Archiv Juni 2009
Lehrstellen von A bis Z
Auch die Bundeswehr informierte über ihre Ausbildungsangebote.Über die Berufsinfobörse des CDU-Stadtverbandes Dorsten am 26. Juni 2009 berichtete Ludger Böhne von der WAZ Dorsten wiefolgt:
Das Gedränge ist groß, die Luft stickig. Über 300 Jugendliche – zumeist aus den neunten Klassen – drängelten sich am Freitag durch die traditionelle Infobörse der CDU für Berufseinsteiger im VHS-Forum.
Ein gutes Dutzend Firmen, Verbände und Institutionen stellte offene Stellen vor und gab praktische Tipps für einen gelungenen Start ins Arbeitsleben. In einem dicken Katalog waren Praktikumsplätze und Lehrstellen für 2010 von A (wie Augenoptiker) bis Z (wie Zerspahnungsmechaniker) aufgeführt.
Das Interesse an Infos ist groß. Viele Jugendliche haben zwar eine Vorstellung, was sie machen möchten. Aber sie machen gerade ihre ersten Schritte auf dem Arbeitsmarkt. Die meisten haben im abgelaufenen Schuljahr etwa ein Praktikum absolviert.
Annkathrin weiß schon, sie will erst Abi machen, findet das Info-Angebot aber prima. Sarah sucht einen Job als Chemielaborantin, hat bisher eine Bewerbung geschrieben. Sie findet es schwierig, sich überhaupt für einen Beruf zu entscheiden. Katharina schwankt noch zwischen einer Ausbildung zur Bürokauffrau oder Fortsetzung der Schulausbildung bis zum Fachabi. Kim hat schon ganz klare Vorstellungen: Tiefpflegerin oder Garten-Landschaftsbauerin will sie werden.
Längst bekommen die Jugendlichen viel Unterstützung bei der Berufswahl. An der Geschwister-Scholl-Schule etwa gibt es ein „Berufs-Orientierungs-Büro” (kurz: Bob). Zwei Lehrerinnen beraten die Schüler. Der Verein Jugend in Arbeit bietet Veranstaltungen, probt Bewerbungs- und Telefongespräche mit den Azubi-Kandidaten, berichtet ein Lehrer der Schule.
Unter den Lehrstellen-Anbietern stellt sich auch die Stadt vor – nach Stewing-Pleite (2000 Arbeitsplätze) und Schließung der Zeche (4000) mittlerweile der größte Arbeitgeber in Dorsten. Zehn Ausbildungsplätze für 2010 will die Verwaltung nach den Sommerferien ausschreiben, regelmäßig gehen 300 bis 400 Bewerbungen für diese Plätze ein, berichtet Frank Maiß vom Personalamt. Mit allen Bewerbern wird ein Eignungstest gemacht, der bei der Vergabe eine wichtige Rolle spielt. Bei technischen Berufen bildet die Stadt über den eigenen Bedarf hinaus aus. Bei Berufen, mit denen man nur im öffentlichen Dienst arbeiten kann, ausschließlich bedarfsorientiert. Gleichwohl gebe es keine Übernahmegarantie mehr. Frank Maiß: „Aber danach wird heute auch gar nicht mehr gefragt . . .”
Übersicht über Lehrstellen und Praktikumsplätze
CDU-Berufsinfobörse2009_Katalog.pdf
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„Schule macht den Anfang“
CDU: "Schulen statt Ruinen."CDU-Themeninfostände beginnen an diesem Samstag auf dem Altstadtmarkt.
Dorsten – „Am Samstag starten unsere thematischen Infostände“, kündigt CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff an. Dabei macht das Thema „Schule/Bildung“ den Anfang. In der Zeit von 09.30 Uhr bis 12.30 Uhr stehen die Christdemokraten mit einem Infostand vor Mensing auf dem Dorstener Wochenmarkt. Dabei ständen insbesondere die Schulpolitiker der CDU Dorsten den Menschen Rede und Antwort. Weiter hätten auch die stellv. Bürgermeisterin Christel Briefs und CDU-Fraktionsvorsitzender Bernd-Josef Schwane ihr Kommen zugesagt.
