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CDU-Europaabgeordnete Dr. Renate Sommer kommt nach Dorsten
Dr. Renate Sommer MdEPVeranstaltung der CDU Hardt/Östrich und der Frauen Union Dorsten zu Europa – „Auswirkungen auf Bürger vor Ort“ und „Demokratiedefizit in der EU?“
Hardt – Am Freitag, dem 06. März 2009 findet um 19 Uhr im Georgseck, Georgsplatz 1 auf der Hardt die zentrale Veranstaltung der CDU Dorsten zur Europawahl 2009 statt. Der CDU-Ortsverband Hardt/Östrich und der Stadtverband der Frauen Union (FU) laden neben den CDU-Mitgliedern auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein. Für die Veranstaltung konnten die Christdemokraten die Herner CDU-Europaabgeordnete Dr. Renate Sommer gewinnen, die vor zwei Jahren bereits zum Thema „EU-Beitritt der Türkei“ in Dorsten zu Gast war.
“Wir haben für Freitag zwei sehr interessante Fragen als Schwerpunkte gewählt, denen wir in der Veranstaltung nachgehen möchten“, verspricht der Hardter CDU-Ortsverbandsvorsitzende Dr. Thomas Grund: 1) Was haben die Stadt und die Dorstener Bürgerinnen und Bürger unter wirtschafts-, innen- und sozialpolitischen Gesichtspunkten von der Europäischen Union? und 2) Demokratie(defizite) und (mangelnde) parlamentarische Kontrolle in der EU!? „Mit Renate Sommer haben wir ausgewiesene Expertin für beide Fragen eingeladen“, beschreibt die Dorstener FU-Stadtverbandsvorsitzende Gaby Kleffmann die Parlamentarierin, die auf der Landesliste der CDU NRW bei der anstehenden Europawahl am 07. Juni 2009 den dritten Platz einnimmt.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.
Dr. Renate Sommer ist 50 Jahre alt, verheiratet und hat eine Tochter. Nach dem Abitur in Herne und dem Studium der Agrarwissenschaften (Dipl.-Ing. agr.) war sie wissenschaftliche Assistentin an der landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn. Danach promovierte Sie zum Dr. agr. in der Abteilung Welternährungswirtschaft der Universität Bonn. Bevor sie 1999 in Europäische Parlament gewählt wurde, war sie Fachreferentin für Agrarpolitik an der Deutschen Landjugendakademie (DLA) des Deutschen Bauernverbandes (DBV) in Bonn. Im EU-Parlament gehört sie dem gemischten parlamentarischen Ausschuss „EU – Türkei“ als stellv. Vorsitzende an. Weiter ist sie Mitglied im Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr und im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Verbraucherpolitik.
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SPD-Kandidat muss sich zu rot-rot-grünen Bündnissen nach der Kommunalwahl äußern
Volmering braucht sich nicht zu entschuldigen
Zu den Vorwürfen des rot-grünen Bürgermeisterkandidaten, der dem CDU-Bundestagskandidaten Sven Volmering „üble Nachrede und Diffamierungen“ beim 18. Politischen Aschermittwoch am 25. Februar 2009 vorgeworfen hat, nimmt der stellvertretende Pressesprecher des CDU-Stadtverbandes Dorsten Dominik Einhaus Stellung:
Der CDU-Stadtverband Dorsten ist der Auffassung, dass durch eine teilweise missverständliche Darstellung des 18. Politischen Aschermittwoch in der Dorstener Zeitung beim Bürgermeisterkandidaten von Grünen und SPD möglicherweise ein falscher Eindruck von der Veranstaltung entstanden sein könnte. Herr Volmering hat in seiner Rede aber ausschließlich im Hinblick auf mögliche rot-rot-grüne Bündnisses nach der Kommunalwahl den Bürgermeisterkandidaten von SPD und Grünen indirekt gefragt, ob sich dieser mit den Inhalten und dem Personal der Linkspartei als möglichen Bündnispartner beschäftigt habe und ob er ein solches Bündnis befürworten würde. Die beiden Zitate sind beigefügt. Der rot-grüne Bürgermeisterkandidat hat, wie jeder Bürger, die Möglichkeit, sich auf unserer Internetseite selbst einen Eindruck über die Rede von Sven Volmering zu machen. Die gesamte Aschermittwochs-Rede steht als Video zum Abruf bereit.
Der CDU-Stadtverband Dorsten sieht somit keine Notwendigkeit einer Entschuldigung von Herrn Volmering. Dieser hat sich nichts vorzuwerfen, weil die vom Bürgermeisterkandidaten vorgetragenen Anschuldigungen nicht der Realität entsprechen. Weiter sind wir der Meinung, dass die Frage nach möglichen Bündnispartnern eine absolut legitime Frage an einen Bürgermeisterkandidaten ist, für die sich niemand zu entschuldigen braucht, sondern eher die Glaubwürdigkeit des SPD-Kandidaten betrifft. Vielmehr sollte der SPD/Grünen-Bürgermeisterkandidat aufgrund breiter inhaltlicher Überschneidungen mit der Partei „Die Linke“ zu dieser Frage endlich klar Stellung beziehen.
