Archiv Februar 2009

„Jedes Kind braucht Chance auf einen sozialen Aufstieg“

Über 200 Gäste kamen zum 18. Politischen Aschermittwoch der CDUÜber 200 Gäste kamen zum 18. Politischen Aschermittwoch der CDU

Über 200 Gäste beim 18. Politischen Aschermittwoch der CDU Altendorf-Ulfkotte – Josef Hovenjürgen und Sven Volmering begeistern mit kämpferischen Reden

 

Altendorf-Ulfkotte – Bis auf den letzten Platz gefüllt war am Mittwochabend die Altendorfer Mehrzweckhalle. Die beiden Veranstalter CDU-Ortsverbandsvorsitzender Ludger Föcker und CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff freuten sich sichtlich über die weit mehr als 200 Besucher beim Politischen Aschermittwoch der CDU in Dorstens südlichstem Stadtteil.

 

Nach der musikalischen Begrüßung durch die Üfter Jagdhornbläser unter der Leitung von Hubert Harde konnte Ratsherr Föcker neben Bürgermeister Lambert Lütkenhorst (CDU) und CDU-Fraktionschef Bernd-Josef Schwane auch die beiden Redner, CDU-Landratskandidat Josef Hovenjürgen MdL und CDU-Bundestagskandidat Sven Volmering begrüßen. Dass die Entscheidung der Union, in diesem Jahr ausschließlich auf heimisches Spitzenpersonal zu setzten, richtig war, zeigten der außergewöhnlich gute Besuch sowie die kämpferischen und engagierten Redner, die pointiert die Unterschiede der Unionspolitik im Vergleich zu den anderen Parteien herausstellten.

 

CDU-Kreisvorsitzender Hovenjürgen machte deutlich, dass er als Landrat alle Bürgermeister an einen Tisch holen würde: „Egal, ob schwarzes, rotes oder anderes Parteibuch. Im Sinne der Region und der Menschen müssen wir zusammenarbeiten.“ Darüber hinaus sei die beste Sozialpolitik für den Kreis Recklinghausen die Schaffung neuer Arbeitsplätze: „Wir wollen nicht HartzIV verwalten. 70.000 HartzIV-Empfänger im Kreis Recklinghausen sind einfach zu viel. Wir müssen neue Arbeitsplätze ermöglichen.“ Daher seien Projekte wie NewPark oder zahlreiche Infrastrukturprojekte wie der Ausbau der B225/A52 notwendig. Als weiteren Schwerpunkt nannte Hovenjürgen den Bereich Bildung: „Hier müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass keiner in unserem Bildungssystem auf der Strecke bleibt.“ Mit der Umwandlung von Hauptschulen zu Einheits- oder Gesamtschulen seien die Probleme nicht gelöst, sagte er in Richtung SPD: „Die Hauptschulen kann man abschaffen. Aber die Hauptschüler, die z. B. oft mehr praktisch begabt sind, bleiben. Wir müssen auch diesen Kindern eine Perspektive bieten. Durch mehr Lehrer und mehr Ganztagsschulen.“ Hier sei Union auf dem richtigen Weg. Außerdem sei es abenteuerlich, wenn sich jetzt SPD und Grüne, die bis vor 3,5 Jahren das Schulsystem in NRW an die Wand gefahren hätten, sich jetzt als große Retter aufspielen würden.

 

Sven Volmering begann seine Rede mit einem kritischen Blick auf die aktuelle Wirtschaftskrise. „Bei allen Staatshilfen muss gelten: Wir dürfen nicht den Unternehmen helfen, die am lautesten schreien, sondern müssen den Unternehmen helfen, wo es sich aus ökonomischen Gesichtspunkten sinnvoll ist. Und: (Teil-)Verstaatlichung von Banken kann richtig sein, um nicht das ganze System zum Zusammenruch zu bringen.“ Außerdem würden reine Finanzspritzen nur den Aktionären nutzen. Darüber hinaus forderte der Dorstener CDU-Bundestagskandidat und Landesvorsitzende der Jungen Union NRW, dass man sich wieder zur sozialen Marktwirtschaft hinwenden müsse.