„Wir setzen in diesem Wahlkampf neben unserem Spitzenkandidaten, Bürgermeister Lambert Lütkenhorst, ganz klar auf unsere Bilanz sowie inhaltliche Aussagen für die Zukunft“, so Stockhoff. So habe Dorsten unter der CDU-Mehrheit in den letzten fünf Jahren trotz der angespannten Haushaltslage über 23 Millionen Euro in die Schulen investiert, davon alleine 3 Millionen Euro in „Offene Ganztagsgrundschulen“. „Für uns gilt auch zukünftig als CDU: ‚Schulen statt Ruinen!‘“ so der Unions-Chef. Es seien zwei zusätzliche Stellen in der Schulsozialarbeit geschaffen worden und Dorsten habe als einzige Stadt im Kreis eine eigene Schulpsychologin.
„Wir ruhen uns natürlich auf der Bilanz nicht aus“, so der schulpolitische Sprecher der CDU, Christian Heddier, „Die Menschen sollen sich auch darüber informieren können, wofür wir in Zukunft stehen.“ Die Union trete u. a. für das gegliederte und begabungsgerechte Schulsystem ein, bekenne sich zu den kleinen „Dorfgrundschulen“, will die bauliche Sanierung der Schulen fortsetzen, setzt sich für Energiesparmaßnahmen an Schulen ein, will eine Fortführung des Projektes „Kein Kind ohne Mahlzeit“ und steht für den Ausbau der Ganztagsbetreuung in allen Schulformen.
In der kommenden Woche sei dann das Thema „Familie“ an der Reihe. Es gibt jeweils farbige Flugblätter zum entsprechenden Thema mit Bilanz und den Kernzielen der Union. Dazu abgestimmt seien auch immer die jeweiligen Plakate in der Stadt. Selbstverständlich kann man auch mit anderen Anliegen zum Infostand kommen.
„Erfahrung und Verlässlichkeit“
CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff stellte das erste Themenplakat vorCDU verabschiedet einstimmig ihr Aktionsprogramm – Änderungsanträge aus der Bürgerschaft weitgehend übernommen
Dorsten – „Mit Lambert Lütkenhorst als Spitzenkandidat und einer guten Ratsmannschaft haben nicht nur das bessere Personal. Seit heute Abend haben wir auch klare inhaltliche Aussagen, mit denen wir in die nächsten fünf Jahren ziehen werden“, betonte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff zum Ende des CDU-Programmparteitages. Am Donnerstagabend beschlossen die Dorstener Christdemokraten in der Petrinum-Aula einstimmig ihr Kommunalpolitisches Aktionsprogramm „Dorsten. In guten Händen.“
CDU-Chef Stockhoff sagte zu Beginn des Parteitages: „Wir setzen bewusst auf Inhalte und wollen uns damit von anderen Parteien abheben.“ Weiter seien „Erfahrung und Verlässlichkeit die Stärken, mit denen die CDU und Lambert Lütkenhorst in die Wahl gehen werden.“ Bei der Union und Lütkenhorst wüssten die Menschen, „woran sie sind.“ Dass es die Christdemokraten mit den Inhalten ernst meinen, dokumentierte ein erstes Themenplakat zum Thema „Familienfreundliche Stadt“, welches vorgestellt wurde. Man wolle sowohl die Bilanz der letzten Jahre dokumentieren, als auch einen Ausblick für die nächsten Jahre geben.
Bürgermeister Lambert Lütkenhorst machte in seiner Einführung in das Programm deutlich, dass man sich für sehr konkrete Programmaussagen entschieden habe. „Wir wollen nicht nur abstrakte Ziele definieren, sondern auch den Weg dorthin beschreiben. Gerade das unterscheidet uns wohltuend von der SPD und meinem Mitbewerber.“ Daher freue er sich auf eine große Podiumsdiskussion, „bei der dann endlich mein Mitbewerber deutlich erklären muss, was und vor allen wie er etwas besser machen will. Betroffenheit alleine reicht nicht.“ Entwicklungsschwerpunkt der nächsten Jahre sei eindeutig Hervest und die Zechenflächen. Einen großen Kaufland auf dem Zechengelände erteilte Lütkenhorst erneut eine Absage und empfahl das Lippetorcentor. Darüber hinaus sei natürlich weiter der Stadtumbau Barkenberg „im Focus der Bemühungen.“ Auch das Thema Schulsanierung läge der CDU weiter am Herzen: „Wir haben seit 2004 über 23 Millionen in unsere Schulen investiert. Diesen Weg gehen wir weiter.“ Im Anschluss interviewten Fraktionschef Bernd-Josef Schwane und Tobias Stockhoff verschiedene CDU-Fachpolitiker zu den einzelnen Bereichen des Programms.
