Friedhöfe und Trauern
Friedhöfe sind nicht nur Orte der Totenruhe, des Abschiednehmens, des Trauerns und des Gedenkens, sondern erfüllen auch Aufgaben in den Bereichen Erholung, Ökologie, Kultur, Geschichte und haben soziale Funktion. Nach unserem christlichen Bild vom Menschen gilt die Würde des Menschen auch über den Tod hinaus. Diese ist für uns oberstes Gebot bei der Entscheidung, welche Bestattungsformen wir künftig auf den städtischen Friedhöfen zulassen wollen und steht über finanziellen Abwägungen. Gleichwohl ist es von zentraler Bedeutung, dass die Friedhöfe wirtschaftlich arbeiten, damit eine würdevolle Bestattung auch in Zukunft erschwinglich bleibt.
Die CDU Dorsten setzt sich daher ein:
n Für würdige Bestattungsformen. Die Würde des Menschen hat auch nach dem Tod Vorrang vor finanziellen Erwägungen. So ist beispielsweise das „Verstreuen“ von Asche mit unserem christlichen Menschenbild nicht vereinbar.
n Für die Ergänzung der bereits angebotenen Bestattungsformen. Die Menschenwürde muss dabei auch über den Tod hinaus gewährleistet bleiben. So halten wir die Bestattung im Wurzelwerk eines Baumes für vorstellbar, sofern die entsprechende Fläche umzäunt und einem Friedhof angeschlossen ist. Dabei muss der Charakter als letzte Ruhestelle deutlich erkennbar sein.
n Für bezahlbare Bestattungsformen und Ruhestätten. Anonyme Bestattungen sehen wir kritisch. Diese dürfen nicht die kostengünstigste Variante der Bestattung sein, damit niemand aus finanziellen Gründen zu dieser Form der Bestattung gezwungen wird. Die klassische Erdbestattung muss in Dorsten auch in Zukunft bezahlbar sein.
n Für ein Angebot an pflegefreien und pflegereduzierten Grabanlangen, wie z. B. Gemeinschaftsgrabanlagen. Die bereits angebotenen Rasengräber gilt es zu überdenken, da das äußere Erscheinungsbild aufgrund von Erdsenkungen vielerorts nicht zufrieden stellen kann. Eine Bepflanzung mit Bodendeckern kann hier eine Alternative sein.
n Für eine Öffnung für gestalterisch aufwendigere Grabanlagen. Großflächige Landschaftsgräber sollen zukünftig das Angebot ergänzen.
n Für Umstrukturierungen bei den Trauerhallen. Für die Hardter Trauerhalle soll die Übernahme durch einen örtlichen Bestatter geprüft werden. Dabei muss sichergestellt bleiben, dass diese weiterhin von Kirchen, Stadt und anderen Bestattern genutzt werden kann. Für die Trauerhalle auf dem Waldfriedhof in Holsterhausen kann eine offenere Variante eine ansprechende Alternative sein.





