Familienbüro
Antrag vom 06. Februar 2006
Das Amt für Familie und Jugend, Schule und Sport wird beauftragt, ein Konzept zur Einrichtung eines städtischen Familienbüros zu erarbeiten und dieses in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses vorzustellen. In dem Bericht sollen insbesondere folgende Aspekte Berücksichtigung finden:
1. Auflistung häufig von Familien nachgefragter Dienstleistungen, die für Familien vollständig im Familienbüro erbracht werden können.
2. Geeignete Standorte / Raumkapazitäten für das Familienbüro
3. Kostenschätzung für die Ersteinrichtung des Familienbüros.
4. Möglichkeiten zu Organisationsveränderungen innerhalb des Amtes für Familie und Jugend, Schule und Sport mit dem Ziel, Personal für das Familienbüro bereitzustellen.
5. Notwendige Vorlaufzeit bis zur möglichen Einrichtung eines Familienbüros
Sachverhalt
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Der CDU-Stadtverband hat in seinem auf dem CDU-Stadtparteitag am 16. Juni 2004 einstimmig beschlossenen
„Kommunalpolitischen Aktionsprogramm 2004 – 2009“ dem Thema Familie breiten Raum eingeräumt. CDU-Stadtverband und CDU-Fraktion vertreten die Auffassung, dass man sinkenden Geburten-raten und der damit verbundenen Überalterung unserer Gesellschaft aktiv entgegentreten muss. Es muss in unserer Gesellschaft wieder ein Klima geschaffen wird, das „Lust auf Familie“ macht.Dazu muss einerseits ein Umdenken in unserer Gesellschaft stattfinden, andererseits müssen auch die Rahmenbedingungen für Familien verbessert und Hindernisse für Familien abgebaut werden. Dies ist eine Querschnittsaufgabe, die alle Felder und alle Ebenen von Politik und Verwaltung fordert. Eine wirksame Familienpolitik beinhaltet das Aufgreifen von Sorgen und Problemen der Familien vor Ort. Die CDU-Fraktion Dorsten stellt sich dieser Herausforderung und wird mit verschiedenen Maßnahmen versuchen, das Klima für Familien in unserer Stadt zu verbessern. Eine dieser Maßnahmen ist die Einrichtung eines städtischen Familienbüros. Das städtische Familienbüro soll als erste Anlaufstelle für alle Familien in unserer Stadt dienen. Dort sollen der wesentliche Teil der für Familien relevanten Behördengänge erledigt und städtische Dienstleistungsangebote in Anspruch genommen werden können. Außerdem sollen Familien im städtischen Familienbüro eine grundlegende Beratung in ihren Anliegen erfahren sowie Informationsmaterialien zu den Angeboten für Familien in Dorsten erhalten können. Durch die Bündelung von verschiedenen Beratungs-, Dienstleistungs- und Informationsangeboten können den Familien zusätzliche Behördengänge erspart werden.
Es liegt in der Natur der Sache, dass das städtische Familienbüro komplexere Anliegen und Probleme nicht alleine bearbeiten kann, sondern dabei auf die Fachleute in den Abteilungen des Amtes für Familie und Jugend, Schule und Sport oder in anderen Ämtern angewiesen ist. Das städtische Familienbüro kann aber nach Auffassung der CDU-Fraktion in diesen Fällen eine wichtige Lotsenfunktion wahrnehmen und die Familien an die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus weitervermitteln.
Damit ein solches städtisches Familienbüro seiner Zielsetzung gerecht werden kann, ist es erforderlich,
dieses an exponierter Stelle anzusiedeln. Das städtische Familienbüro soll für die die Verwaltung aufsuchenden
Familien leicht als Solches erkennbar und erreichbar sein. Aus diesem Grund hält es die CDUFraktion
für prüfenswert, ob eine Angliederung an das Bürgerbüro möglich ist, indem ein Beratungsplatz im Bürgerbüro als städtisches Familienbüro genutzt wird.
Um eine qualifizierte Beratung sicherzustellen, hält es die CDU-Fraktion für notwendig, dass sich die
Kompetenz des Amtes für Familie und Jugend, Schule und Sport auch im personellen Bereich niederschlägt.
Daher erscheint es sinnvoll, durch organisatorische Veränderungen im Amt für Familie und Jugend,
Schule und Sport personelle Kapazitäten für das neu einzurichtende Familienbüro bereitzustellen.