 

Im Hinblick auf die aktuelle Debatte zum Thema „Kinderarmut“ sagte er: „Jedes Kind braucht eine Chance auf einen sozialen Aufstieg.“ Das heißt für Volmering, dass der Staat in den Familien, wo die Mittel für Kinder nicht bei den Kindern ankommen, Alternativen in Schulen, Kindergärten usw. entwickeln müsse. „Hier wollen wir überforderten Eltern helfen, damit es bei den Kindern nicht zu dauerhaften HartzIV-Karrieren kommt – vom Großvater zum Enkel.“ In seine Rede warf er den „SED-Nachfolgern“ von der Linkspartei offenkundige Freude über die aktuelle Wirtschaftskrise vor. Weiter machte Volmering deutlich, dass die SPD sich lieber Gedanken über den zweiten Vornamen ihres Spitzenkandidaten „Frank(-Walter) Steinmeier“ mache, als über wirkliche Lösungsansätze, um aus der Krise herauszukommen. Darüber hinaus sei für ihn der Kuschelkurs der SPD zur Linken unerträglich. So habe SPD-Landeschefin Hannelore Kraft gesagt: „Wir haben eine ganz klare Meinung: Dazu haben wir unsere Position immer offengelassen.“

 

Mit solchen und ähnlichen Sätzen machten die beiden Redner deutlich, dass es beim traditionellen Politischen Aschermittwoch, inzwischen übrigens im 18. Jahr, immer hart aber herzlich zugeht. So konnten die Christdemokraten auch den stellv. Stadtverbandsvorsitzenden der SPD, Manfred Wissing, sowie FDP-Ratsherr Ingo Stoffel begrüßen. Zum Abschluss gab es nicht nur langanhaltenden Applaus für die beiden Redner, sondern natürlich auch wieder das traditionelle Altendorfer Aschermittwochs-Essen mit Heringstipp und Pellkartoffeln.

Videos vom 18. Politischen Aschermittwoch

1) Aschermittwochsrede von CDU-Landratskandidat Josef Hovenjürgen (Video)

2) Aschermittwochsrede von CDU-Bundestagskandidat Sven Volmering (Video)

Photos vom 18. Politischen Aschermittwoch

„Über 100 Jahre regionale Bank für Bürger und Mittelstand“

Volksbankchef August W. Langenbrinck stellte der CDU die Volksbank Dorsten vor.Volksbankchef August W. Langenbrinck stellte der CDU die Volksbank Dorsten vor.

CDU informierte sich über die Volksbank Dorsten – Diskussion auch über aktuelle Finanzmarktkrise
 
Dorsten – Im Rahmen der Reihe „CDU vor Ort“ besuchten der  CDU-Stadtverband, der CDU-Ortsverband Altstadt/Feldmark sowie die CDU-Teilfraktion „Wirtschaft“ in dieser Woche die Volksbank Dorsten eG. Vorstandsvorsitzender August W. Langenbrinck und Manfred Hürland, Marketingleiter der Volksbank Dorsten stellten den Christdemokraten dabei die regionale Genossenschaftsbank vor. „Wir sind mit 14.000 Mitgliedern quasi der größte politische Verein in Dorsten“, sagte Langenbrinck schmunzelnd. Trotz einer großen Anzahl an Mitbewerbern, neben der Sparkasse gibt es in Dorsten auch Geschäftsstellen der großen deutschen Privatbanken, sei man als Volksbank Dorsten mit etwa 40.000 Kunden sehr gut aufgestellt. „Seit inzwischen über 100 Jahren sehen wir uns als regionale Bank für den Bürger und den wirtschaftlichen Mittelstand“, so der Chef der Volksbank.
 
Als zweiten Schwerpunkt stellte Langenbrinck das gesellschaftliche Engagement der Volksbank heraus: „Im vergangenen Jahr haben wir bzw. unsere Kunden über die Zweckerträge aus dem Gewinnsparen über 140.000 € für Kultur- und Vereinsarbeit gespendet.“ Seit einigen Jahren würde sich die Bank Schwerpunkte bei der Unterstützung von Vereinen, Schulen und Initiativen setzen. 2006 waren das alleine fast 85.000 € für die Dorstener Schulen. 2007 hätten die Kindergärten einen Schwerpunkt gebildet. Daneben engagiere sich die Dorstener Volksbank beim Dorstener Kultursommer und in dem Trägerverein„Altes Rathaus“. „Hier leisten der Trägerverein und die Volksbank eine bemerkenswerte Arbeit, die das kulturelle Leben erheblich bereichert“, so CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff.

 
Ein weiteres Augenmerk beim Gespräch bildete natürlich die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise. August W. Langenbrinck verdeutlichte, dass die Volksbanken durch ihre regionale und konservative Marktstrategie nur im geringen Maße von der Finanzkrise direkt betroffen seinen: „Die grundsätzlichen Auswirkungen spüren wir natürlich. Denn: Geht es den Unternehmen und Bürgern in unserem Einzugsbereich finanziell schlechter, merken wir das natürlich auch.“ Er machte weiter klar, dass sich der eine oder andere von hohen Zinsen im Ausland habe blenden lassen. „In Island bekam man zwar 6 Prozent Zinsen. Bei Volksbanken oder Sparkassen nur 3,5 %. Aber damit war natürlich auch ein erhebliches Risiko für den Auslands-Anleger verbunden“, so Langenbrinck. Es sei kritisch, wenn in Ländern wie Island die Bankenbilanz das Bruttoinlandsprodukt um ein Vielfachen übersteigen würde. Der Volksbankchef rechnet übrigens erst in 2010 mit einer Erholung der wirtschaftlichen Lage.

