Archiv Juni 2011

„Probleme sind Ergebnis des grünen Ministererlasses“

Christian Heddier ist der schulpolitische Sprecher der CDU-RatsfraktionChristian Heddier ist der schulpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion

Erlass von grüner Schulministerin lässt Schulaufsicht keine Spielräume – Problem muss auf Landesebene gelöst werden

 

Hardt – „Alleine der Schulaufsicht und den Schulleitungen den schwarzen Peter zuzuschieben, wäre extrem scheinheilig“, so der schulpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Christian Heddier. Auch die aktuelle Entwicklung an der Agatha II – Schule sei ein Ergebnis des Erlasses von Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) aus März 2011. Hier habe die grüne Schulministerin noch einmal ausdrücklich der Schulaufsicht gegenüber betont, dass nur Klassen mit einer Mindeststärke von 18 Schülerinnen und Schülern gebildet  werden dürfen. In der Vergangenheit sei die grundsätzliche Rechtslage zwar die gleiche gewesen, aber der Ermessensspielraum der Schulaufsichtsbehörde in Recklinghausen sei größer gewesen. So wurden in den vergangen Jahren, z. B. an der Kardinal-von-Galen-Schule in Altendorf oder der Wilhelm-Lehmbruck-Schule in Östrich, auch kleinere Klassen gebildet, teilweise mit nur 15 Schülern. „Aber welche Schulrätin kann sich nach dem Erlass der Schulministerin noch trauen, im Sinne der Schüler zu entscheiden? “, fragt sich Heddier.

 

Die Kritik der örtlichen Grünen müsse sich daher mehr an die eigene rot-grüne Landesregierung richten. „Dieser Erlass muss dringend zurückgenommen werden und die Mindestschülerzahlen und das Lehrer-/Schülerverhältnis müssen dauerhaft an den demographischen Wandel angepasst werden“, fordert der CDU-Schulpolitiker. Die Union habe bei ihrem Landesparteitag eine Mindestschülerzahl von 15 Schülerinnen und Schülern pro Klasse ins Spiel gebracht. Besonders ärgerlich sei in diesem Zusammenhang die plötzliche Diskussion an gleich drei Dorstener Grundschulen. „Es entsteht immer mehr der Eindruck, dass die Grünen in Düsseldorf einfach Fakten an den kleinen Schulstandorten schaffen und diese aufgeben wollen“, befürchtet CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff. Man begrüße daher ausdrücklich, dass SPD und Grüne in Dorsten hier ihren Landesparteien nicht folgen würden. „Frau Fraund hat im Rat mehrfach ihre intensiven Kontakte zu Schulministerin Löhrmann herausgestellt. Jetzt ist die Zeit gekommen, um diese im Sinne der Stadt einzusetzen“, hofft Heddier auf ein Einsehen der grünen Schulministerin. Schließlich sei Dorsten eine Flächenstadt.

 

Weiter sei es kaum nachvollziehbar, dass man insbesondere von der Landesregierung geforderte Grundschulverbünde Steine in den Weg legen würde. „Da machen sich Schulen auf in die Zukunft und am Ende soll ihnen dieser Schritt zum Verhängnis werden?“, ärgert sich der schulpolitische Sprecher. Die Reaktion der Eltern sei daher völlig verständlich. „Wir müssen als Lokalpolitik gemeinsam unsere Forderungen vortragen. Dieses Problem wird nämlich mittel- und langfristig nicht nur an den drei bisher betroffenen Schulstandorten auftreten“, appelliert Heddier an die anderen Fraktionen.

„Demographiegewinne für kleinere Klassen nutzen“

Verabschiedet sich Rot-Grün vom Prinzip "Kurze Beine. Kurze Wege"?Verabschiedet sich Rot-Grün vom Prinzip "Kurze Beine. Kurze Wege"?

