Archiv Juli 2011
CDU: „Wertschöpfung muss vor Ort bleiben“
v. l. n. r.: Rainer Deppe MdL, Josef Hovenjürgen MdL, Helga und Johannes Thier sowie Tobias StockhoffMehr als 200 Landwirte und Interessierte bei CDU-Veranstaltung auf dem Hof Thier
Lembeck - „Nicht erst seit Fukushima wird über die Auswirkungen des Ausbaus der regenerativen Energien auf die Landwirtschaft diskutiert“, machte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff deutlich, „aber durch die Reaktorkatastrophe in Japan ist die Frage drängender geworden.“ Dass gerade Landwirten dieses Thema unter den Nägeln brennt, zeigte auch die Resonanz. Mehr als 200 Landwirte und Interessierte folgten der Einladung der CDU auf den Hof der Familie Thier in Lembeck, um über Chancen und Risiken der Energiewende für die Landwirtschaft zu diskutieren. Und so formulierte Friedrich Steinmann, Kreisverbandsvorsitzender des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), die zentrale Frage der Landwirte: „Wir wollen wissen, wo wir betroffen sind – negativ und positiv!“
Mit Rainer Deppe, dem landwirtschaftspolitischen Sprecher der Landtagsfraktion, konnte die Union einen fachkundigen Referenten gewinnen. Deppe, selbst gelernter Landwirt, machte deutlich dass in den kommenden Monate wichtige Weichenstellungen erfolgen werden: „Jetzt wird entschieden, ob die Wertschöpfung im ländlichen Raum und bei den Landwirten bleibt oder ob die Konzerne und die Finanzinvestoren von der Energiewende profitieren“. Er ermutigte die Landwirte, sich in diesen Prozess, egal ob bei der Ausweisung von Windvorrangzonen oder im Bereich Biogas, einzubringen. „Die neuen Entwicklungen beinhalten nicht nur Risiken sondern auch Chancen“, machte Deppe deutlich. Problematisch, und da war sich Deppe mit den anwesenden Landwirten einig, sei der zunehmende Flächenkonkurrenz, nicht nur durch erneuerbare Energien.“ Daher habe die alte schwarz-gelbe Landesregierung dieses Thema ganz oben auf die Agenda gesetzt, aber leider verknappe die rot-grüne Landesregierung mit ihrem Paradigma einer extensiven Landwirtschaft die Flächen zusätzlich.
Pauschale Kritik der Landwirte an großen Biogasanlagen wollte Steffen Schirmacher-Rohleder nicht gelten lassen. „Es ist immer eine Frage des Standortes, ob es zu einer Flächenkonkurrenz kommt“, hielt der Geschäftsführer der ODAS GmbH, die in Holsterhausen eine Biogasanlage betreiben will, die hauptsächlich mit Grünschnitt betrieben werden soll, entgegen.
In seinem Schlusswort griff der örtliche CDU-Landtagsabgeordnete Josef Hovenjürgen das Thema auf. Der gelernte Landwirt appellierte an seine Berufskollegen, gemeinsam für die Interessen der Landwirtschaftschaft in unserer Region zu kämpfen: „Die Landwirtschaft ist in unserer Region immer noch ein großer Arbeitsgeber. Das müssen wir deutlich herausstellen!“
„Wir werden die Grünen in die Verantwortung nehmen“
Auch WLV-Kreisverbandsvorsitzender Friedrich Steinmann warnte vor dem Verbandsklagerecht Heftige Kritik der Landwirtschaft an Verbandsklagerecht für Tierschutzverbände – Geplantes Enthornungsverbot von Rindern gefährdet Sicherheit
Lembeck – Bei der landwirtschaftspolitischen Veranstaltung der CDU war neben der Energiewende auch das von der rot-grünen Landesregierung angedachte Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzverbände ein heiß diskutiertes Thema. „Wir können über jeden konkreten Punkt des Tierschutzes diskutieren. Denn dort kann man Argumente austauschen. Das Verbandsklagerecht wird aber den Tierschutz nicht wirklich verbessern“, so der landwirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Rainer Deppe MdL: „Es wird aber Investitionen verzögern. In manchen Fällen sogar durch langwierige Gerichtsprozesse verhindern.“ Jede geplante Baumaßnahme über 50 m3 umbauten Raum kann dann von einem Tierschutzverband beklagt werden, wenn die Genehmigungsbehörde nicht auf die Anregungen der Tierschutzverbände eingeht. Sogar dann, wenn alle geltenden Tierschutzbestimmungen erfüllt seien.„Und 50 Kubikmeter erreicht man schnell. Tierhaltung in unseren Abgeordnetenbüros in Düsseldorf wäre somit schon nicht mehr möglich“, merkte CDU-Kreisvorsitzender Josef Hovenjürgen schmunzelnd an.
