Archiv Dezember 2009

CDU-Vorsatz für 2010 - Wandel zur Bürgerpartei

CDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias StockhoffCDU-Stadtverbandsvorsitzender Tobias Stockhoff

Ständig sinkende Wahlbeteiligung, schlechtere Wahlresultate, sinkende Mitgliederzahlen - dagegen hat Tobias Stockhoff ein Konzept: Er will aus der Dorstener CDU bis 2014 eine Bürgerpartei machen. 
 
Dorsten - Im Gespräch mit der Dorstener Zeitung erläuterte der CDU-Stadtverbands-Vorsitzende jetzt, wie er diesen Wandlungsprozess im Neuen Jahr forcieren will. Und auch, warum eine Reform unverzichtbar ist: „Die Wähler sind es leid, dass ihnen kurz vor Toresschluss mit Plakaten, Parolen und Reden Versprechungen gemacht werden, die nach den Wahlterminen wieder vergessen sind. Parteien, die in einer Stadt wirklich etwas verbessern wollen, müssen permanent den Schulterschluss mit den aktiven Bürgern suchen.“

Fünf Prozent nach oben wie nach unten könnten Wahlergebnisse in den Städten je nach der Qualität des Wahlkampfes vor Ort beeinflusst werden. Wer aber wirklich etwas bewegen will, der müsse gerade in den Jahren zwischen den Urnengängen die Kooperation mit den Bürgern suchen. „Und zwar nicht in Hinterzimmern und Sälen an zentraler Stelle mit althergebrachten Parteiveranstaltungen, sondern in den Wohngebieten der Ortsteile.“

„Aktive einbinden“

Großveranstaltungen klassischer Prägung füllten heute keinen Marktplatz mehr, wenn man nicht die allererste Riege mit Kanzlerin und populären Aufsteigern wie Minister zu Guttenberg aufbieten könne. Aber solche Termine taugten ohnehin mehr dazu, die einigen Mitglieder zu mobilisieren. Für das Ziel, aktive Bürger aus Kirchengemeinden, Vereinen und Gruppen zu einer Zusammenarbeit zum Wohle der Ortsteile zu gewinnen, müssten andere Wege beschritten werden. Maßgeschneiderte Veranstaltungen für bestimmte Zielgruppen (Landwirtschaft, Sport, Soziales) gehörten dazu. Aber auch mit Treffen wie im Heimathaus Deuten, wo die Anwohner ihre konkreten Sorgen und Vorschläge mit Partei und Stadt diskutieren können, hätten sich bewährt. Ergänzend dazu sollten regelmäßige Bürgersprechstunden inmitten der Wohngebiete angeboten werden.

Austausch und Geselligkeit

Stockhoff: „Die Menschen suchen heute eher die punktuelle Zusammenarbeit zu konkreten Themen und wollen nicht mit langen Programmen gelangweilt werden.“ Wenn es dann noch gelinge, so der Christdemokrat, Austausch und Geselligkeit zu verbinden - umso besser!  Klaus-Dieter Krause

 

Aus der Dorstener Zeitung vom 31.12.2009