CDU: Klassenbildungserlass gefährdet Schulstandorte - Umdenken von Rot-Grün bei Lehrerzuweisung nötig

 

Dorsten –  „Wir haben immer mehr den Eindruck, dass die rot-grüne Landesregierung den kleinen Grundschulen die Grundlage entziehen will“, so die erste Reaktion von Christian Heddier, schulpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion, auf die aktuelle Entwicklung an der Johannesschule. Im kommenden Schuljahr soll am Teilstandort Johannesschule (Feldmark) keine 4. Klasse mehr gebildet werden. Die Johannesschule wird ab dem kommenden Schuljahr einen Verbund mit der Pestalozzi-Schule auf der Hardt bilden. Weiter soll ein Teil der Kinder der zukünftigen 3. Jahrgangsstufe nach Aufforderung der Schulaufsicht den Standort Johannesschule verlassen und zu einer anderen Grundschule wechseln, um in der Feldmark nur noch eine 3. Klasse zu bilden. Ob eine Eingangsklasse nach dieser Entwicklung noch an der Johannesschule möglich ist, würde aktuell auch von vielen Eltern stark bezweifelt. Man befürchtet kurzfristige Abmeldungen. Das Ergebnis wäre dann die Aufgabe des Standortes. Das wollte die Politik über alle Parteigrenzen hinweg gerade verhindern. „Deswegen haben sich alle Fraktionen mit Ausnahme der Linken für einen Schulverbund mit der Pestalozzi-Schule ausgesprochen“, erinnert Heddier.

 

„Wir haben als CDU immer wieder betont, dass wir von der Landesregierung erwarten, dass sie Demographiegewinne für kleinere Klassenstärken nutzt“, betont CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff. Aktuell würden die Schülerzahlen aufgrund der demographischen Entwicklung stark absinken. „Würde man, wie in den letzten Jahren unter der vorherigen CDU/FDP-Landesregierung, mindestens so viele Lehrer einstellen, wie in den Ruhestand verabschiedet werden, könnten kleinere Klassen gebildet werden“, so Heddier. Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) würde das ganz offensichtlich anders sehen und strebe nach großen Schuleinheiten an zentralen Standorten. Ein aktueller Erlass aus März würde auch die Bildung von Grundschulverbünden erschweren: „Für Rot-Grün im Land gilt offenbar nicht mehr das Motto: ‚Kurze Beine, kurze Wege!‘“ Daher fordere man jetzt als Union klare Worte der Dorstener SPD und Grünen an ihre Landesregierung in Düsseldorf. „Im Sinne der Stadt müssen wir hier an einem Strang ziehen“, betont CDU-Chef Tobias Stockhoff.

 

Die CDU erwarte weiter, dass die Schulaufsicht ihren Ermessensspielraum ausnutzt, um eine wohnortnahe Beschulung auch zukünftig in Dorsten zu ermöglichen. „Wobei uns klar ist, dass die örtliche Schulaufsicht nur mit den Lehrern planen kann, die ihr vom Schulministerium zugewiesen werden“, so Stockhoff. Bereits bei der Kardinal-von-Galen-Schule habe ein Erlass der grünen Schulministerin dafür gesorgt, dass ein sinnvoller Verbund sehr wahrscheinlich nicht zustande kommen könnte. Die Union habe beantragt, die aktuelle Entwicklung an Dorstens Grundschulen auf die Tagesordnung des am 11. Juli tagenden Schulausschusses zu setzen.

Antrag der CDU-Ratsfraktion zur aktuellen Situation an der Johannesschule und der Kardinal-von-Galen-Schule
2011-06-25_Antrag_Situation Johannesschu[...].pdf
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"Niemanden vorher ausschließen"

Beim Thema "Konzessionsverträge" will die CDU keine BauchentscheidungBeim Thema "Konzessionsverträge" will die CDU keine Bauchentscheidung

Stellungnahme zum Leserbrief von Magnus A. Kremser

 

Die Politik in Dorsten ist sich inzwischen einig, dass rein kommunale Stadtwerke aufgrund der Verschuldung unserer Stadt und fehlender personeller und fachlicher Kompetenz zurzeit eher unrealistisch sind. Mögliche Angebote für Kooperationsmodelle wie z. B. Netz- und/oder Vertriebsgesellschaften wollen wir aber gründlich auf ihre Vor- und Nachteile für unsere Stadt untersuchen. Dabei müssen wir die Haushaltslage der Stadt berücksichtigen. Wir sind also keineswegs in den Fängen irgendeines Unternehmens.

 

Wir sollten weder eine Zusammenarbeit mit großen noch mit kleineren Partnern ausschließen. Alles andere würde nämlich unsere Verhandlungsposition als Stadt schwächen. Unabhängig davon, es wäre wettbewerbsrechtlich auch gar nicht möglich. Ein Bauchgefühl hilft in dieser Frage also nicht weiter. Genauso wenig wie man verallgemeinern kann, dass Stadtwerke automatisch preisgünstiger sind, kann man sagen, dass nur große Kooperationspartner Netzsicherheit bieten. An vielen lokalen und regionalen Netz- und Vertriebsgesellschaften sind RWE, EON, Vattenfall oder ENBW (in)direkt beteiligt. Sind es deshalb schlechtere Kooperationen? Und es stellen sich noch viele andere Fragen: Finden wir mit einem Anbieter eine Lösung für die Nachtspeicherproblematik in Barkenberg? Oder, wie können wir unsere Stadt energetisch fit für die Zukunft machen?