Zitate:
- „Ein absolut abstruses Programm. Von daher, lieber Lambert Lütkenhorst, freue ich mich sehr, wenn Du Dr. Schneider bei der einen oder anderen Diskussion auf die Forderungen seiner linken Freunde ansprichst.“ (Zu den Wahlaussagen der Partei „Die Linke“)
- „Welches Geistes Kind Politiker dieser Partei („Die Linke“) sind, konnte man auch gestern noch erleben. Als der Oberbürgermeisterkandidat der Linken in Duisburg zu einen Boykott israelischer Waren aufgerufen hat und das auf Nachfragen von Journalisten noch einmal ausdrücklich bestätigt hat. Und auch daran zeigt sich, wie Fremdenfeindlichkeit, wie Antisemitismus auch in dieser Partei Fuß fasst. Und auch dem dürfen wir keine Chance geben. Und auch diese Frage muss Dr. Schneider beantworten.“
Umfrage der Dorstener Zeitung
Über 80 Prozent fordern klare Aussage von Dr. Schneider zu seinem Verhältnis zur Linkspartei
In einer Umfrage wollte die Dorstener Zeitung wissen, ob die Dorstener die Forderung von Sven Volmering, dass der SPD-Bürgermeisterkandidat Hans-Udo Schneider sich zu seinem Verhältnis zur Linkspartei äußern solle, teilen.
Hat Sven Volmering Recht?
Umfrage: Dorstener Zeitung -- www.dorstenerzeitung.de
98,3 % - Traumergebnis für Josef Hovenjürgen
v.l.n.r.: Die vier Dorstener CDU-Kreistagskandidaten Hans Fromm, Werner Niermann, Karl-Heinz-Weber und Ludger Samson mit CDU-Landratskandidat Josef Hovenjürgen MdL (m.)CDU-Landratskandidat aufgestellt – Fromm, Niermann, Samson und Weber kandidieren für Dorstener Christdemokraten für den Kreistag Recklinghausen
Recklinghausen / Dorsten – Mit über 98 % der Stimmen haben die fast 200 Vertreter bei der CDU-Kreisvertreterversammlung zur Kreistags- und Landratswahl am Freitagabend in Recklinghausen in geheimer Wahl Josef Hovenjürgen MdL ausgestattet. „Damit ist eindrucksvoll bewiesen: Die Union im Kreis Recklinghausen steht geschlossen hinter Josef Hovenjürgen als CDU-Landratskandidat“, fasst CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff die Marathon-Sitzung zusammen.
In seiner kämpferischen Rede betonte Hovenjürgen, dass 70.000 Hartz IV-Empfänger im Kreis zu viel seien: „Wir müssen nicht Hartz IV verwalten, sondern neue Arbeitsplätze schaffen. Deshalb brauchen wir den NewPark in Datteln/Waltrop oder die Westerweiterung des Chemieparks in Marl.“ Darüber hinaus machte er deutlich, dass er mit allen Bürgermeistern nach der Wahl fair zusammenarbeiten wolle: „Es darf da nicht um das Parteibuch gehen. Es muss um die Region gehen.“ Als einen weiteren wichtigen Schwerpunkt nannte der 46-jährige Halteraner CDU-Landtagsabgeordnete den Bereich „Bildung“. Hier wolle er auch Landrat weiter dafür kämpfen, dass Kinder aller Schultypen eine Chance hätten. Dabei setze er ein besonderes Augenmerk auf die Stärkung der Hauptschulen. Stehende Ovationen der Christdemokraten feierten nach der Rede den Spitzenmann der Union im Kreis.
Neben dem CDU-Landratskandidaten wählten die CDU-Vertreter aus allen 10 Städten des Kreises auch die 36 CDU-Wahlkreisbewerber für den Kreistag und stellten die Reserveliste auf. Mit Spitzenergebnissen wurden die Dorstener Kandidaten gewählt. Der Rhader Werner Niermann (56, Technischer Angestellter) tritt im Wahlkreis 21 (Barkenberg, Lembeck und Rhade) an. Im Wahlkreis 22 (Alt-Wulfen, Deuten und Holsterhausen) ist der 61-jährige Deutener Ratsherr Karl-Heinz Weber (Rentner) der CDU-Kandidat. Die Interessen der Menschen im Wahlkreis 23 (Hervest und Teile der Feldmark) möchte der Hervester Hans Fromm (60, Kriminalhauptkommissar) in Zukunft im Kreistag vertreten. Der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Altstadt/Feldmark, Ludger Samson (50, Geschäftsführer) ist der einzige Bewerber in der Viererteam, der Dorsten im aktuellen Kreistag bereits vertritt. Er kandidiert im Wahlkreis 24 (Altstadt, Altendorf-Ulfkotte, Feldmark, Hardt und Östrich). Für den aussichtsreichen Nachrückerplatz 36 haben die Dorstener Christdemokraten den Holsterhausener Werner Kuhlmann (48, Beamter) vorgeschlagen. CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff (27, Diplom-Physiker) ist Persönlicher Vertreter von Karl-Heinz Weber.
„Bei der letzten Wahl hat die CDU alle vier Dorstener Wahlkreise direkt gewonnen. Das ist auch bei dieser Wahl wieder unser Ziel“, so Tobias Stockhoff abschließend. Aber auch auf der Liste seien die Dorstener Kandidaten hervorragend abgesichert.
Videos zur CDU-Kreisvertreterversammlung
1) Rede von CDU-Landratskandidat Josef Hovenjürgen MdL auf der CDU-Kreisvertreterversammlung. (Video)
Bilder zur CDU-Kreisvertreterversammlung
(c) René Franken