„Wenn künftig Tierschutzvereine und nicht mehr die Fachlichkeit entscheiden, ist das eine Bedrohung für die Landwirtschaft in unserem Land“, ist Deppe überzeugt. „Grüne Denke sei es, dass man die Tiere vor dem Landwirt schützen müsse“, ärgert sich Deppe, das Gegenteil sei der Fall: „Jedem Landwirt liegt das Wohl seiner Tiere am Herzen“. Zustimmung erhielt er für diese Position vom WLV-Kreisverbandsvorsitzenden Friedrich Steinmann, der kritisierte, dass die SPD dieses wichtige Thema ausschließlich den Grünen überließe: „Die SPD duckt sich wie damals schon unter Bärbel Höhn weg.“
Das von den Grünen in NRW geplante Enthornungsverbot von Rindern traf auf völliges Unverständnis der Landwirte. „Das Entfernen der Hörner von Rindern hat man eingeführt, damit sich die Tiere weder untereinander noch Menschen verletzen. Wir werden den grünen Landwirtschaftsminister Johannes Remmel zukünftig für jeden Unfall in Haftung nehmen, sollte das Verbot kommen“, machte Hovenjürgen unmissverständlich deutlich. Und Steinmann ergänzte ironisch: „Vielleicht sollten wir bei der Diskussion einen Schwerpunkt auf den Verletzungsschutz der Tiere legen!? Die Gesundheit der Landwirte scheint im grünen Landwirtschaftsministerium kaum einen zu interessieren.“
„Der Betrieb setzt Maßstäbe auf vielen Ebenen“
Johannes Thier erklärt das moderne MelkhausCDU besuchte Milchviehbetrieb von Johannes Thier
Lembeck – Mit gut 400 Milchkühen zählt der Hof von Johannes Thier wohl zu einem der größten landwirtschaftlichen Betriebe in der Region. Dass der Hof in Lembeck auch zu einem den modernsten gehört, davon konnten sich am Mittwochabend Rainer Deppe MdL, landwirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, sowie zahlreiche Christdemokraten überzeugen. „2009 haben wir einen neuen Stall für 240 Milchkühe sowie ein neues Melkhaus gebaut“, erläuterte der Landwirt. Nun würde quasi spiegelbildlich ein fast baugleicher Stall entstehen. „Wir freuen uns, dass unser Sohn ebenfalls in den Betrieb einsteigen will“, begründet Thier indirekt einen Hintergrund für die Erweiterung. Der Lembecker Landwirt hat sich mit zwei Partnern zusammengeschlossen und die Thier Milchvieh GbR gegründet. Thier ist dabei für die eigentliche Haltung der Milchkühe zuständig. Auf den anderen beiden Höfen stehen Jungrinder bzw. findet die Kälberaufzucht statt.
„Jede Kuh hat einen Chip. Wir können an der Melkanlage bzw. am PC also immer genau erkennen, wie die Milchleistung einer Kuh aktuell ist. Ist sie um 25% geringer als der Durchschnitt der Kuh, erkennen wir das hier direkt im Melkstall an einer roten Lampe. Das könnte dann zum Beispiel daran liegen, dass das Tier krank ist“, so der Landwirt. Dass bei der ganzen Technisierung auch der Tierschutz nicht zu kurz kommt, wurde beim Rundgang deutlich: „Der Betrieb setzt auch in diesem Zusammenhang Maßstäbe“, bestätigt der heimische CDU-MdL und gelernte Landwirt Josef Hovenjürgen. So sei ein spezieller Boden verwendet worden und auch der Umlauf der Tiere sei möglich. Daneben müsse man beim Bau solcher Stallungen auf eine gute Belüftung achten. „Häufig unterstellt man Bauern, die würden ihre Ställe deshalb mit so großen Dächern ausrüsten, damit sie viel Photovoltaikanlagen drauf bekommen“, merkt Thier süffisant an, „In Wirklichkeit geht es aber um eine gute Belüftung. Wenn es in einem Kuhstall fast nicht nach Kuh riecht, sind entweder keine Kühe da oder der Stall ist richtig belüftet.“ Der Strom aus der Sonne sei dabei ein schöner Nebeneffekt, den auch der agile Lembecker Landwirt gerne nutzt.