 

Egal welche Lösung - Politik wie interessierte Bürger sollten den Menschen keinen Sand in die Augen streuen. Jeder Euro, der Schwimmbäder querfinanziert, regenerative Energien ausbaut, die Einnahmen der Stadt verbessert, Kulturveranstaltungen sponsert, Gewinne von Stadtwerken oder Energieunternehmen steigert, wurde vorher durch den Kunden bezahlt. Am Ende kommt keine Gelddruckmaschine heraus, die all unsere finanziellen Sorgen verschwinden lässt. Es wird nach einer gründlichen Abwägung von Chancen und Risiken wohl eher ein Gesamtpaket aus vielen Aspekten.

 

Tobias Stockhoff
CDU-Stadtverbandsvorsitzender

 

CDU will klare Perspektive für die Zwergschulen

Die CDU will eine langfristige Perspektive für die DorfgrundschulenDie CDU will eine langfristige Perspektive für die Dorfgrundschulen

Gefährdet rot-grüner Ministererlass Schulverbünde? – Auch bei Namenswahl ist Schulministerin „kleinkariert“

 

Dorsten/Düsseldorf – „Es wäre schade, wenn die Schulen bestraft würden, die sich frühzeitig auf den Weg der Grundschulverbünde gemacht hätten“, so die Reaktion der Dorstener CDU auf einen Erlass der grünen Schulministerin Sylvia Löhrmann aus März 2011. Hier stelle das NRW-Schulministerium heraus, dass Schulstandorte nur dann genehmigt würden, wenn diese dauerhaft nach Schulentwicklungsplan mindestens eine Klassenstärke von 18 Schülern aufweisen würden. Das sei zwar keine neue gesetzliche Größe, aber der Ton seitens des Ministeriums in Richtung Kommunen sei deutlicher geworden.

 

Der Erlass könne nun zur Folge haben, dass der geplante Grundschulverbund der Kardinal-von-Galen-Schule (Altendorf-Ulfkotte) und der Agatha-Schule (Altstadt) ab dem kommenden Schuljahr nicht möglich sei. Die Bezirksregierung Münster habe kürzlich einen ablehnenden Bescheid angekündigt, gebe der Stadt aber die Chance zur Stellungnahme. „Zunächst ist wichtig: Der Bestand des Grundschulstandortes in Altendorf ist damit trotzdem mittelfristig abgesichert, weil bisher die tatsächlichen Anmeldezahlen ausreichend sind“, beruhigt Heddier. Das Paradoxe sei allerdings, dass die eigentlich vom NRW-Schulgesetz angestrebten Schulverbünde zum langfristigen Erhalt von Grundschulstandorten durch die Aussagen des Ministeriums konterkariert würden. „Die positiven Aspekte eines Schulverbundes, z. B. gemeinsames Lehrerkollegium, gemeinsamer Schulleiter sowie eine sinnvolle Zusammenarbeit sind bei zwei unabhängigen Schulen viel schwerer erzielbar“, erläutert Heddier. Das sei auch die Motivation des Rates gewesen, sich für Schulverbünde auszusprechen. „Gerade für Altendorf ist diese Entscheidung nicht wirklich nachvollziehbar, da mittelfristig ein Neubaugebiet geplant sei“, ergänzt CDU-Chef Stockhoff. Für die Union seien Grundschulen ein wichtiger Bestandteil für die Zukunftsfähigkeit eines Stadtteils. Daher sei es für die CDU wichtig, dass das Land NRW langfristige Perspektiven für die Dorfgrundschulen aufzeigt.

 

Die Christdemokraten befürchten, dass die rot-grüne Landesregierung kleinen Dorfschulen sehr kritisch gegenüberstünde. „Auch bei der Namenswahl eines Teilstandortes soll der alte Schulname völlig verschwinden“, erklärt Christian Heddier. „Das ist doch mehr als kleinkariert und nimmt wenig Rücksicht auf lokale Identität“, findet CDU-Chef Stockhoff. Die CDU habe bei ihrem letzten Landesparteitag beschlossen, dass auch Grundschulen mit einer Klassengröße von 15 und mehr Schülern im ländlichen Raum langfristig erhalten bleiben sollen. Man erwarte daher eine klare Perspektive seitens der SPD-Ministerpräsidentin für die Grundschulen in unserer Stadt. „Wir werden die SPD Dorsten und die örtlichen Grünen in die Pflicht nehmen, dass sich diese für die Zwergschulen bei ihren Parteifreunden in Düsseldorf starkmachen“, so Christian Heddier abschließend.