Die abschließende Antragsdiskussion ging unter der fachkundigen Leitung von CDU-Landratskandidat Josef Hovenjürgen MdL zügig über die Bühne. „Alle 23 inhaltlichen Änderungsanträge wurden mit großer Mehrheit angenommen“, so Stockhoff. Bei der Gesamtabstimmung wurde das CDU-Bürgerprogramm einstimmig verabschiedet. In den nächsten Tagen wird es unter www.cdu-dorsten.de zu finden sein bzw. kann unter (0 23 62) 2 33 39 oder info@cdu-dorsten.de angefordert werden.
Der Programmparteitag im Video
1) Eröffnung und Begrüßung durch den CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Tobias Stockhoff. (Video)
2) Einführung in das Kommunalpolitische Aktionsprogramm "Dorsten. In guten Händen." durch Bürgermeister Lambert Lütkenhorst (CDU). (Video)
Die Kernziele der CDU sind u. a.:
Das CDU-Bürgerprogramm wurde einstimmig beschlossenSchule und Bildung:
Erhalt des dreigliedrigen und begabungsgerechten Schulsystems, Ablehnung einer zweiten Gesamtschule, Erhalt der Grundschulen auch in den Dörfern („Kurze Beine! Kurze Wege!"), Sanierung der Schulgebäude, Sicherung des Projektes „Kein Kind ohne Mahlzeit" und der Ausbau von Ganztagsangeboten in allen Schulformen
Familie und Generationen:
Ausbau der Familienzentren, Aufgabenerweiterung des Familienbüros, Verbesserung der Betreuungsangebote, Schaffung einer dauerhaften Jugendeinrichtung in Hervest, Verbesserung der Sprachförderung im Kindergarten, Neuordnung der „Sozialräume", und das Netzwerk „Kindeswohl"
Kultur:
Teilnahme an der Kulturhauptstadt 2010, Schaffung eines Netzwerkes „Kulturschaffende", Unterstützung der Heimatvereine, Kulturelles Angebot auf der Zechenfläche und Umsetzung des Leseprojektes „Baumhaus" von Cornelia Funke
Sport:
Erhalt/Neubau eines Spielfeldes in Rhade, der Neubau eines Vereins- und Umkleidegebäudes für den SV Deuten, die Sanierung und Erweiterung von Umkleidekabinen am Wittenbrink in Wulfen und der Ausbau der Sportanlage des SV Dorsten-Hardt, ergebnisoffene Prüfung, ob die Umwandlung der Sportstätten in einen Betrieb gewerblicher Art Vorteile bringt
Soziales und Integration:
Soziale Stadt „Hervest", Stadtumbau Barkenberg, Überprüfung der Mittelvergabe beim Thema „Integration", Umsetzung des Seniorenförderplans und für eine Kommunalisierung von Projekten für junge Arbeitslose
Wirtschaft, Energie und Stadtentwicklung:
Bestandspflege, Neue Gewerbeflächen auf der Zechenfläche, Unterstützung des NewParks, Brachflächen vor Neuflächen, gesamtstädtisches Einzelhandelskonzept, Ausbau von Wirtschaftswegen, neue Wohnbauflächen (insbesondere auch in kleineren Stadtteilen und im Dorstener Süden), neue Wohnformen für Jung und Alt, Energetische Sanierungsmaßnahmen von städtischen Gebäuden, ergebnisoffene Prüfung der Gründung von Stadtwerken
Tourismus, Grün und Friedhöfe:
sanfter Tourismus an Lippe, Stärkung von Dorsten als Naherholungsgebiet, Schaffung Dorfpark Wulfen und Altendorf-Ulfkotte mit den Vereinen, vorausschauende Konzeptionierung der Gestaltung von Grünflächen (geringerer Pflegebedarf), Erdbestattung muss bezahlbar bleiben und würdige neue Bestattungsformen
Sicherheit und Sauberkeit:
härteres Durchgreifen bei Verschmutzung der Umwelt, Knöllchen für Müllsünder, Schwerpunktkontrollen z. B. am Busbahnhof sowie eine Ordnungspartnerschaft zwischen Polizei und Stadtverwaltung
Finanzen:
überregionaler Einsatz für bessere Finanzausstattung durch Bund und Land, nachhaltige Investitionen, Schwerpunkte: Stadtentwicklung und Bildung, Ausgabenkritik auch im Pflichtbereich
CDU-Ausbildungsbörse informiert Berufseinsteiger
Unternehmen informieren über Ausbildungsangebote
Dorsten – Auch in diesem Jahr möchte die Dorstener CDU Schulabgängern mit ihrer Ausbildungsbörse den Einstieg in das Berufsleben erleichtern. Die Christdemokraten konnten wieder zahlreiche Unternehmen gewinnen, die am kommenden Freitag (26.06.2009) in der Zeit von 10 bis 13 Uhr ihre Ausbildungsplätze für das Jahr 2010 im Forum der Volkshochschule vorstellen werden.