„Der Hof macht deutlich, dass intensive Landwirtschaft und Tierschutz miteinander in Einklang zu bringen sind“, so Rainer Deppe, der vom WLV-Kreisverbandsvorsitzenden Friedrich Steinmann ergänzt wird: „Und auch energetisch betrachtet hat die intensive Landwirtschaft durchaus Vorteile.“
„Spannendes Zukunftsthema“
Arbeitskreis wird als Ergebnis der großen Resonanz der Veranstaltung "Energiewende - Auswirkungen auf die Landwirtschaft" gegründetAls Reaktion auf den große Resonanz richtet die CDU Dorsten einen Arbeitskreis „Energiewende“ ein
Dorsten – „Die große Resonanz am heutigen Abend hat uns die Entscheidung sehr leicht gemacht. Man sieht, es ist ein spannendes Zukunftsthema“, so CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff. Die Dorstener Christdemokraten wollen in den nächsten Wochen einen Arbeitskreis „Energiewende“ einrichten. „Hier können neben Mitgliedern selbstverständlich auch interessierte Bürger mitarbeiten“, lädt Stockhoff zum Mitmachen ein. In diesem Arbeitskreis wollen sich die Christdemokraten über die verschiedenen Formen der erneuerbaren Energien, beispielsweise Biogas-, Photovoltaik- oder Windkraftanlagen, sowie konventionelle Energieformen informieren.
Aber auch Heizungssysteme oder Energieeinsparung werden Themen sein: „Wichtig ist uns dabei, dass der Arbeitskreis so praktisch wie möglich ausgerichtet ist“, betont der CDU-Chef. So seien neben Fachgesprächen auch Exkursionen und Betriebsbesichtigungen geplant.“ Man wolle dabei genau hinter die Kulissen schauen und Dinge kritisch hinterfragen. „Uns interessiert sowohl die Wirtschafts- als auch die Ökobilanz“, sagt Stockhoff.
Interessierte können sich per Telefon (0 23 62) 2 33 38 in der Zeit von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr sowie per Email unter info@cdu-dorsten.de zum Arbeitskreis anmelden.
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(c) CDU-Stadtverband Dorsten
„Ursulinenschulen sind wichtiger Bestandteil der Dorstener Schullandschaft“
Die Dorstener CDU begrüßt die Gründung einer Trägerstiftung für die Ursulinenschulen.CDU begrüßt Trägerstiftung für St. Ursula-Schulen – Enge Abstimmung bei Schulentwicklungsplanung
Dorsten – Die Dorstener CDU begrüßt die Bestrebungen der Ursulinen, ihre Schule in die Trägerschaft einer Stiftung zu überführen. „Das ist der richtige Weg, um dauerhaft den Bestand der beiden Ersatzschulen zu sichern“, erläutert CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff. Die Christdemokraten werden diese Entwicklung begleiten und unterstützen. „Der Konvent der Ursulinen hat über Jahrhunderte mit Herzblut dafür gesorgt, dass junge Menschen eine gute und an Werten orientierte Bildung erhalten“, lobt Stockhoff die Arbeit des Ordens. „Ich bin mir sicher, dass sich viele Förderer in Dorsten finden werden, die die Fortführung dieser Arbeit ganz im Sinne der Ursulinen unterstützen werden.“
Davon ist auch der schulpolitische Sprecher der CDU überzeugt. „Die Ursula-Schulen sind ein wichtiger und anerkannter Baustein in der Dorstener Schullandschaft“, meint Christian Heddier. Die Schulen ergänzten ideal das städtische Schulangebot und füllten das Recht auf freie Schulwahl mit Leben. Die Union strebt eine bessere Einbindung der Ursula-Schulen bei der Aufstellung des Schulentwicklungsplanes an. „Als CDU-Fraktion haben wir bereits ein erstes Gespräch zu dem Thema geführt“, berichtet der Schulpolitiker. Gerade mit Blick auf die anstehende Schulentwicklungsplanung sei es eine enge Abstimmung zwischen den beiden großen Ersatzschulen und der Stadt Dorsten sinnvoll. „Wir freuen uns, dass die Ursulinenschulen sich in diesen Prozess einbringen möchten. Davon kann die Schullandschaft in Dorsten insgesamt nur profitieren“, ist Heddier sicher.