„Bürgerschaft & Politik breiter bei Energie beteiligen“

Energiefrage = ZukunftsfrageEnergiefrage = Zukunftsfrage

Gemeinsamer CDU/FDP-Antrag zum Thema „Konzessionsverträge / Gründung von Stadtwerken“

 

Dorsten – Liberale und Christdemokraten haben einen gemeinsamen Antrag unter der Überschrift „Änderung der Zusammensetzung des Workshops ‚Energie‘ sowie Ausbau der Bürgerbeteiligung“ an den Rat der Stadt Dorsten gerichtet. „Unser Ziel ist es, dass die Bürgerschaft und die Politik bereiter in dieser für Dorsten wichtigen Frage informiert und beteiligt wird“, so CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff. Aus diesem Grund sprechen sich CDU und FDP dafür aus, dass die Zusammensetzung des Workshops „Energie“ auf die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses sowie beratende Verwaltungsmitglieder ausgeweitet wird. Bisher hätten nur die sechs Fraktionsvorsitzenden dieses Thema für die Ausschüsse bzw. den Rat vorbereitet. „Wir wollen ausführlich in einer größeren Runde über die Vergabe der Stromkonzession und die damit verbundenen Fragestellungen beraten“, so FDP-Fraktionschef Thomas Boos. In Ausschüssen sei das aufgrund der Geschäftsordnung wesentlich schwerer möglich. Die Beschlussfassung könne selbstverständlich erst im Ausschuss bzw. im Rat der Stadt erfolgen.

 

Noch wichtiger sei den beiden bürgerlichen Parteien aber die kontinuierliche Information und Einbindung der Dorstener Bürgerschaft. Dabei solle nach dem Antrag insbesondere „auf eine bürgerfreundliche sowie verständliche Darstellung der komplexen Sachverhalte“ geachtet werden.  „Wir müssen natürlich berücksichtigen, dass die Rechtssicherheit der Ausschreibung nicht gefährdet und die städtische  Verhandlungsposition nicht geschwächt wird“, beschreibt CDU-Fraktionsvorsitzender Bernd-Josef Schwane gewisse Grenzen der Bürgerbeteiligung. Hier wolle man gemeinsam mit den anderen Parteien im Workshop aber geeignete Wege suchen, um die Bürgerinteressen vorher ausreichend anzuhören und somit einzubinden. Das könne beispielsweise vor einer Beschlussfassung der Zielvorgaben erfolgen.

Gemeinsamer CDU/FDP-Antrag zum Thema "Stadtwerke/Konzessionsverträge"
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„Frühzeitig Bürger beteiligen“

Fragen zur geplanten RWW-TarifumstellungFragen zur geplanten RWW-Tarifumstellung

CDU regt Veranstaltung zur Zukunft der „Ver- und Entsorgungsinfrastruktur“ an – Fragen aus der Bürgerschaft zur geplanten Umstellung der RWW-Tarife

 

Dorsten – Anfang Juni haben alle Kunden der RWW (Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft) Post von ihrem Wasserversorger bekommen. Es geht um eine angedachte Umstellung der Wassertarife und eine in diesem Zusammenhang notwendige Selbstauskunft der Anschlussbesitzer zu der Anzahl der Wohneinheiten pro Gebäude. „Wir sind auf diese Thematik von der Bürgerschaft angesprochen worden“, so CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff. Die Wasserversorger in Deutschland stünden wie RWW alle vor dem Problem, dass in Folge des Bevölkerungsrückganges und des individuellen Wassersparens die Versorgungssysteme unzureichend ausgelastet seien, um die Fixkosten angemessen zu verteilen.