„Natürlich werden wir auch wieder unseren kostenlosen Katalog mit Ausbildungs- und Praktikumsangeboten verteilen“, kündigt CDU-Ehrenvorsitzender Werner Niermann an, auf dessen Initiative die „Infobörse für Berufseinsteiger“ zurückgeht. „Hier hat man die Gelegenheit, sich ganz aus erster Hand zu informieren und im persönlichen Gespräch kennenzulernen“, fasst CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff das Ziel der Christdemokraten zusammen. „Ganz nebenbei kann man sicherlich auch den einen oder anderen Tipp bekommen, worauf man bei seiner Bewerbung achten sollte“, ist sich der CDU-Chef sicher.
Zahlreiche Unternehmen aus den verschiedensten Bereichen haben ihr Kommen zugesagt. So werden die Bundeswehr, die RWE, die Telekom, die Caritas, das Bildungsinstitut des Krankenhauses, die AOK Westfalen-Lippe, das Hotel- und Gaststättengewerbe und die Stadt Dorsten mit Ständen vertreten sein. Außerdem wird die Metall- und Elektroindustrie mit ihrem Infomobil vor Ort sein, um die Schülerinnen und Schüler über Ausbildungsmöglichkeiten im größten deutschen Industriezweig zu informieren.
Das Angebot richtet sich in erster Linie an Schüler der neunten und zehnten Klasse aller Schulformen, die im kommenden Jahr den Haupt- oder Realschulabschluss anstreben. Aber auch Abiturienten, die nach dem Abitur eine Ausbildung beginnen wollen, werden bei der Infobörse zahlreiche Informationen zum Berufseinstieg finden.
„Unser Programm trägt die Handschrift der Bürger“
Bürgermeister Lambert Lütkenhorst wird am Donnerstag in das Programm einführenCDU stimmt am Donnerstag über ihr Bürgerprogramm zur Kommunalwahl ab – Zahlreiche Anregungen von Bürgerschaft, Vereinen und Unternehmen übernommen
Dorsten – Am Donnerstagabend lädt die CDU Dorsten alle Parteimitglieder sowie alle Bürgerinnen und Bürger zum Programmparteitag in die Petrinum-Aula ein. Um 19.00 Uhr startet der offene CDU-Stadtparteitag. Nach der Begrüßung durch CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Tobias Stockhoff wird Bürgermeister Lambert Lütkenhorst (CDU) in das Programm „Dorsten. In guten Händen. Kommunalpolitisches Aktionsprogramm 2009 – 2014“ einführen. Daran anschließend werden CDU-Fraktionschef Bernd-Josef Schwane und Tobias Stockhoff eine Auswahl der Sprecher der Fraktion zu den wichtigsten thematischen Forderungen der Union interviewen. Das ganze soll multimedial untermalt werden.