„Schulkonsens bietet Chance für Dorstens Schulen“
CDU-Erfolge: Kleinere Klassen, Erhalt von Gymnasien und Realschulen, gegildertes Schulsystem kommt in die LandesverfassungDorstener Union begrüßt schulpolitischen Konsens in NRW: „Die CDU-Handschrift ist deutlich erkennbar“
Dorsten/Düsseldorf – CDU-Fraktionschef Bernd-Josef Schwane und CDU-Parteichef Tobias Stockhoff sind sich einig: „Der Schulkonsens bietet eine Chance für Dorstens Schulen“, so die erste Reaktion der örtlichen Christdemokraten auf das gestern in Düsseldorf von CDU, SPD und Grünen vorgestellte Kompromisspapier. „Ganz wichtig ist aus unserer Sicht, dass damit bis 2023 – also mindestens 12 Jahre – mehr Verlässlichkeit und bessere Planbarkeit in die Schulpolitik kommt und die Vereinbarung von keiner Partei einseitig gekündigt werden kann“, sieht Stockhoff einen Hauptvorteil der Einigung von Christdemokraten und rot-grüner Landesregierung. Das würde auch bei der Schulentwicklungsplanung in Dorsten klare Perspektiven ermöglichen. „Jetzt ist es wichtig, dass er auch zeitnah umgesetzt wird. Wir müssen weg von Schulversuchen wie der Gemeinschaftsschule, die von Verwaltungsgerichten kassiert werden. Stattdessen wollen wir klare Regelungen“, betont Schwane.
Auch inhaltlich sei die Dorstener Union mit dem Papier zufrieden. „Mehr hätte man bei den gegensätzlichen Positionen kaum erreichen können. Der Konsens trägt eine klare CDU-Handschrift“, lobt Stockhoff ausdrücklich die CDU-Schulpolitiker Klaus Kaiser MdL und Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg MdL, die wichtige Kernforderungen der Union einbringen konnten. So wird es keine Einheitsschule in NRW geben: „Das begabungsgerechte und gegliederte Schulsystem wird neben integrativen Schulen in der Verfassung festgeschrieben.“ Kommunen und Eltern sollen zukünftig passende Lösungen für ihre Stadt finden. Dort wo Hauptschulen funktionieren, blieben sie erhalten. In kleinen und ländlichen Kommunen oder Stadtteilen, wo die Schülerzahlen oder der Elternwunsch es erforderlich machen, könne man ab 2012 Sekundarschulen einrichten. Hierbei seien Haupt- und Realschulzweig unter einem Dach vereint. „Das kann sicherlich auch in unserer Region eine Perspektive sein“, so Schwane. Die CDU habe auf eine Garantie für die Gymnasien und die Realschulen gepocht. Sekundarschulen besitzen daher keine gymnasiale Oberstufe und treten nicht in Konkurrenz zu Gymnasien auf.
Auch bei der Lehrerzuweisung habe die Union für Dorsten wichtige Akzente setzen können. „Die durchschnittliche Klassengröße in Grundschulen soll auf 22,5 Schüler gesenkt werden. Das bedeutet, dass auch die Mindestgröße (bisher 18) verringert werden kann. Ein klarer Vorteil für unsere Zwergschulen“, sieht der CDU-Stadtverbandsvorsitzende einen großen Schritt in Richtung kleinerer Klassen. Weiter soll an Gymnasien und Realschulen die durchschnittliche Klassengröße von 28 auf 26 Schüler schrittweise reduziert werden. Es gibt also keine Besserstellung von integrativen Schulformen mehr. „Unsere langjährige Forderung, dass Ressourcen, die durch sinkende Schülerzahlen freiwerden, im Schulsystem bleiben müssen (Demographische Gewinne), ist ebenfalls vereinbart worden“, zeigt sich Bernd-Josef Schwane zufrieden mit dem Schulkonsens.