 

Eine einfache Erhöhung der Kubikmeterpreise würde nach RWW eine unaufhaltsame Preisspirale in Gang setzen, da den Preissteigerungen wiederum vermehrtes Wassersparen folgen würde. Das Ziel des Unternehmens sei eine neue Tarifstruktur mit - wie heute auch - fixen und variablen Preiselementen, die sich der tatsächlichen Kostenstruktur annähern würde. Anstelle des bisherigen Grundpreises, der sich nach der Zählergröße bemisst, solle der Systempreis treten. Ein Preis also, den man nach RWW-Angaben für die Pflege bzw. Vorhaltung des Versorgungssystems bezahlen würde, denn die Fixkosten (z. B. Wasserwerke und Wasserleitungen) blieben auch bei einem geringeren Wasserverbrauch bestehen.

 

„Nicht nur im Bereich der Wasserversorgung wir es zu der o. g. Fragestellung kommen. Auch beim Abwasser, dem Gas- und Stromnetz erwarten wir mittelfristig ähnliche Überlegungen“, so CDU-Chef Stockhoff. Nach Meinung der Christdemokraten sei es daher notwendig, dass man frühzeitig die Bürgerinnen und Bürgern beteiligt. Im städtischen Energiebeirat habe man erste Überlegungen von RWW bereits vor zwei Jahren andiskutieren können. Um die Bürgerschaft in die Überlegungen mit einzubinden, rege die CDU daher eine Veranstaltung der Stadt Dorsten, beispielsweise mit Vertretern von RWW, dem Lippeverband und der RWE, an. „Es ist wichtig, dass die Hintergründe näher erläutert werden.

 

Selbstverständlich muss auch die Gelegenheit bestehen, die Notwendigkeit geplanter Umstellungen kritisch zu hinterfragen“, so Stockhoff. Ziel am Ende müsse für die Bürger eine weiterhin flächendeckende, sichere und qualitativ hochwertige Ver- und Entsorgungsinfrastruktur zu dauerhaft bezahlbaren Preisen sein.

"Mit dem Kopf entscheiden"

Wie sieht die energetische Zukunft unserer Stadt aus?Wie sieht die energetische Zukunft unserer Stadt aus?

CDU brachte Kooperation bei Netzübernahme/Vertrieb ins Gespräch – Bürgerinformation ausbauen

 

Dorsten – „Im Kommunalwahlkampf war es die SPD-Kernforderung: Die Komplettübernahme des Stromnetzes und die Gründung von selbstständigen Stadtwerken durch die Stadt Dorsten“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Bernd-Josef Schwane. Stadtwerke wie in Haltern am See oder Herten, die sich im alleinigen Besitz der Stadt befänden, seien nun aber vom Tisch.  „Aufgrund fehlender finanzieller und personeller Ressourcen derzeit einfach nicht umsetzbar“, erläutert Schwane. Das sei inzwischen wohl auch Meinung der SPD.

 

Die Union habe Kooperationsmodellen nie kritisch gegenüber gestanden, sondern habe bereits 2008 darauf gedrängt, dass man die Zusammenarbeit mit Partnern wie anderen Stadtwerken oder auch der RWE prüfen solle. „Unser Ansatz scheint sich heute nach einer ersten gründlichen Prüfung der Angebotslage zu bestätigen“, sagt CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff. Der CDU-Chef hatte Mitte Februar in seiner Rede auf dem CDU-Neujahrsempfang Modelle wie beispielsweise die Emscher-Lippe-Energie (ELE), eine Kooperation der Städte Bottrop, Gelsenkirchen und Gladbeck mit der RWE, ins Gespräch gebracht. „Dabei werden wir den Partner danach auswählen, wer uns das beste und nachhaltigste Angebot macht. Ideologische Gründe sollten kein Auswahlkriterium sein“, betont Stockhoff, dem Schwane beipflichtet: „Wir müssen mit dem Kopf und nicht mit dem Bauch entscheiden!“ Wichtig sei auch, dass zunächst eine Netzvergabe erfolgen müsse. Eine Vertriebsgesellschaft sei ein unabhängiger Schritt davon. „Erst hier kann man Aspekte wie ein Konzept für die Nachtspeicherproblematik in Barkenberg oder den Ausbau umweltfreundlicher Strom- und Wärmeerzeugung einbringen“, so Schwane.

 

Bei der Diskussion würden aktuell leider viele Begrifflichkeiten in einen Topf geworfen werden. So sei eine Netzgesellschaft, d. h. die Stadt kauft mit einem Partner das Stromnetz und verpachtet es weiter, kein Stadtwerk. Auch die Gründung einer städtischen bzw. regionalen Vertriebsgesellschaft sei kein klassisches Stadtwerk.