„Unser Programm trägt die Handschrift der Bürgerinnen und Bürger“, freut sich CDU-Chef Tobias Stockhoff. In über 200 Terminen habe die CDU Dorsten, deren Ortsverbände sowie die Teilfraktionen in den letzten zwei Jahren bei Besuchen bei von Vereinen, Institutionen und Unternehmen sehr genau hingehört. „Diese Anregungen haben wir zu einem Großteil mit einarbeiten können“, betont Christian Heddier, der das Programm der Union maßgeblich zusammengestellt hat. Auch dass man den Programmentwurf zur Diskussion ins Internet eingestellt habe, hat sich nach Meinung der Christdemokraten bewährt. „Inzwischen haben wir über 15 inhaltliche Anträge von Mitgliedern, Vereinen und Bürgern erhalten. Diese stellen wir am Donnerstag zur Abstimmung“, so Heddier. Bei diesem Programm habe man weiter besonders darauf geachtet, dass sich jeder Stadtteil wieder finden könne und dass konkrete Forderungen im Vordergrund ständen. „Die berühmte Programmlyrik haben wir bewusst stark reduziert“, verspricht der CDU-Stadtverbandsvorsitzende. Das letzte Wort über das Programm haben die CDU-Mitglieder beim Stadtparteitag am Donnerstag. Auch interessierte Bürger(innen) sind herzlich eingeladen. Nach dem Parteitag soll es auch noch ein Kurzprogramm geben.
Wer keine Einladung erhalten hat, kann diese per Email info@cdu-dorsten.de oder per Telefon unter (0 23 62) 2 33 38 anfordern oder unter www.cdu-dorsten.de herunterladen. Dort sind ab Mittwoch auch die Änderungsanträge zu finden.
Einladung_Kommunalwahlprogramm_18062009.pdf
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"Wollen ein faires Angebot machen"
"Schule und Bildung" ist eines der Kernthemen der Union bei der KommunalwahlDie WAZ Dorsten zum CDU-Kommunalwahlprogramm
Dorsten - Zehn Wochen vor der Wahl am 30. August stellt die CDU ihr Kommunalpolitisches Aktionsprogramm vor. Am Donnerstag, 18. Juni, berät die Partei über Änderungsanträge und verabschiedet den 27-seitigen Wegweiser für die nächsten fünf Jahre (ab 19 Uhr, Aula Petrinum).
„Dorsten. In guten Händen" haben die Christdemokraten ihr Programm betitelt. Mitgearbeitet haben viele, betont Parteichef Tobias Stockhoff. Die Ortsvereine natürlich, auch Anregungen von Bürgern und Unternehmen seien eingeflossen. Klare Vorgabe: Kein Angebot machen, das sich nicht umsetzen lässt. Stockhoff: „Wir wollen den Bürgern ein faires Angebot machen." Dabei sei der Parteispitze klar, „dass man Geld braucht, um Pläne umzusetzen", so Fraktionschef Bernd-Josef Schwane. „Aber es gibt auch Stellschrauben über geschicktes Management." Großen Wert, so betont er, lege die CDU auf Bürgerbeteiligung und Ehrenamt. Die Redaktion des Programms hat Christian Heddier übernommen.
Schule und Bildung hat die CDU als „zentrales Zukunftsthema" an den Anfang gestellt. Deutlich ist das Bekenntnis zur Realschule, gegen eine zweite Gesamtschule. Kleine Grundschulen in den Ortsteilen sollen erhalten bleiben. Das Ganztagsangebot, etwa in den Gymnasien, weiter auszubauen, ist weiteres Ziel.
Jedem Stadteil ein Familienzentrum, Ausbau der Familienbüros und stärkere Verknüpfung mit dem Jugendamt - das sind Ziele der Familienpolitik. Die CDU will auch: die Jugendzentren erhalten und ein neues in Hervest schaffen (möglicherweise auf dem Zechengelände), bedarfsgerechte Betreuung für Kinder bei kirchlichen wie privaten Trägern. Kindergärten sollen „qualifizierte Sprachförderung" leisten.
„Die Vielfalt erhalten und weiter ausbauen", wird im Bereich Kultur angestrebt. Kommunale Kulturarbeit sei „unverzichbares Element der Daseinsvorsorge". Unabdingbar ist dabei die Stadtbibliothek. Wichtiges Anliegen ist die Sicherung der Qualität durch Kooperationen (Jüd. Museum, Klassik-Festival Ruhr, Knorre-Stiftung) und Ehrenamt. Weitere Verbesserungen hält die CDU durch ein Netzwerk der Kulturschaffenden für möglich.
Im Sport will sich die CDU für Sanierung und Erweiterung der Sportstätten stark machen. Das Programm nennt den Rhader Dahlenkamp (3. Spielfeld), Deuten, Wulfen und Dorsten-Hardt. Ergebnis-offen soll geprüft werden, ob die Umwandlung von Sportstätten in einen Betrieb gewerblicher Art Vorteile bringt.