Folgen der Energiewende für die Landwirtschaft
Rainer Deppe MdL kommt auf den Hof Thier nach LembeckCDU-Veranstaltung am 27. Juli 2011 mit Rainer Deppe MdL, dem landwirtschaftspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion auf dem Hof Thier in Lembeck
Dorsten/Lembeck – Unter dem Motto „Energiewende, Biomasse, Windenergie… - Auswirkungen auf die Landwirtschaft“ laden der CDU-Kreisverband Recklinghausen und der CDU-Stadtverband Dorsten herzlich alle Landwirte und interessierten Bürger am Mittwoch, 27. Juli 2011, 19.00 Uhr auf den Hof Thier nach Lembeck ein. „Wir bedanken uns ausdrücklich bei Johannes Thier, dass wir diese Veranstaltung bei ihm auf dem Hof durchführen dürfen und wir unseren Gästen wieder eine ganz besondere Atmosphäre präsentieren können“, so CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff.
„Das Thema ‚Energie‘ brennt aktuell vielen Landwirten unter den Nägeln“, fasst Stockhoff zahlreiche Gespräche der letzten Wochen mit Dorstener Landwirten zusammen. Die Reaktorkatastrophe von Fukushima und die damit einhergehende Energiewende habe neue Fragen aufgeworfen: „Werden noch mehr Flächen für nachwachsende Rohstoffe benötigt?“ oder „Haben wir ausreichend Flächen für Windkraftanlagen?“ seien dabei nur zwei von vielen Fragen. Und bei der Beantwortung gäbe es auch unter den Landwirten durchaus unterschiedliche Meinungen. „Wir wollen an diesem Abend der Landwirtschaft ein Forum bieten und versuchen die unterschiedlichen Interessen abzuwägen“, so CDU-Kreisvorsitzender Josef Hovenjürgen MdL.
Nach einer Begrüßung durch CDU-Chef Tobias Stockhoff und einem kurzen Grußwort durch den WLV-Kreisverbandsvorsitzenden Friedrich Steinmann werde an diesem Abend der landwirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Rainer Deppe MdL, mit einem Impulsreferat in das Thema einführen. Im Anschluss daran stünden mit Rainer Deppe, Friedrich Steinmann, dem heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Josef Hovenjürgen sowie ODAS-Geschäftsführer Steffen Schirmacher-Rohleder vier kompetente Diskussionspartner zur Verfügung. „Wir haben bei dieser Veranstaltung ausdrücklich einen Schwerpunkt auf den Bereich „Energie“ gelegt. Selbstverständlich sind im Laufe der Diskussion aber auch andere Fragen aus dem Publikum herzlich willkommen“, lädt Josef Hovenjürgen herzlich zu Teilnahme an der Diskussion ein.
Die CDU bittet aus organisatorischen Gründen um eine Anmeldung unter Telefon (0 23 62) 2 33 38 oder per Email info@cdu-dorsten.de. Weitere Infos und eine Einladung findet man unter: www.cdu-dorsten.de
Infos zur Rainer Deppe MdL:
Der gebürtige Kölner ist 55 Jahre alt, ist verheiratet und hat vier erwachsene Kinder. Als gelernter Landwirt kennt er die Herausforderungen der Landwirtschaft. Seit dem 22. Mai 2005 vertritt er Teile des Rheinisch-Bergischen Kreises im Landtag von Nordrhein-Westfalen.
Einladung_Landwirschaftsveranstaltung 20[...].pdf
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2011-07-27_Anmeldeschreiben_Landwirtscha[...].pdf
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Arbeitsplätze für Menschen mit Lernschwäche
Die ehrenamtliche Geschäftsführerin Karoline Pinkert (2. v. r.) und Betriebsleiter Ekkehard Gruhn (3. v. r.) stellten den Christdemokraten die Arbeit der Integrationsfirma "Haus und Garten Service gGmbH" vor.CDU besuchte "Haus und Garten Service gGmbH" eine Integrationsfirma von „Lernen Fördern NRW“
Dorsten – Gleich zu Beginn stellte die ehrenamtliche Geschäftsführerin der Integrationsfirma „Haus und Garten Service gGmbH“ Karoline Pinkert klar: „Wir haben hier keine 400 Euro-Jobs. Es handelt sich ausschließlich um regulär beschäftigte Mitarbeiter. Allerdings besitzen alle einen Schwerbehindertenausweis.“ Auf Einladung des Verbandes „Lernen Fördern NRW“ (Landesverband zur Förderung von Menschen mit Lernbehinderungen NRW e. V.) besuchten die Dorstener Christdemokraten am Montagabend die gemeinnützige Wulfener Firma. Haus und Garten Service gGmbH beschäftigt aktuell neun Mitarbeiter mit Lernbehinderung. „Wie in jedem anderem Unternehmen wird natürlich auch bei uns die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung gefördert. Wir haben für Menschen mit Lernschwäche Arbeitsplätze im Garten- und Landschaftsbau geschaffen“, so Pinkert, die auch Landesvorsitzende von „Lernen Fördern NRW“ ist.