 

Im Hinblick auf den letzten städtischen Infoabend zum Thema „Stadtwerke“ merkt Stockhoff an: „Ich habe viele unzufriedene Gesichter gesehen. Das liegt einerseits am Wettbewerbsrecht, dass manche Wünsche nicht zulässt. Es liegt aber auch an der Sprache von Politik und Verwaltung.“ Die CDU wolle daher zukünftig möglichst bei jedem Schritt der Vergabe eine kompaktere Form der Bürgerbeteiligung. „Hier brauchen wir eine sinnvolle Vereinfachung der Zusammenhänge, damit es für die Bürger verständlicher wird“, fordert Stockhoff. FDP und CDU seien sich darin einig, dass das Thema „Stromnetz“ zukünftig intensiver vorbereitet werden müsse, als nur in der Fraktionsvorsitzendenrunde: „Es ist uns wichtig, dass breiter in der Politik diskutiert und beraten wird“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Bernd-Josef Schwane abschließend.

„Ein Parteitag vor Ort“

Nicht nur auf der Zechenfläche sieht es heute schon anders aus. Auch an anderen Stellen befindet sich Dorsten im Wandel.Nicht nur auf der Zechenfläche sieht es heute schon anders aus. Auch an anderen Stellen befindet sich Dorsten im Wandel.

CDU lädt zum mobilen Stadtparteitag am 15. Juni 2011 – Motto lautet: „Dorsten – Eine Stadt im Wandel“

 

Dorsten – Dass die Christdemokraten neue Wege bei der Bürger- und Mitgliederbeteiligung gehen, hat das Team um CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Tobias Stockhoff mehrfach in den letzten Jahren mit thematischen Veranstaltungen und Neujahrsempfängen unter Beweis gestellt. Bisher waren besonders Parteitage aber immer an einen festen Ort gebunden. „Das wird sich mit unserem ersten mobilen CDU-Stadtparteitag ändern“, verspricht Stockhoff. Am Mittwoch, dem 15. Juni starten die Dorstener Christdemokraten um 18.30 Uhr vom großen Ratshausparkplatz an der Hervester Straße aus mit dem Bus zum ersten mobilen CDU-Stadtparteitag. Dieser steht unter dem Motto „Dorsten – Eine Stadt im Wandel“.

 

„Wir werden vier Stationen anfahren, die charakteristisch für die aktuellen Schwerpunkte der Dorstener Lokalpolitik sind. Ein Parteitag vor Ort bei den Menschen und an den Stellen, wo sich unsere Stadt im Wandel befindet“, skizziert  der CDU-Chef. Die genauen Ziele will er aber noch nicht verraten: „Nur so viel, es wird um die Themen: Arbeit, Bildung, Energie und Stadtentwicklung gehen.“ In kurzweiligen Vorträgen werden neben Bürgermeister Lambert Lütkenhorst oder CDU-Fraktionschef Bernd-Josef Schwane natürlich Betroffene und Fachleute zu Wort kommen. Im Anschluss an jede Station bestünde immer auch die Möglichkeit zu einer kurzen Diskussion bzw. Fragerunde. Die Rückkehr des Parteitags ist für 21.30 Uhr geplant.

 

Auf die Frage, ob eine solche neue Veranstaltungsform von Mitgliedern und Bürgern angenommen werde, sagt Tobias Stockhoff: „Die Erfahrungen der letzten Jahre haben uns gezeigt, dass das klassische Bürgerforum häufig nicht mehr angenommen wird. Stattdessen seien konkretere sowie thematisch und zeitlich begrenztere Beteiligungsformen den Menschen wichtig.“ Mit dem mobilen Stadtparteitag wolle man daher eine neue Veranstaltungsform wagen.

 

„Neben unseren Mitgliedern sind selbstverständlich auch interessierte Bürgerinnen und Bürger zu unserem ersten mobilen Stadtparteitag herzlich eingeladen“, betont CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff. Aufgrund organisatorischer Gründe wird um eine Anmeldung unter: Telefon: (0 23 62) 2 33 38 in der Zeit von 9 Uhr bis 18 Uhr oder per Email: info@cdu-dorsten.de gebeten. Anmeldeschluss ist Montag, der 13. Juni 2011.

Einladung zum ersten mobilen CDU-Stadtparteitag am 15. Juni 2011
Einladung_CDU-Stadtparteitag Juni 2011.pdf
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Anmeldeschreiben zum ersten mobilen CDU-Stadtparteitag am 15. Juni 2011
2011-06-15_Anmeldeschreiben_CDU-Stadtpar[...].pdf
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