Die Absicherung existenzieller Risiken und die Befähigung zu einem Leben ohne Transferleistungen nennt die CDU als Ziele ihrer Sozialpolitik. Dazu sollen Ortsteile wie Hervest und Barkenberg gestärkt, Projekte für Arbeitslose kommunalisiert werden.
Zentraler Punkt der Stadtentwicklung ist das Zechengelände. Der Media-Markt gehört für die CDU an die Bovenhorst, neue Wohnbauflächen soll es in den kleinen Ortsteilen geben. Die Entwicklung neuer Gewerbe- und Industrieflächen im Industriepark Dorsten/Marl, am Schacht Wulfen und im Köhl sind Ziele der Wirtschaftspolitik.
Gegen die Abkoppelung der ländlichen Stadtteile will sich die CDU in der Verkehrspolitik einsetzen. Sie plädiert außerdem für einen Erhalt aller Bahnlinien und Verlegung des Hervester Bahnhofs an die Halterner Straße. von Martin Ahlers
Quelle: WAZ Dorsten, 16.06.2009
„Motivationshilfe im doppelten Sinne!“
Die CDU bedankt sich bei allen Wählerinnen und Wählern.CDU erneut stärkste Kraft in Dorsten - Dank an die Wählerinnen und Wählern
Dorsten - Mit fast 41 % der Stimmen ist die Union mit großem Abstand erneut die stärkste politische Kraft in Dorsten. Die SPD konnte vom Rückgang bei der CDU in Dorsten hingegen nicht profitieren. Sie verharrte in Dorsten bei 27 % und damit sogar noch einmal deutlich hinter ihrem Dorstener Kommunalwahlergebnis von 2004. „Zunächst bedanken wir uns natürlich bei allen Wählerinnen und Wählern. Ein besonderer Dank geht auch an unsere Europakandidatin Hildegard Schulte Kellinghaus", sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Bernd-Josef Schwane unmittelbar nach der Wahl. „Das Ergebnis zur Europawahl ist für uns eine Motivationshilfe für die nächsten Wochen bis zu den Wahlen im Sommer. Und zwar im doppelten Sinne", so CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff.
Die CDU sehe es selbstkritisch, dass man fast 6 Prozentpunkte in Dorsten verloren habe und dass die Wahlbeteiligung auch in Dorsten nur knapp über 40 % gelegen habe. „Auch wenn wir mit beiden Entwicklungen im Bundestrend liegen", so CDU-Fraktionsvorsitzender Bernd-Josef Schwane. „Als Volks- und Bürgerpartei haben wir den Anspruch möglichst viele Menschen von unseren christlich-demokratischen Ideen zu überzeugen. Daher ist unser Ziel bei Wahlen in Dorsten immer 40% + X", hob Stockhoff noch einmal hervor. Man sehe das Ergebnis somit als Motivation in den nächsten Wochen bis zur Kommunalwahl am 30. August und natürlich bis zur Bundestagswahl 2009 am 27. September 2009 engagiert für die Union und deren Ziele zu werben. „Da müssen wir und unsere Kommunalwahlkandidaten noch ein paar Schippen drauflegen", ist sich der CDU-Stadtverbandsvorsitzende sicher.
Auch wenn die Ausgangslage für die Stadtrats- und Bürgermeisterwahlen gut seien, „Wir haben die Wahlen noch lange nicht gewonnen. Und ich warne vor jeder Selbstüberschätzung und Überheblichkeit. Auch ein aktuell schwacher Gegner ist ein ernst zu nehmender Gegner", so Stockhoff. Darüber hinaus würde sich sowohl in Dorsten als auch im Bund immer mehr abzeichnen, dass auch rot-rot-grüne Mehrheiten im Rahmen des Möglichen liegen. „Jeder der eine links-grüne Mehrheit in Dorsten verhindern und der Lambert Lütkenhorst als Bürgermeister behalten will, der sollte am 30. August für Lambert Lütkenhorst und die CDU stimmen. Es kommt wirklich auf jede Stimme an", wirbt der CDU-Chef noch einmal nachdrücklich. Die CDU werde sich in den nächsten Wochen mit einem hochmotivierten und engagierten Wahlkampf präsentieren.