Betriebsleiter Ekkehard Gruhn machte anschließend deutlich, dass das Unternehmen neben öffentlichen Aufträgen auch für Firmen und Privatpersonen in Dorsten arbeiten würde. „Neben der Grünpflege bieten wir zum Beispiel auch die Neu- und Umgestaltung von Gärten oder Erd- und Pflasterarbeiten an.“ Aktuell sei die Firma auch als Subunternehmer mit der Grünpflege im Stadtteil Wulfen betraut. „Gerade für Jugendliche mit Lernbehinderung ist es häufig sehr schwer einen Beruf zu finden. Umso wichtiger ist das Engagement von ‚Lernen Fördern‘ bei uns in Dorsten“, lobte CDU-Fraktionschef Bernd-Josef Schwane die Arbeit der Integrationsfirma.
Nach dem Betriebsbesuch diskutierten die Christdemokraten mit Karoline Pinkert noch über die aktuelle Inklusionsdebatte in NRW. „Hier muss man sehr genau differenzieren, welche Behinderung vorliegt“, mahnte Pinkert. Wichtig sei dann auch die personelle Ausstattung an Regel- und Förderschulen. Es dürfe nicht sein, dass die grüne Schulministerin Sylvia Löhrmann nur Zielquoten vorgäbe, aber die Schulen und Kommunen dann nicht mit zusätzlichen Finanzmitteln und dem notwendigen Personal ausstatte. Dieser Satz fand auch die volle Zustimmung von CDU-Parteichef Tobias Stockhoff: „Wer wirklich Inklusion und das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung will, der wird ohne zusätzliche Mittel nicht auskommen. Bisher lässt uns die rot-grüne Landesregierung als Kommunen vor Ort im Regen stehen.“ Wichtig sei darüber hinaus, dass man im Anschluss an die Schulzeit den Kindern auch eine berufliche Perspektive aufzeigen könne. „Und genau das versuchen wir hier in Wulfen und freuen uns über jeden öffentlichen und privaten Auftrag und jede Form der Unterstützung“, so die Landesvorsitzende abschließend.
„Die Risikoabwägung stärker gewichten“
CDU und FDP wollen die Netze auch für umweltfreundlichen Strom fitmachenCDU und FDP wollen bei der Konzessionsvergabe Netzsicherheit, Chancen- und Risikoabwägung sowie Einbindung regenerativer Energien stärken
Dorsten – Am Mittwoch werden mit großer Wahrscheinlichkeit die Ratsmitglieder die Auswahlkriterien für die weitere Konzessionsvergabe für Strom beschließen. Hier wird es auch darum gehen, wie man die jeweils vier Kriterien in zwei großen Gruppen (Konzessionsvertrag / Kooperationsangebote) gewichten will. Zu den Gewichtungen haben Rödl & Partner einen Vorschlag erarbeitet. Dabei seien sich alle Fraktionen im Grundsatz einig. Allerdings wollen viele Fraktionen noch geringfügig die Gewichte verschieben.
CDU- und FDP-Ratsfraktion haben bereits einen gemeinsamen Vorschlag am vergangenen Mittwoch im Haupt- und Finanzausschuss eingebracht. „Uns ist wichtig, dass es auch zukünftig in Dorsten ein ausfallsicheres, preisgünstiges und verbraucherfreundliches Netz gibt. Daher wollen wir hier die Prozentsätze von 15% auf 20% erhöhen“, erläutert CDU-Fraktionschef Bernd-Josef Schwane. In einem anderen Punkt sei man sich auch mit der SPD einig: „Das Dorstener Stromnetz soll für umweltfreundliche Energien und eine dezentrale Versorgung unter der Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit stärker ausgebaut werden“, so Thomas Boos für die FDP-Fraktion. Daher wolle man diesen Punkt von 5% auf 10% verdoppeln. „Davon profitieren langfristig alle Bürger und Unternehmen, die z. B. Photovoltaik-, Windkraftanlagen oder Blockheizkraftwerke haben“, so Boos.