 

Der nächste „CDU vor Ort“-Termin im März ist schon vereinbart. Es wird sich um die Sparkasse Vest handeln. Interessierte Vereine, Firmen oder Institutionen, die ihre Arbeit vorstellen oder mit der CDU ins Gespräch kommen möchten, können sich unter Email: info@cdu-dorsten.de bzw. Tel.: (0 23 62) 2 33 38 bei der CDU melden.

 

„Finanzprobleme völlig unbekannt“

SPD-Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan versteht bei Dorstens Finanzkrise nur Bahnhof.SPD-Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan versteht bei Dorstens Finanzkrise nur Bahnhof.

SPD-Kandidatin für Bundespräsidentenamt Gesine Schwan versteht bei Dorstens Finanzkrise nur Bahnhof

 

Dorsten – „Wer einen eindrucksvollen Beweis dafür haben will, dass die Finanzprobleme der Emscher-Lippe-Region völlig unbekannt sind, sobald man über die regionalen Grenzen hinauskommt, der darf jetzt ungestraft die SPD-Kandidatin für das Bundespräsidentenamt Gesine Schwan anführen“, meint CDU-Pressesprecher Christian Heddier und bezieht sich auf die gestrige Sendung „Hart aber Fair!“ in der ARD. Dort war Bürgermeister Lambert Lütkenhorst (CDU) zitiert worden, dass Dorsten bereits 56 Millionen Euro durch den Soli in die neuen Bundesländer überwiesen habe und dieses ausschließlich durch Kredite habe finanzieren müssen. Als Beispiel für den Finanzkollaps nannte er die Holsterhausener Bonifatius-Schule in der Kinder bei 14°C unterrichtet werden mussten, weil bisher kein Geld für die Sanierung vorhanden war. Die lapidare Antwort der SPD-Präsidentschaftskandidatin: „Ganz nebenbei. Also, weil die Fenster nicht in Ordnung sind, sind da 14 Grad. Da habe ich ein bisschen Probleme. Da könnte man ja neue Fenster einsetzen.“

„Ach, nee! Würden wir ja gerne, wenn das Geld da wäre. Wir sind zwar sicher, dass Frau Schwan diese Antwort nicht hämisch meinte. Dennoch, große Sachkenntnis vermittelt diese Aussage nicht. Scheinbar versteht Frau Schwan nur Bahnhof, wenn es um die Probleme einer ganzen Region geht“, so Christian Heddier. Daran könne man nach Meinung der Union erkennen, dass unser Finanzproblem bei vielen Politikern in Bund und Ländern immer noch nicht bekannt ist. „Der Weg von Bürgermeister Lambert Lütkenhorst, sich zum Sprachrohr der Nothaushaltskommunen zu machen und die Situation in den Medien immer und immer wieder zu schildern, ist daher absolut richtig“, betont CDU-Bundestagskandidat Sven Volmering. Der Soli müsse endlich nach Bedürftigkeit und nicht nach Himmelsrichtung verteilt werden. Darüber hinaus dürfe es eine Finanzierung des Solis über Kassenkredite in Zukunft nicht mehr geben.


Zu wirklicher Verärgerung bei der Dorstener Union führte aber die Aussage des ehemaligen SED-Mitgliedes und heutigen Bundesgeschäftsführers der Partei „Die Linke“ Dietmar Bartsch. Er bezeichnete die Dorstener als „Jammerwessis“. „Herr Bartsch hat sich ganz offensichtlich noch nie mit der Lage unserer Kommunen ernsthaft beschäftigt. Die Linke will weiterhin eine Klientelpartei für den Osten sein. Vielleicht sollten ihn mal seinen kommunistischen Kampfgenossen aus Dorsten einladen, um ihm die angespannte Lage unserer Städte zu erklären“, sagt Heddier. Erst kürzlich hatte die Dorstener Linke betont, dass man erst im Land und Bund linke Mehrheiten bräuchte um eine besser Politik auch für Dorsten zu machen. „Wenn Leute wie Herr Bartsch Verantwortung im Bund übernehmen. Dann gute Nacht Dorsten! Dann sind die Menschen einer ganzen Region nur Jammerwessis und deren Probleme egal“, so der CDU-Pressesprecher abschließend.

Die Äußerungen von Gesine Schwan sind im WDR Web-TV nachzuschauen (43:16 Min.).