Am Infoabend der Stadt wurde deutlich, dass die Bürger eine genaue Risikoanalyse erwarten. „Wir werden nur einer Kooperation zustimmen, wenn sie sich langfristig rechnet.“, betont Schwane. Aus diesem Grund planen CDU und FDP die Gewichtung der Abwägung von Chancen und Risiken von 30 % auf 40% zu erhöhen. Beide Fraktionschefs betonen, dass man aktuell mit der Ausnahme von rein kommunalen Stadtwerken keine weitere Option ausschließen würde und eine Entscheidung durch die Politik getroffen werden müsste. „Der Gutachter berät uns. Wir werden aber erst nach Durchsicht aller Angebote und abschließenden Verhandlungen mit den Bestplatzierten entscheiden“, so CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff.
Da jede Kooperationslösung bei der hochverschuldeten Stadt einen Kredit nötig machen würde, seien Union und Liberale froh, dass vor einem möglichen Vertragsabschluss neben Wirtschaftsprüfern auch die Kommunalaufsicht eingebunden sei. „Ein finanzielles Himmelfahrtskommando, nur um ins Stromgeschäft einzusteigen, wird es mit uns nicht geben“, stellen Schwane und Boos abschließend klar.
Bürgerinformation_Konzessionsverträge.pdf
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CDU bietet wieder Hilfe bei der Lehrstellensuche
2011 fiindet die CDU-Berufsinfobörse bereits zum 18. Mal statt.Berufsinfobörse des CDU-Stadtverbandes Dorsten wird volljährig – Am 13. Juli von 10 bis 13 Uhr im VHS-Forum
Dorsten – „Unsere Berufsinfobörse wird dieses Jahr volljährig“, erklärt CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff. Vor 18 Jahren wurde die Informationsbörse für Schüler vom damaligen CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Werner Niermann ins Leben gerufen. „Unser Anspruch hat sich dabei nicht verändert. Wir wollen Schülern eine Hilfestellung bei der Lehrstellensuche und Berufswahl geben“, erklärt Werner Niermann, der mit seiner Frau Marianne bis heute maßgeblich die Berufsinfobörse organisiert.
Am Mittwoch, dem 13.07.2011, wird die Lehrstellenbörse in der Zeit von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr im Forum der Volkshochschule Dorsten stattfinden. „Die Schüler können sich an diesem Vormittag an Infoständen verschiedener Unternehmen über Ausbildungsplätze, Voraussetzungen und natürlich auch über die Unternehmen informieren“, so Stockhoff. Viele Firmen und Berufsverbände hätten sich gefunden, die interessante Informationen für Schüler bereithalten würden. Darunter u. a.: Bundeswehr, Caritas Fachseminar für Altenpflege, Timmermann Objektbau GmbH, Stadt Dorsten, Agentur für Arbeit, EON Kraftwerke, Infobus „Metallberufe“, Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW vertreten durch Vornbrock Garten- und Landschaftsbau, Hotel- und Gaststättenverband, AOK und die Dorstener Wohnungsgesellschaft. „Ein umfangreiches Angebot von kaufmännischen und handwerklichen Berufsbildern, das für Schüler aller Schulformen interessant sein dürfte“, verspricht der CDU-Chef. Natürlich habe man auch wieder Ausbildungsplätze und Praktikumsmöglichkeiten für das Ausbildungsjahr 2012 zusammengestellt. Die Union bedankt sich bei allen beteiligten Unternehmen. „Damit können wir wieder eine breite Übersicht von Ausbildungsplätzen in Dorsten und Umgebung anbieten“, so Werner Niermann abschließend.
Eingeladen sind neben einzelnen Schülern und Jugendlichen auch wieder ganze Schulklassen bzw. die künftigen Abschlussjahrgänge. Weitere Informationen unter info@cdu-dorsten.de bzw. Tel.: (0 23 62) 2 33 38.






